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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Die Nordküste 
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Die Wassertiefen auf der Verbindungslinie zwischen den Kaps Raso 
ud Espichel liegen zwischen 47 und 128 m, der Grund ist Mud, Sie nehmen 
nach der Flufsmündung zu sehr schnell ab, bis auf 11 bis 12 m auf der Barre, 
und der Grund wird gleichzeitig Sand. Aufserhalb der bezeichneten Linie 
nehmen die Tiefen nach See zu mit Mudgrund allınählich auf 150 und 200 m 
zu, und etwa 17 Sm SSO von der Mündung des 'Tejo liegt die 100 Fadenlinie 
(183 m), jenseits der man Mudgrund findet. Etwa 4,5 Sm westlich von dem 
Ausflufs des Sees Albufeira, an der Ostküste, 6 Sm nördlich von Kap Espichel 
gelegen, findet man ein tiefes Loch von 3 Sm Ausdehnung in nord—südlicher 
Richtung. Es sind hier Tiefen zwischen 388 bis 468 m mit Thon. 
Die Sandbänke, welche die Barre des Flusses bilden, erstrecken sich von 
der Flufsmündung in westlicher Richtung bis etwa 1'2 Sm an die Verbindungs- 
linie der beiden. Kaps heran. ; 
Im Uebrigen sind die Küsten bis auf 1 Sm Abstand rein. 
Bei Nebel giebt die Grundbeschaffenheit in Verbindung mit den gelotheten 
Tiefen einen guten Anhalt für die Annäherung an die Küste oder die Bänke. 
Sobald man aufhört, Mud zu lothen, und Sandgrund bekommt, ist äufserste 
Vorsicht geboten. 
Die Nordküste der Bucht vor der Tejo-Mündung 
Kap Raso ist ein niedriger flacher, felsiger Vorsprung, 4! Sm S8,5° W 
von Kap Roca; von ihm erstreckt sich ein Felsenriff nach SW, auf dem die 
See stets brandet, sobald Dünung steht, und von welchem man sich mindestens 
2 Sm fern halten mufßs. Auf dem Kap steht das Fort San Braz. Von hier 
verläuft die steile felsige Küste etwa 2'!/a Sm südöstlich. 
Das Feuer von Kap Raso befindet sich dicht bei einem Fenster in der 
Südwestecke eines aschgrauen Gebäudes, welches auf der nördlichen Redoute 
des Forts San. Braz als Wohnung für die Leuchtthurmwärter erbaut ist. Es 
liegt 10 m über der Meeresfläche. Das Feuer ist ein festes rothes, welches 
über einen Sektor von 234° scheint und von See aus zwischen den Peilungen 
S28° W und N 26° W 5 Sm weit sichtbar ist. Ungefähre Lage 38° 42‘ 30“ N-Br 
und 9° 29‘ 5” W-Lg. 
Signalstation Oitavos. Eine Seemeile SO vom Fort S. Braz liegt das 
aufgegebene Fort San Jorge, nördlich von diesem, in etwa 1lkm Abstand, die 
Signalstation Oitavos auf einem Hügel 64 m über dem Meere. Von hier werden 
Wetter- und Sturmwarnungssignale gegeben. Die Station ist mit dem Haupt- 
telegraphenamt zu Lissabon verbunden (siehe Seite 8). ; 
Das Feuer von Guia. Etwa 2 Sm südöstlich von Kap Raso liegt auf einer 
steilen Klippe das Fort Nossa Senhora da Guia und 2*2 Kblg. ostsüdöstlich 
von diesem steht ein sechseckiger weilser 29 m hoher Thurm. An den Leucht- 
ihurm schliefst sich die Kapelle Nossa Senhora da Guia und das Wohnhaus 
der Feuerwärter. Das weifse feste Feuer, in Peilungen südlicher als S 70° O 
verdeckt, ist 15 Sm weit sichtbar und liegt 52 m über dem Meeresspiegel. 
Ungefähre geographische Lage: 38° 41’ 39“ N-Br und 9° 26’ 34“ W-Lg. 
Ankerplatz und Wasserplatz. Vor Guia ist ein Ankerplatz für kleine 
Fahrzeuge in der Peilung: Leuchtthurm von Guia unter dem Kloster Pena, 
und im Westen von Guia, etwa 300 m nahe der See, eine kleine Quelle, aus der 
man unter günstigen Verhältnissen Wasser nehmen kann. 
Bucht von Maceira. Zwischen Guia und der Huk Mexilhoeira bildet 
die Küste eine Bucht, in deren Mitte ein Steinriff liegt. Der Grund ist unrein 
von Steinen und 2 Kblg. vor der Bucht findet man Sand und Steine in 10 m 
Tiefe. Vor der Huk Mexilhoeira liegt ein kleines Riff, welches hei Niedrig- 
wasser trocken fällt. 
Bocca do Inferno. An diesen "Fheil der Küste stöflst eine grofse 
Felsgrotte, welche östlich der Bucht von Maceira liegt und durch einen Einschnitt 
mit der See in Verbindung steht. Diese Grotte erstreckt sich bis in die Nähe 
eines Hauses von quadratischem Grundrifs, welches früher als Wachthaus benutzt 
wurde, jetzt als Aussichtsthurm dient und Vigia do Facho genannt wird.
	        
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