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Full text: 26, 1898

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Der Tejo 
Eine Rettungsstation für Schiffbrüchige mit Rettungsboot und vollständiger 
Ausrüstung befindet sich dicht bei den Landungsbrücken. Die Bucht gewährt 
kleinen Fahrzeugen Schutz gegen Nord- und Nordwestwinde. Eine Seemeile weiter 
östlich liegt das Dorf Caxias, vor diesem dicht am Ufer das Fort S. Bruno, 
bei welchem das Flüfschen Barcarena mündet. 
Am Ostende des Dorfes ist auf einem rothen Holzpfahl mit grüner 
Laterne das provisorische Feuer von Porto Covo errichtet. 
Etwa 450m nordöstlich vom Dorfe Caxias auf dem gleichnamigen Berge 
liegt der Aussichtsthurm (Mirante) von Caxias, ein Gebäude von anuf- 
fallender Form, das einen Leuchthurm trägt und eine der besten Landmarken 
von See her bildet. 
Beide Feuer in Eins geben die Leitmarke für die Barre bei Nacht. 
(siehe Seite 23). 
Von Caxias aus nimmt die Küste eine ostsüdöstliche Richtung an, der Sand- 
strand wird wieder durch die felsige treppenartig ansteigende Küste auf etwa 
1a Sm Länge östlich von den Escadas de Jacob (Jacobsleitern), der alten 
Barreleitmarke, unterbrochen. In deren Nähe liegt dicht am Ufer die Bake 
Gibalta und etwas weiter landeinwärts die Bake Esteiro, welche in Eins die 
Tagesmarke für die Barre geben. Die Baken sind Seite 23 beschrieben. 
In der Mitte der felsigen Küstenstrecke liegt hart an der beim Ufer entlang 
führenden Strafse das Kloster Boa Viagem, welches durch seinen grofsen 
Umfang und den ausgedehnten Park ins Auge fällt. Nordöstlich von ihm steht die 
Seite 23 beschriebene Bake Boa Viagem, 
Im Gebirgszuge von Alfragide liegen etwa 2,5 Sın ONO vom Aussichts- 
thurm von Caxias zwei Berge, welche sich wenig über die Umgebung erheben 
und daher auf den ersten Blick sehr schwer auszumachen sind, in der Richtung 
NO—SW zu einander, deren Form ihrem Namen Mamas (Frauenbrüste) ent- 
spricht. Mit den vorgenannten Baken von Gibalta und Esteiro in Eins decken 
sie sich gegenseitig fast vollständig, Die südwestliche trägt die auf Seite 23 be- 
schriebene Bake. In den englischen Admiralitäts-Karten sind sie als Paps 
bezeichnet. 
Das Flüßchen Jamor mündet auf dem Sandstrande nahe dem Dorf Cruz 
Quehrada; man kann die Mündung leicht finden durch die eiserne Eisenbahn- 
brücke, welche sie überspannt. 
D£-Fundo heifst ein 900m östlich von Cruz Quebrada dicht am Tejo- 
Ufer gelegenes Dorf. Dicht bei dem Bahnhof steht ein rothgestrichenes Haus 
mit 8 Fenstern Front, das mit dem Palast von Ajuda in Eins die nördliche 
Wendemarke für Fahrzeuge giebt, welche zwischen der Uhr (relogio) und dem 
Fort S. Bruno auf dem Flufs kreuzen. 
S. Jose€ de Ribamar schliefst sich im Osten an das Dorf D£-Fundo an, 
Ankerplatz. Alle Schiffe, welche nach Verlassen des Hafens über die 
Barre auslaufen wollen und hieran durch das Wetter oder durch Mangel an 
Wind verhindert werden, ankern zwischen Dä£-Fundo und S. Josg de Ribamar, 
um günstige Gelegenheit abzuwarten. Der beste Ankerplatz liegt zwischen den 
Peilungen: etwa querab der Bake Esteira mufs Leuchtthurm von Cacilhas eben 
offen vom Thurm von Belem sein, und das hohe Land des Südufers darf den 
Leuchtthurm von Espichel nicht verdecken. 
Minarete heißt ein Moschee ähnliches Gebäude mit zwei ungleichen mit 
einander verbundenen Thürmen östlich vom öffentlichen Garten von S. Jose de 
Ribamar. 
Spitze Alges legt oberhalb des Flülschens Alges; 1 Kblg. weiter östlich 
die Staats-Reepschlägerei, ein langgestrecktes Gebäude. 
Vor Alges tritt die Uferbank 4 Kblg. weit in den Flufs hinein, so dafs 
man vermeiden mufs, derselben zu nahe zu kommen. 
Der Thurm von Belem, ebenfalls unter dem Namen Thurm S. Vicente 
de Belem bekannt, ist ein Kunstwerk und sehr alten Ursprungs, Auf qua- 
dratischem Grundrifs erhebt sich eine Batterie eben über dem Wasser und ein 
zweistöckiges Gebäude, dessen höchster Punkt 28 m über dem Meeresspiegel liegt, 
5 Sm östlich vom Thurm von S. Juliäo. 
Dicht bei dem Thurm nach Westen zu liegt die Batterie Bom Successo.
	        
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