Die Bucht von Cascaes
ı
Hafenzeit . . . .
mittlere Wasserhöhe .
gröfster Fluthwechsel .
kleinster ”
Höchster Wasserstand, bezogen auf das mittlere Niveau, am 11. März 1801 2,08 m
Niedrigster » ® „ 28. Sept. 1882 1,95
1b 51°
161 m
362 ,
0,83
” » ”
Nördlich von dem Damm des Fluthmessers sind einige Steintreppen, wo
man bei gutem Wetter mit Booten anlegen kann. Steinerne Landetreppen liegen
auch am Nordende einer Promenade, welche von der Feste bis zur Praia da
Ribeira führt und „Maria Pia“ heifst. Hier kann man bei gutem Wetter und
halber Tide anlegen, bei Hochwasser stehen die Landeplätze unter Wasser und
bei Niedrigwasser fallen sie trocken.
Wasserplatz. Nahe diesen Landeplätzen ist ein Wasserleitungsrohr, an
welchem man einen Schlauch zum Füllen von Booten, welche an der Treppe
festgemacht werden, anbringen kann. Das Wasser, welches Cascaes versorgt,
kommt von der Serra de Cintra und gehört der Municipalität. .
Steine liegen zwischen beiden Laudestellen, vor dem nördlichen Theil
der Feste nahe dem Lande. Sie fallen bei halber Tide frocken und müssen
von kleinen Fahrzeugen, welche an die Treppe oder auf den Strand laufen
wollen, gemieden werden.
Praia da Ribeira heißt der Hauptstrand von Cascaes; er hat seinen
Namen von dem Flüfschen Ribeira Vinhas oder Cascaes, welches östlich
vom Casino oder Club von Cascaes, das auf einem alten Fort erhaut ist, mündet.
In der Flufsmündung ist der beste Landeplatz, da er am geschütztesten liegt.
Ankerplatz. Bei gutem Wetter und Winden aus NW über Nord bis Ost,
bei denen die Bucht ganz geschützt ist, können Schiffe so nahe der Küste
ankern, als ihr Tiefgang gestattet; kleinere Fahrzeuge, indem sie den Leucht-
thurm von Santa Martha mit der Spitze der Feste zur Deckung bringen,
Infolge des Steingrundes südlich von der Feste, auf welchem die Anker
leicht unklar werden und verschiedene schon verloren sind, sollten Schiffe nur
so ankern, dafs sie das Flüfschen offen von der Feste sehen. ;
Da bei Winden aus dem Südwestviertel die Bucht ganz ungeschützt ist,
sollten die Schiffe nicht weit innerhalb der Linie: Leuchtthürme von Guia
und Santa Martha in Eins ankern, und sobald sich Anzeichen schlechten
Wetters zeigen, in See gehen oder in den Hafen einlaufen.
Lootsen. Die Barrelootsen wohnen meist in Cascaes. Von Oktober bis
Mai ist hier eine Lootsenstation (siehe Seite 8).
Rettungsstation ist vorhanden. Das Rettungsboot und das Lootsenboot
liegen in einem kleinen Bootshafen.
Frischer Proviant ist in jeder Menge erhältlich.
Hafenfeuer. In der Mitte der Praia da Ribeira steht ein Leuchtpfahl,
an welchem ein rothes Feuer, zwischen West und N 33° W 25m sichtbar, brennt,
nach den Steinen zu, welche bei der Feste liegen, scheint es weifs. Es dient
als Leitfeuer für die Landestellen. .
Ungefähre Lage: 38° 41‘ 40“ N-Br und 9° 25’ 10” W-Lg.
Landestellen. Bei gutem Wetter ist das Landen an jedem der Lande-
plätze leicht, bei Seegang ist es sicherer, an der Westseite der Praia da Ribeira
zu landen; man trifft dort kleine, chatas, genannte Boote, welche das Landen
sehr erleichtern.
Santa Catharina ist der Name eines alten Forts, welches auf den
Steinen lag, welche sich östlich an die Praia da Ribeira anschliefsen; jetzt liegt
dort die Villa des Herrn Ornellas.
Praia de Rainha, auf der Karte Bocca de Asno genannt, ist ein
kleiner Sandstrand östlich von Santa Catharina. Auf den östlich gelegenen
Felsen lag früher das Fort Almesqueiro, jetzt steht dort das Palais des
Herzogs von Lonl€, und dicht bei der Stelle, wo sich früher die Kirche Igreja
Nova befand, bei den Hintergebäuden des genannten Palais, ist der Bahnhof
m Cascaes. Die Bahn läuft fast ununterbrochen am Meere entlang nach
j8sabon.