Maurer: Prüfung eines neuen Anemometers von R, Gradenwitz, 77
AA.
1 1 ] .
2m(e— 35) [:@-3) 6] .n
Da in dem hier betrachteten Fall die sonstigen auf die Flüssigkeit wirkenden
Kräfte im Gleichgewicht sind, so mufs nach Eintritt der stationären Bewegung
die Summe beider Reibungen verschwinden. Dies giebt entwickelt: /
1\lı ı 1 1 1 ı 1
(e+37) [Hr @+5 . ar @ +] + (e— 35) [-2 @+z at — - —0
oder unter Vernachlässigung der Glieder, welche (2) in der vierten und in höheren
Potenzen enthalten:
ef@-+fF@ = 0
Allgemeines Integral:
f(o) = elg.nat.g + d =>
Die Grenzbedingungen lauten: Für g==0 f'(g)=0 und für g=R f(o)=w,
wenn R der lichte Radius des Glaerohres und w die Winkelgeschwindigkeit der
Wand ist. Hieraus folgt:
f(0) = w
d. h.: Stationärer Zustand iritt erst dann ein, wenn alle Theilchen mit derselben
Winkelgeschwindigkeit rotiren.
Sn
AP
Fig. 1.
Fig. 2
Rotirt das Ganze mit der Winkelgeschwindigkeit w, so ist im Abstand 9
von der Drehaxe die Centrifugalkraft = 0w*. Da die Resultante aus ihr und
der Schwerebeschleunigung auf der Flüssigkeitsoberfläche senkrecht stehen muß,
so folgt
dy __ 0
TA
wenn y. die Erhebung eines Punktes der Oberfläche über den Ruhemeniscus be-
deutet (siehe Fig. 1). Bezeichnen wir mit a die Senkung des tiefsten Punktes,
also den negativen Werth von y für den Werth o = 0, so ergiebt sich als
Gleichung der Oberfläche
2 ww?
2) Y = ee — a
Die Gröfse von a wird aus der Bedingung gefunden, dafs das unter dem
Ruhemeniscus entstandene Luftvolumen inhaltsgleich dem über ihm entstandenen
Flüssigkeitsvolumen sein mufs, Wir müssen hierbei zwei Fälle unterscheiden, je
nachdem die am Rande hochsteigende Flüssigkeit das obere Glasrohrende, soweit
es nicht der Cylinderfläche angehört und welches wir horizontal und eben an-
nehmen wollen, schon erreicht hat oder noch nicht.
A) Solange die Flüssigkeit das obere Rohrende noch nicht erreicht, lautet
die Bedingung für Gleichheit der genannten Volumina über und unter dem
Ruhemeniscus