Bemerkungen. zu den Landmarken in und bei. der Vigo-Bucht,
; e) Bojen. Die Bojen waren sämmtlich ausgelegt und befanden. sich auf
ihren richtigen Positionen.
f) Ungenauigkeiten in der Lage einzelner Punkte. Kinzelne der
Kaps in der Vigo- Bucht sind zu Kreuzpeilungen nicht zu verwenden, da an-
scheinend ihre Lage nicht genau in der Karte eingetragen ist. Der Unterschied
zweier kurz nacheinander genommener Peilungen mit verschiedenen Objekten
betrug in der Nord. — Südrichtung beinahe 1 Sm. Vorsicht ist deshalb geboten.
g) Der Zeitball. Während der Anwesenheit des Schiffes ist der ’auf
dem Stadtbause befindliche Zeitball nicht gefallen. Von dem Liegeplatze
S. M. S. „Nizxe“, ungefähr in der Mitte der Verbindungslinie Cabron - Insel —
Punta de la Laja, aus war der Zeitball schlecht zu sehen.
h) Die Wettersignale. Die Wettersignale werden ebenfalls vom Dache
des Stadthauses aus gemacht, doch scheint keine besondere Sorgfalt darauf gelegt
zu‘. werden, da während der ganzen Zeit der Anwesenheit trotz verschieden-
artigen Wetters stets das eine Signal (Kegel mit der Spitze nach oben) wehen
blieb („Annalen der Hydrographie etc.“ 1898, Seite 297).
Torres-Strafse, innere Route.
Bericht des Navigations-Offiziers S. M. S. „Falke“, Oberleutnant z. S. von Koppelow,
Als S. M. S. „Falke“ im August 1899 in Sydney Befehl bekam, die Reise
nach der Heimath anzutreten, war es freigestellt, die Rückreise südlich um das
Kap Leuwin zu nehmen oder durch die Torres-Strafse zu gehen:
Wegen der westlichen Stürme, welche um diese Zeit im Süden Australiens
vorherrschend sind, wurde die Fahrt durch die Torres-Strafßse gewählt. In
Sydney eingezogene Erkundigungen ergaben, dafs fast alle nach Japan, China
und Indien laufenden Dampfer die sogenannte „Inner route Torres strait“ be-
uutzen und diese Route durchweg als gut anerkannt wird.
Ein im Juni vor den Mitgliedern der Seeversicherungsgesellschaften ge-
haltener Vortrag des Agenten für die Torres-Strafsen-Lootsen, Mr. Geo J. Banks,
berichtet über den Verkehr in der „Inner Route Torres Strait“ manches Inter-
essante.
Mr. Banks betont in der Einleitung seines Berichtes, dafs er sich ver-
anlafst fühle, einige aufklärende Worte über die erwähnte Schiffsroute zu sagen,
weil er vielfach bei Mitgliedern der Gesellschaft die Annahme gefunden habe,
dafs die Torres-Strafse besonders gefährlich sei, und: dafs es im Interesse der
Versicherungsgesellschaften liege, die Schiffe von dieser Fahrt auszuschliefsen.
Gerade das Gegentheil sei der Fall. Die „Inner route Torres strait“, wie sie
heute befahren werde, wäre ein weit sichereres und günstigeres Fahrwasser als
die Route südlich um Australien und die Route, die man früher mit dem Namen
„Fahrt durch die Torres-Strafse“ belegte.
Mr. Banks führt in seinem Bericht aus, dafs man durch jahrelangen
Gebrauch gewohnt sei, unter dem Namen „Fahrt durch die Torres-Straßse“ die
Route zu verstehen, die bei Raine Island durch das Barrier-Riff geht; auch
die große Nordostpassage und die Passagen an der Neu-Guinea-Küste seien
mit diesem Namen belegt worden. Heute liege die Sache anders, : Unter
„Innere Route der Torres-Strafse“ verstehe man die Fahrt, die am südöstlichen
Ende des grofsen Barrier-Riffes bei Breakseaspit dieses durchschneide und an
der Küste von Queensland nach Nord führe, An Stelle des Barrier-Riffes träten
weiter nördlich die zahllosen kleinen Inseln und böten Schutz nach See: zu, bis
die Fahrstrafse in den Prince of Wales Channel einmünde.
Diese Route wurde zuerst im Jahre 1863 von der Queensländer Regierung
zur Postbeförderung benutzt; nach und nach ist sie genau vermessen worden,
mit Schiffahrtszeichen versehen und ist heute, wo ein ausgezeichnetes Lootsen-
korps den Lootsendienst versieht, eine der besten und sichersten Schiffsstrafsen
an der australischen Küste.
H. M. S. „Dart“ hat im letzten Jahre in diesen Gegenden genaue Ver-
messungen vorgenommen, und im nächsten Jahre werden ganz neue Karten zur