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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 28 (1900)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1900. 
Mittl. Br. U. = 725 _ 3,28; mitt, Abw. = "0 = 3,4W 
Br. U. = 0° 8,258 | M. Br. LU, = 0° 3,5 W 
Bestecksbreite == 16°38 SS 17° —Besteckslänge = 37° 38‘ W 
Schiffsort: Breite = 16° 46,2‘ 5 Länge = 37° 41,5‘ W 
Formeln: 
Berechnet man den wahrscheinlichen Schiffsort nach folgenden strengen 
2[0—wx—w.y] 2[a+7y—w+x] 
Br. UV. z= La U Abw. => WU RLw 
wor 
ei 
4 
n 
NXd-cosA 
” Yd-sinA 
n 
RT 
+ 
” 
XYeos?A 
X sin2A 
un 
ist und n die Anzahl der Beobachtungen, A die Richtung, in der jeder der 
Höhenunterschiede d zu rechnen ist, bezeichnet und A von N nach O und W, 
positiv nach W, negativ nach O, gezählt wird, so ergiebt sich 
Br. U. — 0°7,5'8 und Abw. — 3,6 Sm W, 
so dafs die vorhin gefundene Breite nur um 0,7‘, die Länge um 0,2‘ von den 
wahrscheinlichen Werthen abweicht. 
Es ist einleuchtend, dafs das angegebene Verfahren ohne Weiteres auf 
beliebig viele Höhen ausgedehnt werden kann. 
Notizen. 
1. Bogenförmige Böe. Kapt. A. Teschner vom Vollschiffe „Vera“ 
berichtet: „Als wir uns auf der Reise nach Mazatlan am 26, Juli 1898 im Süd- 
atlantischen Ozean auf ungefähr 40°S-Br und 56° W-Lg befanden, kam nachmittags 
3 Uhr recht von Süden eine bogenförmige Böe von eigenthümlicher Gestalt auf, 
Dieselbe hatte die Form eines an beiden Enden abgespitzten Cylinders. Die Spitzen 
andeten im Horizont; der gröfste scheinbare Durchmesser der Böenwolke betrug, 
als sie über dem Schiffe stand, ungefähr 3°, Ihre Farbe war blendend weifs. Man 
konnte wahrnehmen, wie die Wolkenmasse von West nach Ost immer um sich selbst 
yedreht wurde. Sie ging dicht über das Schiff hin, so dafs die Toppen der Stängen in 
jer Wolke waren. Der Wind, vorher West 5, war in dem Augenblicke, als die 
Wolke über dem Schiffe hing, Süd 6; gleich nachdem sie passirt war, nahm er 
wieder ab und ging auf West zurück. Niederschläge fanden während des Vor- 
überganges nicht statt, nur ein unheimliches Rauschen im oberen Takelwerk.“ 
Barometer 752,5 mm, Thermometer Y°, Wetter leicht bewölkt, fast heiter, Das 
Schiff stand zur Zeit etwa 120 Sm WSW von einer schroffen Temperaturscheide 
im Oberflächenwasser, an welcher die Wasserwärme in 4 Stunden von 16° auf 
8° abgenommen hatte. 
2. Grofse Sichtweite des Piks von Teneriffa. Nach einer Bemerkung 
im Journal des Dampfers „Aachen“, Kapt. H. Bleeker, war am 21. Februar 1899 
nachmittags die Luft bei den Kanarischen Inseln so durchsichtig, dafs der Pik 
von Teneriffa bereits aus einer Entfernung von 130 Sm gesehen wurde. Der 
Wind war NNO 2, der Himmel fast wolkenlos. Der von Süden kommende 
Dampfer hatte, nachdem der Pik gegen 1 Uhr nachmittags gesichtet worden 
war, noch volle 12 Stunden zu fahren, bevor er auf der Rhede von La Luz 
(Las Palmas), Gran Canaria, zu Anker kam. 
8. Lage der Insel Oeno, Südlicher Stiller Ozean. Kapt. H. Jolles 
von der Viermastbark „Schiffbek“ fand auf der Reise von Seattle nach Falmouth
	        
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