accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: 26, 1898

be 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1898. 
m= Va, [6] = 1,77245 + ,. [ef 
In@n—Y) In@n— N 
Helmert hat gezeigt,!) dafs (7) die beste Formel ist, die man anwenden 
kann, um mit Benutzung der ersten Potenzen von v, statt der v*, den mittleren 
Fehler m zu finden. Dabei bleibt aber selbstverständlich das oben Ausgesprochene: 
sicherste Berechnung von m aus (3) mit Hülfe der v*, bestehen, 
Zu erwähnen ist noch der sugenannte wahrscheinliche Fehler r einer Beob- 
achtung, der sich vom mittleren nur in einem konstanten Faktor unterscheidet; 
es ist nämlich 
(8) 
r = 0,67449 - m 
(m — 1,48260 «+ 1) 
Dabei bedeutet r den Betrag, der von den (absoluten) v mit derselben 
Wahrscheinlichkeit nicht überschritten und nicht erreicht wird. In einer längeren 
Beobachtungsreihe gleichwerthiger Messungen einer zu bestimmenden Unbekannten 
wird also die Hälfte der v (absolut) kleiner, die andere Hälfte (ebenso) gröfser 
als r sein. 
Mag man nun rechnen, wie man will, in jedem Falle sollten sich Angaben 
über Fehler auf den mittleren Fehler m einer Beobachtung [M des Resultats, 
vgl. (4)] beziehen, und sowohl der durchschnittliche Fehler als der eben 
erwähnte wahrscheinliche Fehler, die aus der Geodäsie vollständig verschwunden 
sind, sollten auch in den Anwendungen der Ausgleichungsrechnung auf geo- 
graphische und meteorologische Messungsergebnisse nicht mehr gebraucht werden. 
Wenden wir nun aber das Vorstehende auf die für unsern Fall auf- 
geworfenen zwei Fragen an; sehen wir im besondern zu, mit welcher An- 
näherung man m aus (6) oder (7) erhält. 
Rechnet man aus den Angaben von Anderson a, a. 0. für die 81 einzelnen 
w. 
Wr Aveklie x — LDJ 
5 und deren Durchschnitt x = I (oder auch ganz gleichwerthig x = di ; 
da die Gewichtsverschiedenheit zwischen Schaltjahren mit 366 und- gewöhnlichen 
Jahren mit 365 Tagen viel zu gering ist, als dafs sie sich im Mittel x irgendwie 
bemerklich machen könnte), nämlich x = 1,529, die v (in Millimetern) der 
einzelnen Jahresmittel 1816 bis 1896 aus (sie sind bei Anderson nur 
graphisch in kleinem Mafsstab in Fig. 2 dargestellt, aber aus der Zahlentabelle 
Sp. 110 sofort abzulesen, so dafs sie hier mit Rücksicht auf den Raum nicht 
angeschrieben werden) und addirt die v, so findet man: 
[positive v] = + 1476 
[negative v] = — 1479 
so daß die Probe [v] = 0 genügend erfüllt ist. KEs ist also 
[E]] = 2955 
and damit gemäfs den Gleichungen (6) und (7): 
nach der Formel von Peters 
m =— 1,2533 + _ 2955 =— + 46,0 mn 
V81-80 
nach der Formel von Fechner 
m = 1,7725 + BA = -—+ 45,9 mm 
Yaı. 161 
Rechnet man aber m direkt nach der Definitionsgleichung (3), wozu also 
nun die einzelnen v* zu summiren sind, so findet man: 
v2] = 168089, d.h. m = ie 089 — + 45,8, mm 
N 
1) „Astronomische Nachrichten“ Bd, 88 (1876), S. 120 bis 127. Vgl. zu dem Vorstehenden 
auch Jordan: „Handbuch der Vermessungskunde“, Bd. I (Ausgleichungsrechnung), 4. Aufl, 1895, 
S. 442 bis 445: S. 443. Zeile 3 daselbst lies 0,67... statt 0.68...
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.