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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Bemerkungen über Port of Spain, Trinidad. 
und Sträucher ausgerodet sind, so dafs der Bauplatz weithin als gelber Fleck 
zu sehen ist. ; 
Ankerplatz von Port of Spain. S. M. S. „Nixe“ ankerte auf 9,5 m 
Wasser, Grund Schlick, in folgenden Peilungen: Flaggenmast vom Fort St, George N, 
Leuchtthurm 0ON0!40. Beide Peilungen milsweisend. 
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Die Durchfahrt an der Südküste der Insel Margarita, ‘) Venezuela. 
Aus den Reiseberichten S. M. S.. „Nixe“, Kommandant Freg.-Kapt. v. Basse, Oktober 1899, 
und S. M. S. „Moltke“, Kommandant Kapt. z. S. Schröder, November 1899. 
Lardmarken. Bei der Fahrt von Trinidad nach La Guayra benutzte 
S. M. S. „Nize“ den südlich, der Iusel Margarita führenden Kanal. Die hohen 
Berge auf der Osthälfte der Insel kamen frühzeitig in Sicht. Demnächst kamen 
die Berge auf der Westhälfte der Insel in Sicht. Man hatte den Eindruck, als 
ob die Insel aus zwei Inseln bestände. Da in der Segelanweisung („The West 
India Pilot“, Bd. I, Seite 164) steht, dafs die Coche-Insel eine „considerable 
height“ hat, was in Wirklichkeit nicht der Fall ist (die Insel wurde auf 60 bis 
70m im höchsten Theile geschätzt), so wird man leicht zu dem Irrthum veran- 
lafst, den westlichen Theil der Margarita-Insel für Coche-Insel zu halten. Den 
Irrthum bemerkt man aber sofort, wenn man den Theil der Küste der Insel 
Margarita in Sicht bekommt, welcher südlich von Morro de Puerto Moreno ganz 
flach in die aus gelbem Sande bestehende Punta de Mosquitos ausläuft. 
Andere Landmarken sind die höchste Insel der Frayles-Gruppe, die Ballena- 
Huk und Morro de Puerto Moreno. Diese Halbinsel ist wegen ihrer Höhe und 
ihres dunklen Aussehens schon aus einer Entfernung von etwa 20 Sm zu er- 
kennen und erscheint zuerst als Insel. Die Küste zwischen der Ballena-Huk 
und Morro de Puerto Moreno wird erst bei einem Abstande von 5 bis 7 Sm 
sichtbar und läßt von Weitem eine Verwechselung mit der Durchfahrt zwischen 
Margarita und Coche zu. 
Die mit Guano bedeckte Insel Blanco südlich von Pampatar, welche 
weiß erscheint, ist ebenfalls eine gute Landmarke, doch scheint ihre Lage auf 
der Karte nicht genau eingetragen zu sein. Der Leuchtthurm von Pueblo de la 
Mar (Palmar) ist ein steinerner runder grauer 'Thurm mit Galerie, welcher am 
Strande am Östende des Dorfes gleichen Namens steht. Derselbe konnte auf 8 
bis 9 Sm Entfernung ausgemacht werden. Die Küste der Mar-Bucht ist niedrig 
und kommt erst in geringem Abstande in Sicht. 
Die Punta de Piedras ist eine weit hervorspringende, flache, mit Mangrove- 
gyebüsch bestandene Halbinsel, auf der ein gröfseres Dorf liegt. Nördlich des 
Dorfes liegen zwei Hügel, die als Landmarken gut Verwendung finden können, 
namentlich für die Durchfahrt zwischen den Inseln Cubagua und Margarita und 
für die Ansteuerung von Westen her. . 
Die Lage der einzelnen Punkte der Margarita-Insel scheint auf der Karte 
nicht genau festgelegt zu sein. Es ist deshalb Vorsicht bei der Ansteuerung 
eboten. 
5 Die Höhe der Insel Coche ist, wie schon gesagt, nicht so bedeutend, wie 
man dies nach dem Satz in der Segelanweisung erwarten könnte. Auf ihrem 
Nordwestende liegen mehrere vom Hintergrunde sich gut abhebende weifßse 
Dünenhügel, die eine vorzügliche Landmarke bilden. In ihrer Nähe befinden 
sich Salinen und einige Häuser, von denen ein viereckiges roth gestrichenes 
Haus mit Veranda um das erste Stockwerk schon von Weitem gut sichtbar ist. 
Die Untiefe an der Nordwestseite der Insel scheint sich, nach dem verfärbten 
Wasser zu urtheilen, etwa 1 Sm weiter in nordwestlicher Richtung zu erstrecken, 
als in der Karte angegeben. Anscheinend wohnen auf Coche sowohl wie auf 
Margarita eine grofse Anzahl von Fischern; eine Fischerflotte von etwa 100 Segeln 
lag beim Passiren S. M. S. „Nixe“ östlich der Insel Coche. 
Die Insel Cubagua ist ebenfalls eine nicht sehr hohe sandige Insel, welche 
dem Anscheine nach unbewohnt ist. 
4 Brit. Adm.-Karte No. 230 (Tit. VII. No. 9)
	        
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