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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Aunalen der Hydrographie und Maritimen Metcorologie, November 1898, 
bei diesen sind die Schiffsorte nach den observirten Bestecks ausgeglichen, was 
bei „Flottbeck“, der zwischen dem 17. und 25., und „Susanna“, die zwischen 
dem 17. und 26. keine Beobachtung hatte, nicht möglich war. 
Wir fassen die Schiffe gruppenweise zusammen. Die auf der Heimreise 
begriffenen, „Klio“, Susanna“, „Dione“, „Helicon“ und die ausreisende „Nymphe“ 
bilden die westliche Gruppe, die östliche setzt sich aus den auf der Ausreise 
befindlichen „Pera“, „Palmyra“, „Meridian“, „Prompt“, „Poncho“ und „Artemis“ 
zusammen, zu denen sich der mit achterlichem Winde heimwärts eilende 
„Flottbeck“ gesellt. Auch die Beobachtungen auf dem Leuchtthurm San Juan’) 
auf der Nordostspitze von Staaten-Eiland wurden zu dieser Gruppe hinzugezogen. 
Die Wetterlage am 19. April mittags giebt Kärtchen 1. Ein Gebiet 
niedrigen Luftdruckes von 735 mm befindet sich auf etwa 57° S-Br und 85° W-Lg 
im langsamen Fortschreiten nach Ost begriffen, es läfst sich bis zum 20, nach- 
mittags verfolgen, wo es in etwa 68° W-Lg von einer neuen, inzwischen von 
Westen herangenahten sehr tiefen Depression erreicht wird. Unter seinem KEin- 
Auf haben sämmtliche Schiffe mäfsige bis frische nordwestliche Winde.. 
Auf den von Norden kommenden, westlich von 85° W-Lg stehenden Schiffen 
„Klio“, „Susanna“ und „Dione“ ist das Barometer mit der Breitenänderung all- 
mählich gefallen, auf den östlich von 85° W-Lg befindlichen Schiffen ist es bis 
Mittag den 19. gestiegen, mit Ausnahme von „Palmyra“, wo der höchste Stand 
am 19. 8a eintritt, und „Flottbeck“, wo das Steigen nach vorherigem Fall noch 
bis Mitternacht anhält, was dadurch erklärlich ist, dafs „Flottbeck“ von niederem 
nach höherem Druck zu segelt. Mit dieser letzten Ausnahme beginnt vom 19. 
Mittag ab das Barometer zu fallen, und zwar auf der östlichen Gruppe bis zum 
20. mittags bezw. 4" p ganz allmählich, auf der westlichen jedoch mit Ausnahme 
der „Nymphe“ stark, so auf „Klio“ bis 20. 4”a um 11, auf „Susanne“ um 9, 
auf „Dione“ und „Helicon“ um je 5 mm. Auf diesen Schiffen treten auch am 
19. nachmittags und 20. vormittags Anzeichen auf, welche auf schweren Sturm 
schlielsen lassen. So meldet 
„Klio“: 19, p. Abflauender Wind, Hof um den Mond. Untere Luft von West zichend. 
20. a. Böige Luft, Wind bis zum Sturm zunehmend, hohe See, regnerisch. 
„Susanna“: 19. p Wind, See zunehmend, etwas Regen, 20. a. Ununterbrochener Regen, 
von iha rasch abflanend. 10ha. Wind schnell zunehmend, anhaltender Regen, ausbrechender 
Sturm, sehr drohende Luft, 
„Dione“: 19, p. Sehr hohe Südwestdünung. 20. a. Von öhab Regen, zunehmende Briese, 
drohende Luft, hart fallendes Barometer (3 mm in der Stunde, später noch mehr). 
„Helicon“: 19. p. Hohe Nordwestdünung, regnerisches Wetter, abflanend, Schmutt. 10h p. 
Steifer NW mit strömendem Regen, 20. 2ha, Plötzlich flau und westlich drehend, abnehmende See, 
von 10ha schnell zunehmender Nordwestwind, dicke bezogene Luft, heftiger Regen, gegen Mittag 
voller Sturm. 
„Nymphe“: 20. a. Drohend aussehende Luft, hohe durcheinander laufende Dünung. 
Am 20. 8a (s. K. 3) prägt sich die von West herannahende Depression 
bereits erkennbar aus, unter ihrem Einfluß stehen „Klio“, „Susanna“, „Dione“. 
Auf „Susanna“, die gerade auf dem Wege des Centrums liegt, ist der Barometer- 
fall am bedeutendsten, 9 mm in vier Stunden; die südwestlich etwa 150 Sm von 
ihr stehende „Dione“ beobachtet einen Fall von 8 mm, während das Glas der 
etwa 430 Sm in NNW befindlichen „Klio“ um 6 mm gefallen ist. „Helicon“ auf 
78,5° W-Lg hat 3 mm Fall, die etwa 260 Sm südlicher stehende „Nymphe“ nur 
1mm. „Klio“ hat unverändert NNW 7, bei „Susanna“ ist der Wind von NNW 
auf Nord gegangen und hat auf Stärke 8 aufgefrischt, auf „Dione“ ging der 
Wind auffrischend von NNW auf Ost. 
Um 12% mittags am 20. (s. K. 4) hat der Sturm in orkanartiger Stärke 
„Susanna“ und „Dione“ befallen, das Minimum hat sich bis auf 710 mm vertieft 
und den Meridian von 85° W-Lg überschritten. Die hier in etwa 54° S-Br etwa 
80 Sm südlich vom Centrum stehende „Dione“ hat Ost 11, während auf „Klio“, 
die sich auf demselben Meridian, aber in 45!/%° S-Br befindet, das Barometer 
schon wieder seit 8"a um 3 mm gestiegen ist und auch weiter im Steigen bleibt 
(vgl. Fig. 2a). Wir werden des Weiteren „Klio“ aus der Betrachtung ausschließen, 
da sie auch bald in den Bereich einer neuen Depression geräth. 
4) „Anales de la Officina Meteorologica Argentina.“ Buenos Aires 1897. Die Beobach- 
tungen sind 7ha, 2hp und 9hp gemacht, geben Barometer- und ""’hermometerstand, absolute und 
‚elative Feuchtjigkeit, Bewölkung, Richtung, aber nicht die Stärke des Windes.
	        
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