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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1898. 
Diesmal möge die Aufgabe lauten: ein knappes Bild von 18 Reisen 
zu geben, die Kapt. R. Hilgendorf als Führer von 9 verschiedenen Segel- 
schiffen der Laeisz’schen Rhederei in den Jahren 1883 bis 1898 ausgeführt 
hat. Während jeder dieser Reisen nach der Westküste Süd-Amerikas und zurück 
führte Kapt. Hilgendorf, wie viele seiner Kollegen, ein meteorologisches Tage- 
buch für die Seewarte. Da die Summe der Tage in See auf den Ausreisen 1264, 
auf den Heimreisen 1486 betrug (Tabelle 1), und auf jeder Wache beobachtet 
wurde, der Wind noch häufiger, liegen von diesem einen Kapitän 16 500 volle 
Beobachtungssätze vor, während der Auszug (s. Anhang) nur 255 Zeilen umfafst. 
Das Verhältnifs der Zeilen des Auszuges zu der Zahl der vollen Beobachtungs- 
sätze ist also 1:65; vergleicht man aber den Inhalt eines Beobachtungssatzes, 
der eine ganze Reihe einzelner Beobachtungen umfafst, mit dem Inhalte einer 
Zeile des Auszuges, so dürfte das Verhältnifs annähernd noch zehnmal kleiner sein. 
Uebersicht der Schiffe und Journale. Die Schiffe waren der Reihe nach: 
Gruppe. Name. Gröfse in Art. Journal No. mit Reise No. 
Registertonnen. 
[Parnass 629 
:Parsifal 1050 
‚Professor 512 
[Pirat 1029 
Pergamon 1403 
\Palmyra 1721 
Placilla 2780 
Pitlochry 2971 
Potosi 3854 
1963,, 
2207, 
2826,, 
3021, 
3219, 
3415, 
3840, 
4330, 4 
4453, ., 
3544,, 3703,, 
3957, ,> 4115,2, 4209, 
4572,55 4720,45 4853,32. 
Das kleinste Schiff war demnach 512, das größte 3854 Registertonnen grofs. 
Die Schiffe sind in zeitlicher Reihenfolge in 3 Gruppen A, B, C, zu je 3 Schiffen 
zusammengefafst. Die ältere Gruppe A hat durchschnittlich 730 Registertonnen, 
die mittlere B 1384, die jüngste C 3202. Die Gröfsenverhältnisse sind demnach 
rund 1:2:4, Auf eine scharfe Gröfseneintheilung wurde verzichtet; so finden 
wir z. B. in Gruppe A und in Gruppe B je ein 1000 Registertonnen-Schiff. 
Einmal bleiben bei jeder Reise doch noch immer Zufälligkeiten über, die von 
der Gröfse ganz unabhängig sind, so dafs die Zahl der Reisen für eine Gruppe 
nicht zu klein werden darf, wenn die Ergebnisse einigermafsen verläfslich sein 
sollen, und dann kommt auf jeder einzelnen Reise die auf allen vorhergehenden 
vom Kapitän gesammelte Erfahrung und seine wachsende Einsicht in die meteoro- 
logischen Verhältnisse mehr und mehr zur Geltung. Genau genommen sind also 
z. B. weder die Reisen No. 2 und No. 3, noch auch No. 16 und No. 17 gleich- 
werthig, obwohl jedes Paar Reisen mit demselben Schiffe von demselben Kapitän 
ausgeführt wurde. Aulflserdem mögen noch andere Einflüsse mitwirken, so dafs 
einfach die Zeit zu Grunde gelegt wurde.!) Endlich kann jeder Leser, der mit 
irgend einer hier befolgten Anordnung nicht einverstanden ist, sich eine beliebige 
andere wählen und auch ausführen, denn er hat das gesammte Material der 
Untersuchung im Anhange zur Verfügung. 
Zeilenzahl und Inhalt der Auszüge. (S. Anhang.) 
Zeilenzahl. 
RKeise No. 
Ausreise 
Heimreise 
12 3 48 
+4 
zz 
Z 
9 
9 8.885 7 8 68 
7. 8 6 6 €6€ 8 8 6. 7 
10 11 12 13 14 153 16 17 18® 
7 8 
8 
7 8 
”” 
7 
8 
RE £ 
9 6 
6 
7 
Summe ' Mittel 
136 | 7.6 
u9 66 
55 | 71 
4) Vgl. hierzu Annalen 1893, „Rasche Reisen deutscher Segler“, von L. E. Dinklage, 
besonders Seite 169 den ersten Absatz, und S. 223, den ersten Absatz.
	        
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