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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1898, 
Eine Quarantänestation (S. 438 a. a, 0.) mit vorzüglichen Einrichtungen, 
die für etwa 500 Personen Platz bietet, befindet sich in Portsea. 
Fahrwasser. Um nach dem Hafen von Melbourne zu gelangen, kann 
man nach dem Passiren der Einfahrt von Port Phillip zwei Fahrwasser, West- 
und South Channel, benutzen. Das Westfahrwasser hat die gröfsten Wassertiefen 
und wird am meisten benutzt. Das Südfahrwasser, das bisher bei 61m Breite 
8,5m Tiefe bei Springtide-Niedrigwasser aufwies, wird jetzt auf die doppelte 
Breite und auf 10m Wassertiefe ausgebaggert. Die Baggerarbeiten sollen im 
Oktober d. J. fertiggestellt sein. 
Hafeneinrichtungen. Der Hafen von Melbourne, an der grofsen Bucht 
Port Phillip belegen, wird Port Melbourne, auch Sandridge genannt; er umfalst 
alle Häfen, Ankergründe, Flüsse u. s. w. der Hobson-Bucht innerhalb oder 
nördlich von einer Linie, die von der Nordwestecke der Fitzroy-Strafße in 
St. Kilda nach der Little Nelson-Strafse in Williamstown führt. Der westliche 
Theil der Hobson-Bucht ist der tiefere; er hat Tiefen von 5,5 bis 8,5m bei 
Niedrigwasser, während im östlichen Theile der Bucht dann nur 3,7 bis 4,6 m 
Wasser zu finden ist. Die 3,7 m - Grenze befindet sich etwa 550m vom Lande 
entfernt. 
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Port Melbourne, früher Sandridge, hat zwei Landungsbrücken von je 
etwa 610 m Länge für Seeschiffe. Die eine, Railway Pier genannt, mit vier 
Schienensträngen, erstreckt sich in Südsüdwestrichtung vom Lande und ist 
mit allen Vorrichtungen zum Löschen und Laden versehen; sie ist der Anlege- 
platz für die Postdampfer. Die Wassertiefe bei Niedrigwasser ist hier 8,5 m. 
Town Pier, die andere Landungsbrücke, liegt südöstlich von der erstgenannten 
und verläuft in SWzS-Richtung. Die Wassertiefen an dieser, die hauptsächlich 
von Segelschiffen benutzt wird, betragen bei Niedrigwasser an der Westseite 
7,9m und an der Ostseite 7,53m. Nach Berichten der Hafenbehörde jedoch 
sollen die Liegeplätze an dieser Landungsbrücke kürzlich stark versandet sein, 
so dafs zur Zeit nur auf etwa 6,7 m gerechnet werden kann. Der Grund ist 
weich, so dafs Schiffe ohne Gefahr festliegen können. Es wird beabsichtigt, 
diese Stellen durch Baggern wieder auf das ursprüngliche Maß zu vertiefen. Der 
Zwischenraum zwischen den beiden Landungsbrücken weist Tiefen von 7,9 bis 
8,5m bei Niedrigwasser auf. 
Eine durch Baggern hergestellte Fahrrinne von 183m Breite und 8,2 m 
Tiefe bei Niedrigwasser führt von der Hobson-Eucht nach der Railway-Landungs- 
brücke. Diese Fahrrinne ist an ihrer Ostseite durch zwei Tonnen, an der West- 
seite durch zwei Baken bezeichnet und ist, nach dem Bericht der Hafenbehörde, 
von dem Ostrande an gerechnet, in einer Breite von 122m bis zu 8,8 m vertieft 
worden. Es wird beabsichtigt, die Westseite des Fahrwassers (von 61m Breite) 
sobald als möglich auf dieselbe Tiefe zu bringen. 
Williamstown, der Hafen an der Südwestseite der Hobson-Bucht, hat 
zwei gröfsere und vier kleinere Landungsbrücken. 
Breakwater Pier erstreckt sich in Nordostrichtung 457m weit von 
Land und hat an seiner Nordwestseite 8,5 m Tiefe bei Niedrigwasser. 
Railway Pier ist in NzO-Richtung 396 m lang mit Tiefen von 8,5m bei 
Niedrigwasser an der äufseren Hälfte, 
Dock Pier ist nur 106 m lang und hat an den äufseren 60 m gleichfalls 
Tiefen von 8,5 m bei Niedrigwasser. 
Die übrigen drei Landungsbrücken, New Railway Pier, Ann Street 
Pier und Gem Pier, sind je 152 m lang mit Tiefen von bezw. 8,5 m, 3,7 m am 
inneren bis zu 6,1 m am äufseren Ende und 2,6 m bei Niedrigwasser. 
Drei rothe Verholtonnen liegen in gerader Linie zwischen Breakwater- 
und Railway Pier, zwei zwischen Railway- und Dock Pier und zwei zwischen 
Dock- und Ann Street Pier. 
Eine Fahrrinne von etwa 150m Breite und 8,5 m Tiefe bei Niedrigwasser 
führt zu den genannten Landungsbrücken. Die innere Seite dieser Rinne liegt 
in Linie mit dem äufseren Ende von Breakwater Pier in NWzW-Richtung. 
Der Yarra-Flufs. Die Einfahrt zum Yarra-Flufs wird den Seeschiffen 
durch eine künstliche Fahrrinne ermöglicht, die sich bei einer Breite von etwa
	        
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