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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1900. 
IV. Pico, (Landmarke.) - 
Die nur winzig auf der Karte angedeutete Kirche von Piedado auf der 
Ostspitze von Pico mit weithin sichtbarer weißer runder Kuppel bildet eine 
sehr gute Marke für die Orientirung von See aus und für die Ansteuerung von 
Port Baria. 
V. Horta auf Fayal. (Hafenbauten.) 
Es wird an der für das Molenfeuer bestimmten Plattform am Kopfe der 
Mole, sowie am Ausbau der Kais und Hafenanlagen gearbeitet; die Mole selbst 
ist im Grofsen und Ganzen fertiggestellt. Der Hafen wird vertieft, der Bau 
eines Trockendocks in demselben ist beabsichtigt. 
VI. Flores, Santa Cruz. (Meteorologische Station, Bootslandestelle, Hafenfeuer.) 
Auf dem 700 Fufs hohen Hügel südwestlich von Santa Cruz befindet sich 
die in den „Annalen der Hydrographie“ 1898, Seite 231, beschriebene meteoro- 
logische Station, welche mit dem in der Stadt gelegenen Hause des Leiters 
telephonisch verbunden ist. 
Auf Albernas Point ist mit der geplanten Anlage der Station und dem 
Bau eines Leuchtfeuers noch nicht begonnen. 
Santa Cruz hat zwei Anlegestellen für Boote; die erste, südlichere, kann 
von kleineren Booten benutzt werden, sie ist der Kirche gegenüber gelegen, 
während die nördlichere für grofse Boote geeigneter und zu einem kleinen Bassin 
erweitert ist, in welchem die Fischerboote auf den Strand geholt werden. Man 
gelangt zu ihr durch eine etwa 20 m breite und 150 m lange Rinne zwischen den 
vorgelagerten Felsenriffen. Die Peilung „Weiß gestrichene runde Plattform für 
las beabsichtigte Hafenfeuer und dahinterstehender rother breiter Schornstein“ 
führt in die Rinne. 
VII. Corvo. (Signalstation, Landungsstelle.) 
Auf einer Anhöhe südlich des Dorfes Rosario ist eine Signalstation. Die 
Landungsstelle befindet sich an der Westseite des von Rosario sich südlich er- 
streckenden Steinriffes und ist bei mäfsig bewegter See schon nicht mehr ver- 
wendbar. Die Fischerboote der Einwohner liegen auf der Westseite von Pesqueiro 
Point aufgeschleppt. 
Bemerkungen zu den Landmarken in und bei der Vigo-Bucht, 
Aus dem Reisebericht S. M. S, „Nire“, Kommandant Freg.-Kapt. von Basse. Juli 1899. 
a) Ons-Leuchtthurm. Der Leuchtthurm mit seinem Wärtergebäude ist 
die einzige gröfsere Baulichkeit auf der ganzen Insel. Er liegt auf dem oberen 
Theile der Insel und ist leicht auszumachen. Das Wärterhaus ist an den Thurm 
angebaut, und macht der ganze Komplex von gröfserer Entfernung aus einen 
schlofsartigen Eindruck. 
Etwas südlich vom Leuchtthurm ist eine kleine Spitze, die sich von ihrer 
dunkleren Umgebung durch eine weiße Färbung abhebt. Diese Spitze kann von 
größerer Entfernung aus für ein kleines weilßsgestrichenes Haus gehalten werden. 
b) Die Kapelle auf dem Monte Na, Sa. del Alba. Bei dem ziemlich 
diesigen Wetter konnte der Monte Na. Sa. del Alba sehr schlecht ausgemacht 
werden. Die Kapelle auf dem einen der beiden Gipfel wurde erst gesichtet, 
nachdem das Schiff schon innerhalb Subrido Point war. 
c) Die Kapelle auf dem Monte de la Guia. Die Kapelle auf dem 
Monte de la Guia ist ein kleines weifsgestrichenes Gebäude auf einem nicht sehr 
hohen Berge; sie ist bis auf große Entfernungen gegen den dunklen Hintergrund 
gut zu sehen. 
d) Das Feuer auf dem Castle de la Guia. Das Feuer auf diesem 
Fort (siehe Seite 329) brannte nicht. Nach Angabe des Lootsen ist es seit dem 
spanisch-amerikanischen Kriege nicht mehr angezündet worden.
	        
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