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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März 1900.
Ankerplatz bietet guten Schutz gegen nördliche Winde. Er ist, da die Durch-
fahrt zwischen den Riffen an genannter Stelle nur etwa 40m breit ist, bloß für
kleinere Schiffe zu benutzen.
Die geringste gefundene Tiefe bei der Durchfahrt betrug 26 m.
2. Nördlicher Theil der St. Andrew-Strafse.
Die Angabe in „Pacific Islands“, 1890, Vol. I, Seite 471,*) dafs zwischen
der Insel St. George und den Fedarb - Inseln nur zwei Riffe liegen, von denen
ein Kurs, die Mitte des Kanals haltend, frei führt, ist falsch.
Von S. M. S. „Möwe“ aus wurden dort allein vier Riffe gesichtet, von
denen zwei in der Mitte des Kanals lagen. Der nördliche Theil der St. Andrew-
Passage ist nur bei bester Beleuchtung und dann auch nur mit gröfster Vorsicht
zu benutzen.
3. Nordostseite der grofsen Admiralitäts-Insel (Los Negros-Insel).
S. M. S. „Möwe“ steuerte, vom St. Andrew - Kanal kommend, nach der
Nordseite der Admiralitäts-Insel, dampfte im Abstand von !/a bis 1 Sm längs
der Küste und gelangte durch die einzige Passage zwischen den Inseln Bilo und
Hauei in die grofse Bucht. Beim Einsteuern ist es besser, sich an der West-
hälfte der Rinne zu halten, da das Randriff von dieser Seite sich scharf durch
Brandung markirt. Bei Niedrigwasser fällt es theilweise trocken. An der Süd-
seite wurde ein gegen alle Winde geschützter Ankerplatz mit 12 m Wassertiefe
gefunden (siehe Skizze, Tafel 4).
Neben den Inseln Ahus, Bitelu I und II, Hauei, Bilo, Heeringen ist in
der Karte Tit. XII, 119a, der Name „Los Negros - Inseln“ angeführt. Dieser
Name kann sich nur auf die ganze Gruppe der vorstehend bezeichneten Inseln
beziehen, da aufser denselben am östlichen Theile der Nordküste der Admiralitäts-
Insel Inselgruppen nicht vorhanden sind. Auf der englischen Karte Tit. X, 163
befindet sich der Name Los Negros an der falschen Stelle.
4. Nordwestecke der St, Gabriel-Insel.
Zwischen der Nordwestecke der St. Gabriel-Insel und der Insel Ulunau
wurde auf 14m Wasser ein Ankerplatz gefunden. Den Meeresgrund bilden Sand
und Korallen. Der Platz ist gegen alle Winde von Ost über Süd bis Nord
geschützt. Der Verlauf des Strandriffes ergiebt sich aus der Skizze auf Tafel 4.
5. Geographische Lage der St. Matthias-Insel.
Die’ Südwesthuk der St. Matthias-Insel liegt auf 1°35‘ S-Br, 149° 37‘ O-Lg.
Der Mittelpunkt der SO davon gelegenen kleinen namenlosen Insel liegt auf
1° 43‘ S-Br, 149° 58 O-Lg (Vertonung der Insel von SW auf Tafel 4).
6. Markirung des Nusa-Fahrwassers,
Auf der 2,5 m-Stelle, von der die Südhuk Nusalik Wpeilt, Abstand 800 m,
ist eine kleine weiße Boje ausgebracht worden. Die 0,5 m-Untiefe, von der die
Nordhuk Nago-Insel SWzW'/4W peilt, Abstand 1900 m. ist durch ein rothes
Kreuz bezeichnet.
7. Durchfahrt zwischen den Inseln Lelemmus und Labadei.
Die Durchfahrt zwischen beiden Inseln ist etwa 800 m breit. Weder das
Riff bei Labadei noch jenes bei Lelemmus treten so weit vor, als in der Karte
angegeben. Die Durchfahrt ist sicher. Von Nusa aus steuern Dampfer, welche
den Gazelle-Kanal passiren wollen, am besten zunächst die Insel Nauscu an und
gehen dann mit Kurs WzS mw. auf die Insel Lusaum zu. Diese Insel ist bereits
von Nauseu aus an ihrem hohen ausgeholzten Kokosnulspalmenwald zu erkennen.
Der weitere Kurs führt zwischen Lusaum und Lelemmus einerseits, Labadei
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