accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

4°, 
4°) 
Die Barre des Tejö 
Cachopo do Sul oder Alpeidäo heifst die Sandbank, welche sich vom Thurm 
Bugio etwa 2 Sm in süäwestlicher Richtung erstreckt und weniger Wasser 
als die Nordbank hat, auch an verschiedenen Stellen, namentlich beim Bugio, 
trocken fällt. Sie liegt zwischen folgenden Deckpeilungen: 
Nördliche Grenze: Bake der Mama —- Bake Boa Viagem N61,5° O; 
Südöstliche Grenze: Aeufserster Osten der Serra de Cinira — Spitze Rana, 
Kirche S. Domingos de Rana gut westlich offen von der 
Quinta Nova N 10° O0; 
Südliche Grenze: Dom von Estrella — Dorf Torräo N 70° O; 
Westliche Grenze: Leuchtthurm Kap Espichel — Vigia das Paredes. 
Die Südostspitze der Bank heißt Espigäo, sie bildet einen der Punkte, an 
denen es in erster Reihe brandet. 
Banco da Barra ist eine die Westspitze der Nord- und Südbank, Cabeca 
de Pato und Espigäo, verbindende Sandbank, Sie hat in südwestlicher Richtung 
2 Sm Ausdehnung bei 3 Sm gröfster Breite innerhalb der 10 Faden- (18 m-) Linie 
mit Tiefen zwischen 11 bis 16 m mit Sandgrund. 
Am inneren Rande der Bank nehmen die Tiefen schnell auf 20 m und bis 
nach der Flufsmündung auf 30 m zu. 
Bei schlechtem Wetter steht auf ihr hohe See. Namentlich bei Wind aus 
dem Südwestviertel, und wenn der Strom gegen die See ausläuft, entwickelt sich 
eine sehr hohe Brandung, 
Am gefährlichsten ist die Brandung bei Südweststürmen im Winter oder 
wenn infolge von Regen innenlands die Strömung des Oberwassers aus dem Flusse 
sehr stark ist. In solchen Fällen bricht die See nicht nur auf den Untiefen, 
sondern es bilden sich furchtbare Roller, welche über die ganze Breite der Bänke 
und des Kanals reichen, in der Nähe des Schiffes brechen und dies aus dem 
Steuer laufen machen. Unter solchen Umständen sollte man nur bei Hochwasser 
einzulaufen versuchen. Die Barre ist dann zeitweilig unpassirbar. 
Die Brandung beginnt im Osten von der Linie: Westende der Serra de 
Cintra— Eisenbahnstation von Cascaes und endigt im Westen der Linie: Westende 
der Serra de Cintra mit Forte Novo oder Kap Roca in Eins mit Bocca do Inferno. 
Sie ist am stärksten in der Linie Kap Roca und Feste Cascaes in Eins. In- 
dessen bei schlechtem Wetter erstreckt sich die Brandung bis zur Deckpeilung: 
Westende der Serra de Cintra — Leuchtthurm von Guia, und einlaufende Schiffe 
sollten diese Linie nur in der Leitmarke für die Barre nach Osten überschreiten. 
Die Lootsen pflegen mit 1., 2. und 3. Stofs der Barre (pancada da barra) 
die Deckpeilungen: Kap Roca — Bahnhof von Cascaes, Kap Roca — Feste Cascaes 
und Kap Roca — Bocca do Inferno zu bezeichnen, 
Die Barre zeigt die sehr bemerkenswerthe Eigenthümlichkeit, dafs sie 
unveränderlich iet, sowohl bezüglich ihrer Tiefen als ihrer Grenzen, eine wohl 
nur wenigen Sandbarren eigene Eigenschaft, deren thatsächliches Vorhandensein 
aber durch vielfache regelmäfsig wiederholte Vermessungen aufser Zweifel ge- 
stellt ist. 
Die Deckpeilung Peninha, westlich frei von Feste Cascaes N 2° W, führt 
in mindestens 22 m westlich frei von der Bank der Barre. 
Der Südkanal, Canal do Sul oder Barra Grande 
bildet den Hauptzufahrtsweg nach dem Tejo; er liegt, wie schon gesagt, zwischen 
der Noard- und Südbank. 
Grenzmarken des Südkanals. Die Nordgrenze des Kanals giebt die 
Richtungslinie: Bake der Mama in Eins mit dem Aussichtsthurm auf Caxias 
N675°O, die Südgrenze: Bake der Mama in Eins mit der Bake von Boa 
viagem N 61,5° 0. 
Leitmarke über die Mitte der Barre: 
bei Tage: die Baken der Mama, Esteiro und Gibalta in Eins N 64,5° O, 
bei Nacht: die Feuer von Caxias und Porto Covo in Eins N 63,5° 0, mit 11 m 
geringster Tiefe.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.