Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1898
zwischen „Nymphe“ auf etwa 80° W-Lg und „Pera“ auf etwa 72° W-Lg, alle
Schiffe haben Wind in Orkanstärke.
Am 21. 2a (s. K. 7a) liest „Pera“ in 575° S-Br und 72° W-Lg den
niedrigsten Stand des Glases, 695 mm, ab. Kapt. J,. Neumann bemerkt hierzu
sehr richtig in seinem Journal:
„Dies ist wohl einer mit von den niedrigsten Barometerständen, die je bei Kap Horn
gewesen sind. Zu Zeiten orkanartige Puffer, hohe wilde See. Das Barometer fing allmählich an
zu steigen. Das Schiff arbeitete furchtbar, schlingerte mehrmals die Leeseite unter Wasser.“
Bis 4"a ist das Centrum bei „Pera“ (s. K.8), um 6"a erreicht es „Pal-
myra“ (s. K. 8a); der Luftdruck beträgt noch immer unter 695mm. Beide
Schiffe melden: „Alles ein Gischt, Schnee und Hagel.“ Gleichzeitig beobachtet
„Meridian“ den niedrigsten Barometerstand, 705,1 mm, bei NNO 11, den auch
die östlicher stehenden Schiffe haben. „Flottbeck“ hat von 4"a bis 8'a den
niedrigsten Barometerstand, 713 mm.
Um 7% a beobachtete man auf San Juan den niedrigsten Stand des
Glases mit 724,6 mm, die noch östlich von der Senkrechten zur Fortbewegungs-
richtung des Wirbels stehenden Schiffe „Poncho“, „Prompt“ und „Artemis“ erst
ım 8b a bezw. 704, 704,3 und 713,3 mm.
Das Centrum der Depression ist nun über den Kreis unserer Beobachter
nach SO hin entschwunden; sie stehen am 21. 8a (s. K. 9) unter der Wirkung
der stürmischen Winde auf der linken Hälfte der Rückseite; auf „Meridian“ voll-
zieht sich gerade das Ausschiefsen des Windes von NO auf NW; diese machen
sich für die am weitesten östlich stehenden Schiffe „Prompt“ und „Artemis“ bei
steigendem Barometer noch bis zum 21. Mitternacht bemerklich, wo deren
Barometer bei nordwestlichem Winde 5 wieder denselben Stand erreicht hat wie
am 20. 4" p.
Fig.l1.
2.182
At29
20.827
m
>
„|
»taatenT
7 Er
Payec
a
an°®
4.
50
m