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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

AK 
Acquator, . . 
5° N-Br .... 
10° N-Br 1... 
15° N-Br .... 
20° N-Br 0... 
25° N-Br .... 
30° N-Br .... 
35° N-Br .... 
40° N-Br .... 
45° N-Br .... 
"’auskarod. Lizard 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Mai 1900. 
‚Palmyra 
„Albert Rickmers“ 
„Prompt“ 
keit WE | Wind 
eit -Lg 120 
1899 
Luftdr. 
12h & 
Zeit | W-Lg | 
1899 | 
Wind 
ı2ha 
Luftdr. 
12h a 
Zeit [Wis Wind ‚nice 
1899 ; 12ha | 
mm 
mm 
mm 
7/11 
341 
'2/11 
15/11 
18/11 
21/11 
24/11 
26/11 
30/11 
2/12 
8/12 
27,7° O0SO 
28,7° SO 
30,0° ONO : 
33,0° NO 
34,8° OSO « 
35,0° ONO 
35,0° SS0O 
34,0° SSW b 
33,4° ONO 4 
290° SO 5 
Lizard NNWI10 
761,5 
760,1 
761,1 
759,5 
761,8 
164,0 
167.4 
758,7 
761,4 
750,2 
739,3 
8/11 24,0° SO 
10/11 24,5° 0SO 
13/11 26,8° NO 
16/11 30,4° ONO 
19/11 31,0° SSO 
»2;11 28,0° SO 
25,11 248° SSO 
27/11 22,5° SO 
29,11 180° SSO 
112 12,0° SO 
412 Lizard SW 
761,0 
760,8 
762,4 
760,5 
760,8 
765,6 
765,5 
765,8 
766,7 
766,3 
771,0 
&/.1 264° SO £ 
L0’11 26,3° SO + 
13:11 28,2° ONO 4 
16/11 32,0° ONO * 
19/11 328° S € 
22/11 35,0° ONO 4 
25/11 235,0° SW 
98/11 34,7° W£ 
4/12. 32,0° ) NW 16 
9/12 21,5° WNW®8 
185/12 Lizard ONO 
760,8 
760.2 
762,9 
760,0 
761,7 
765,4 
757,0 
758,0 
753,0 
769,0 
7660 
Aequator— Lizard, 31 Tage 
Aequatur—Lizard, 26 Tage 
Aequator— Lizard, 40 Tasse 
Von New York nach Hiogo und von Kobe über Singapore und 
Rangun zurück nach Bremerhaven. Dezember1898 bis Januar 1900. 
Reise des Viermastschiffes „Peter Rickmers*. Kapt. J. H. Westermeyer. 
Il. Yon New York nach Hiogo, Japan. 
Mit 118 750 Kisten Petroleum beladen, trat das 2825 Registertonnen grofse 
Viermastschiff am 19. Dezember 1898 seine Reise an. KEin anfänglich ziemlich 
unbeständiger, oft östlicher Wind gab in den ersten drei Tagen nur ein langsames 
Weiterkommen; dann trat jedoch ein beständigerer Wind aus westlicher Richtung 
ein, mit dem das Schiff, das bis 52° W-Lg nahezu recht naclı Osten und darauf 
südlicher steuerte, am 17. Tage der Reise (5. Januar 1899) in etwa 38° W-Lg 
zum Parallel von 30° N gelangte. Vom 25. bis zum 30. Dezember hatte 
stürmisches Wetter geherrscht. Auf 30° N-Br erhielt „Peter Rickmers“ schon 
den Nordostpassat, der so steif und beständig wehte, dafs er den grofsen Vier- 
master zwischen 28,5° und 6,5° N-Br in sechs Tagen um 1483 Sm vorwärts 
brachte. Zugleich war der Wind so viel nördlich von Ost, dafs genügend Länge 
angeholt werden konnte und zuletzt noch vom Winde abgehalten wurde. Die 
Südgrenze des Nordostpassates, die in etwa 1,5° N-Br lag, steuerte das Schiff am 
14. Januar auf 27,5° W-Lg an. Mit dem sofort einsetzenden Südostpassat über- 
schritt es am selben Tage nach einer raschen Fahrt von 26 Tagen in 28,0° W-Lg 
den Aequator. 
Der Südostpassat, dessen Gebiet „Peter Rickmers“ ebenfalls auf B. B.- 
Halsen bei dem Winde durchsegelte, war raum genug, um ein bequemes Frei- 
segeln der Küste Brasiliens zu gestatten, wehte aber, wie die Jahreszeit erwarten 
liefs, nicht so frisch, dafs ein rasches Weiterkommen zu erzielen war. Auch der 
nordwestliche Wind, der nach allmählicher Drehung von SO durch NO auf etwa 
30° S-Br sich einstellte, war meistens von so ungenügender Stärke, dafs die Fahr- 
geschwindigkeit nur selten 7 Knoten überstieg. Die Strecke von 0° Breite bis 
Ö° Länge nahm infolgedessen 26 Tage in Avruch, ebenso viel als die von New 
York nach der Linie. 
Eine Unterbrechung des ruhigen Weiters trat am 4. Februar ein, als 
„Peter Rickmers“ sich auf ungefähr 39° S-Br und 11° W-Lg befand. Der Kapitän 
schreibt: „Vormittags steifer, bis zur Stärke 7 zunehmender Wind, mitunter 
Regen. Nachmittags wächst der Wind bei fallendem Barometer zum Sturme an, 
so rasch, dafs wir kaum schnell genug die Segel bergen konnten. Um 4"p weht 
es orkanartig; furchtbar hohe, wilde See. Die fast ganz neuen Untermarssegel 
flogen aus den Lieken. Vor-, Kreuz- und Jigger-Untermarssegel zerrissen; wir 
segelten nur noch mit dem Grofsuntermarssegel und der Fock. Durch den 
brechenden Seesxang wurde Alles an Deck zertrümmert und eingeschlagen. Mit
	        
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