Amalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Fehrnar 1900
Stat.
Niederschlag, mm
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Xp.-8a 8a.-8p.i
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Zahl der Tage
Windgeschwindigkeit 1)
Ab-
weich. Mi: s
vom
Norm. = Mel
it Nieder- heiter, trübe,
| schlag > mm’ mitt, mitt].
Bew. Bew.
9,2 1,05,0 10,0 <? >38
et. Dro Sek, |
Met. pro Sek, ' Datum der Tage
Mittel Abw. Sturm. mit Sturm
_nornr
Bork. | 11
Wilh.| 21 11
Keit, | 19 13
Ham. 18 5
25—538 6 1. .3 10
32—18 8 1.12 9
3232 — 30 10 A112 6
43-— 19 8 43 10
44— 1811 4.17 9
28— 11 9 4.16 6
"7437921 9.17 13
11 6 40,6 164
10 {5° —1,2 121%
a 1, 5 7 [3 =?
5 0 6 15158 - 35 12
2. 3. 4. 29. 30.
2. 4.
(2)
4. 30.
Kiel |
Wus. |
Swin.
21 25
20 8
4) 48
FH
13 | 47
9 | -
ra
7 42
14 12
10179
2. 4. 5.
1.2. 4. 5.
(3. 4. 5.)
Rüg,
Neuf, |
Mem.
28 31
25 28
23 15
59+1412 2.117
58 + 20 10 15.118
38— 711 u [17
18— 44 4 ja! 60 0'318 | = — "104 (Keine)
28 — 1610114 84 04112 l— — 101% (24)
u 1.okt]
„ Nov,
9 9,
28 : 10!
Stat.
Windrichtung, Zahl der Beobachtungen (je 3 am Tage)
Mittl.
Windstärke
(Beaufort)
7 NNE NE ENE E ESE SE SSE S SSW SW WSW W WNWNW NNW Stillet 8a 2p 8p
3ork. |
Wilh. | (
Reit. | 6
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7
nn
4
I
2,8 2,9 3,0
2,7 2,6 3,2
2,5, 3,0 2,9
283195 238,
7
2,3 2,5 2,8
29 30 29
3435 38
2,6 3,2.:3,0.
2,8 26 1,9
2423929
13,432 82
3736239
In seinen Monaiswerthen charakterisirte sich der Dezember bei etwas zu
hohem Luftdruck als relativ heiter und kalt sowie überwiegend als ruhig und
irocken; die normalen Werthe der registrirten Windgeschwindigkeit wurden nur
in Borkum, die der Niederschlagsmengen jedoch an der pommerschen und
preufsischen Küste vielfach und zum Theil erheblich überschritten. Der Monat
brachte zwei Perioden mit sehr scharfem Frost und mildes Wetter nur zu An-
fang sowie am Ende. Ein Maximum des Luftdruckes über Nordost- und später-
hin Osteuropa gab den meteorologischen Verhältnissen des Monats das Gepräge,
wie solches auch aus dem Vorherrschen der östlichen Winde und dem Anwachsen
des Luftdruckes nach Osten hin hervortritt.
Stürmische Winde traten aus westlichen Richtungen rechtdrehend während
Jer ersten sechs Tage, längs der Küste fortschreitend am 1, bis 3. und 4. bis 6.
und am 2. und 4. über die ganze Küste ausgedehnt, im Bereich zweier über
Nordeuropa fortschreitender Depressionen von sehr ähnlicher Entwickelung auf.
Während das erste Sturmphänomen an der ganzen Küste vielfach als gröfste
Windstärke 9 herbeiführte und an der Nordsee schwerer als das zweite war,
brachte dieses am 5. an der mittleren und östlichen Ostsee aufserordentlich
schweren Sturm aus dem Nordwestquadranten, der vielfach Stärke 11 erreichte.
Weitere stürmische Winde, mehr vereinzelt mit der Stärke 8 wehend, wurden
aur noch aus SW am 30, und theilweise in der vorhergehenden Nacht einsetzend
an der Nordseeküste beobachtet.
Fast überall traten von den zu Zeiten der Terminbeobachtungen notirten
Windrichtungen die östlichen bis südöstlichen an Häufigkeit erheblich hervor.
: Die registrirten Windgeschwindigkeiten und Sturmnormen erscheinen seit Jannar dieses
Jahres infolge anderer Berechnungsweise kleiner ale früher (vel. die Erläuterungen der Janvar-
:ahelle Saita 142 A. T 189981.