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Full text: 26, 1898

Die Barre des Tejo 
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Feuer von Espichel. Sechshundert Meter von Nossa Senhora do Cabo 
steht ein sechseckiger Leuchtthurm aus Hausteinen mit Ecken und Gesims aus 
Quadersteinen. Oben auf dem Thurm beßndet sich ein 16seitiges Prisma mit 
kugelförmigem Dach mit Wetterfahne und Blitz- 
ableiter. Mit dem Thurm verbunden ist zu jeder 
Seite ein einstöckiges Haus, Wärterwohnung und 
Aufbewahrungsräume für Materialien enthaltend. 
Die Rahmen der Laterne sind weifs, der Fuls 
roth gestrichen. Das weilse Gruppenblitzfeuer 
zeigt Gruppen von vier Blinken mit 16 Sekunden 
Pause. Es ist über den ganzen Horizont 28 Sm 
weit sichtbar und liegt 165 m über dem mittleren 
Wasserstand. Die Höhe des Thurmes über dem Erd- 
boden ist 32 m, die des Feuers 28 m. 
Ungefähre geographische Lage: 38° 24‘ 50“ N-Br und 9° 12’ 54” W-Lg. 
Nebelsignal. Der Apparat besteht aus einer Glocke, welche in einer 
Art Schilderhaus aus Eisen etwa 300 m vom Leuchtthurm untergebracht ist. Ein 
Uhrwerk setzt zwei Klöppel in Bewegung, welche bei Nebel Gruppen von vier 
Tönen geben, denen eine längere Pause folgt. Das Signal ist schlecht hörbar. 
Fig. 4 
Die Barre des Tejo 
Die Mündung des Tejo hat zwischen den Thürmen von Bugio und 
S. Julizo da Barra eine Breite von etwa 1!/a Sm, in ihrem schiffbaren Theil jedoch 
ist sie auf weniger als 1 Sm zusammengedrängt durch die beiden grofsen und 
gefährlichen Sandbänke Cachopo do Norte und Cachopo do Sul oder 
Alpeidäo. Diese liegen derart, dafs sie zwei Einfahrtskanäle bilden, den Nord 
Kanal oder Corredor zwischen Cachopo do Norte und S. Julizo und den Süd- 
Kanal oder Barra Grande zwischen den beiden Bänken. Die Westspitzen 
dieser Bänke sind wieder durch eine Bank verbunden, welche Banco da Barra 
heißt und als geringste Tiefe 11m hat. 
Cachopo do norie (Nordbank) dehnt sich in der Richtung NO—SW bei 
einer mittleren Breite von etwa %ı Sm 31/4 Sm aus und liegt zwischen folgenden 
Deckpeilungen: 
Oestliche Grenze: 
Kirche S. Domingos de Rana — Pulverthurm (paiol), 
Feitoria — Spitze Lage, 
Berg Cordova — Bugio (S47° 0); 
Thurm Belem — Südostspitze von S. Juliäo (S84,5° 0); 
Westtheil der Serra de Cintra — Forte Novo, 
Peninha — Flüfschen Cascaes (N 6,5° W); 
Bake auf Mama — Aussichtsthurm von Caxias (N 67,5° O0); 
Feitoria — Spitze Lage. 
Auf ihr brandet die See häufig. Die Bank besteht aus drei Theilen: 
dem eigentlichen Cachopo, dem nördlichsten Theil, dessen Spitze Cabeca 
de C. im Osten liegt, mit 2,3 m geringster Wassertiefe in der Peilung: Kirche 
von S. Domingos de Rana eben westlich frei von Quinta Nova; 
den Coröas de Santa Catharina (Kronen der heiligen Katharina) mit 
3,2 m geringster Wassertiefe, welche zwischen folgenden Deckpeilungen liegen: 
Kap Roca — westlichster Theil des Forte Velho im Osten, 
Kap Roca — Fort Nossa Senhora da Conceicao im Westen: 
Nördliche Grenze: 
Westliche Grenze: 
Südliche Grenze: 
Cabeca de Pato, dem südwestlichsten Theil, welcher innerhalb der fünf 
Faden- (9 m) Linie nirgend weniger als 7,3 m Wasser hat. Bis zu der Deck- 
peilung: westlicher Theil der Serra de Cintra und Forte Novo in Kins halten 
sich die Tiefen zwischen 10 bis 12 m und nehmen nach See hin zu. Bei schlechtem 
Wetter beginnt daher manchmal die Brandung von der Linie: Westende der Serra 
de Cintra — Bocca do Inferno. 
Bei ruhigem Wasser könuen Schiffe von geringerem Tiefgang als 4,6.m 
(15‘) ohne Schwierigkeit über die Cabeca de Pato hinweggehen,
	        
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