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Full text: 26, 1898

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1898, 
Proviant (S. 166 a. a. O.) ist theuer, frisches Fleisch verhältnifsmäfsig billig. 
Zollamtliche Behandlung (Fußnote S. 173 a. a. O.). Aufser Ladungs- 
manifest, Certifikat des Konsuls und genauer Proviantliste wird verlangt: 
Passagierliste mit genauer Angabe des Gepäcks und Bescheinigung jedes einzelnen 
Passagiers, keine zollpflichtigen Waaren zu haben; eine Mannschaftsliste. 
Landungsplatz (S. 166 a. a. O0.) an der Praia de Mineros beim Zoll- 
gehäude. 
Ladung kommt und geht in Leichtern; die Kosten trägt das Schiff, das 
Risiko der Versicherer. Für schwere Kessel, Maschinentheile u. dergl. kann 
man von der Kriegswerft schwimmende Krähne ermiethen. . 
Ballast besteht gewöhnlich ans Steinen und kann bis 150 Tonnen täglich 
geliefert werden. 
’Schiffahrtsunkosten. Es ist außer Feuergeld und Kaigeld für die 
löschenden Leichter und Krankenhausabgabe von 1,25 Mk. für den Kopf der Be- 
satzung zu bezahlen 4 vom Tausend plus 10 vom Hundert hiervon von der ein- 
and ausgehenden Fracht. 
Das deutsche Konsulat liegt Rua de Carmen. 
Krankenhaus. Hospital Jurugaba und S. Sebastian. Bei Gelbfieber an 
Bord muls die Nationalflagge im Vortopp geheißt werden; die Kranken werden 
dann von Bord abgeholt. 
Segelanweisung (S. 135 a. a. O.). Kapt. von Holten warnt davor, 
die Abrolhos in geringerem Abstande als 10 Sm anzusteuern wegen der auch 
aach SO hin sich erstreckenden Korallenbänke. 
Santos. 
Dampfschiff „P’atagonia“ der Hanıburg— Südamerikanischen Dampfschiffahrts-Gesellschaft, 
Kapt, J. G. von Holten. 2. bis 5. Januar 1898, 
„South America Pilot“, part I. 
Lootsenwesen (S. 184 a. a. O.). Die Lootsen kommen in einem Kanu 
jeim Fort Barra Grande an Bord und gehen beim Auslaufen dort von Bord. 
„Patagonia“ (1870 Registertonnen netto) zahlte aus- und einlaufend je 50 Mk. 
Lootsengeld, Tiefgang 5,5 m hezw. 6,0 m. 
Schleppdampfertaxe besteht nicht: die Annahme eines Schleppers ist 
empfehlenswerth. 
Wassertiefen (S. 184 a, a. O.). Schiffe mit nicht gröfserem Tiefgang 
als 6,5m können jederzeit in Santos an den Kai gehen; bis zum Ankerplatz 
querab der Stadt kann man jederzeit mit 8,4 m Tiefgang kommen. 
Wasser (S. 184 a. 8a. O.) kostet 1,30 Mk. die Tonne und kommt in 
Booten längsseits; es ist nur gekocht als Trinkwasser zu verwenden. Kessel- 
wasser ist mit Schläuchen aus der Wasserleitung zu entnehmen, in der heißen 
Zeit schwer zu bekommen, wo die Wasserversorgung ungenügend ist. 
Bunkerkohlen (S. 184 a. a. 0.) kommen in 6 bis 8 Stunden nach Be- 
stellung bei Ankunft längsseits und werden mit Körben an Bord geschafft, auch 
mit der Dampfwinde ans Hulk übergenommen. S. M. Kriegsschiffe zahlen für 
1 Tonne frei längsseits 40s 6d, frei Bunker 41s 6d, mit Trimmen 42s. 
Proviant (S. 184 a. a. O.) ist theuer. 
Nautische Bücher und Seekarten sind nur schwer zu haben, 
Gesundheitspolizei verlangt ständig einen Gesundheitspafs und gestattet 
arst nach ärzflichem Besuch den Verkehr mit dem Lande, 
Hafeneinrichtungen. Der Bau der neuen Kajen wird ziemlich rasch 
weitergeführt, so dafs jetzt etwa 1500 m mit den nöthigen Lagerschuppen dem 
Verkehr ühergehen sind. Krähne sind in genügender Zahl vorhanden, nur fehlt 
ein Krahn für Schwergut, im Uebrigen sind die Lösch- und Ladeeinrichtungen 
sehr gut. 
„Patagonia“ mufste vier Stunden zu Anker liegen, ehe sie einen Liege- 
platz erhielt. 
Zollamtliche Behandlung. Aufser Ladungsmanifest, Certifikat des 
Konzuls und Proviantliste wird eine Passagierliste mit Angabe des Gepäcks und 
eine von jedem Passagier auszustellende Bescheinigung über zollpflichtige Waaren 
sowie Mannschaftsliste verlangt.
	        
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