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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1900,
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‚Vi — 188 _ 170
R.Vb 57. 1000 7,02
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sein.
Da das im Glasrohr enthaltene Luftvolumen V = 7R’*b ist, die konstanten
Skalentheile aber proportional R V/b, also auch proportional VV sind, folgt, dafs
wir für Winkelgeschwindigkeiten ADS ganz dieselbe Skala auf jedem Glas-
rohr, unabhängig von dessen Radius, erhalten, wenn nur das eingeschlossene
Luftvolumen dasselbe ist. Dies giebt einen Wink für die Konstruktion der
Apparate. Man wird verhältnifsmäfsig weite Rohre vorziehen, weil bei diesen,
gleich grofse Skalentheile vorausgesetzt, die Entfernung b_des Ruhemeniscus vom
ebenen Deckel kleiner wird. Zugleich damit wird die Winkelgeschwindigkeit,
bei der die Flüssigkeit den Deckel erreicht und von der an man eine gleich-
mäfsige Skala erlangt, beträchtlich kleiner, denn sie ist
wu 2Vbg_ 21a IV
RR zı R?%
also bei gleicher Gröfse von V und damit gleicher Größe der Skalentheile um-
yekehrt proportional zum Quadrat des Rohrhalbmessers. Weitere Rohre würden
sich nur dann nicht empfehlen, wenn durch die Vergröfserung selbst die bei dem-
selben Wind entstehende Tourenzahl stärker abnähme als im umgekehrten Ver-
hältnifs der lichten Weiten der Rohre.
Die folgende Tabelle giebt in Kubikmillimetern die Luftvolumina V, welche
im Glasrohr enthalten sein müssen, um, unabhängig vom Rohrradius, eine Skala
hervorzubringen, deren Theile pro 1000 Touren a Millimeter lang sind. 2,5 giebt
dazu die 'Tourenzahlen, von denen an die gleichmäfsige Skala gilt, wenn man
ein Rohr von 30 Millimetern Durchmesser nimmt. Bei einem Rohrdurchmesser
€
von D Millimetern wären diese Zahlen mit n zu multipliciren.
4}
zZ
74)
4
30
{MW}
281
ı 124
2529
1496
7025
0116
‚3.769
17 984
22 761
78 100
"30
238
476
714
952
1190
428
1666
‚904
2142
01}
Es darf nicht vergessen werden, dafs die vorstehenden Ableitungen nur
für den Fall gültig sind, dafs das obere Ende des Glasrohres eben gemacht ist.
Wie die Formeln zeigen, ist die Skala abhängig von g, und es müßte
demnach, wenn die Beobachtung an einem Ort stattfindet, wo die Schwere-
beschleunigung den Werth g, hat, während die Skala dem Werth g, entspricht,
eine Reduktion der Ablesungen auf Normalschwere stattfinden. Die Meniscus-
Senkungen a wären bei Winkelgeschwindigkeiten ® 8 mit © zu multipli-
- 50
x x l . .
ciren; im Falle w — 2V08 wären die Abstände (a + b) des Meniscus vom Deckel
mit VE: zu multiplieiren. Die vom Menschen erreichbaren Schwankungen von
0
y sind aber nicht grofs genug, dafs bei der anzustrebenden Genauigkeit einer
einzelnen Windgeschwindigkeitsbestimmung die Anbringung dieser Korrektion
sich lohnte.