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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1898. 
Frischer und Dauerproviant ist in jeder Menge und zu billigen Preisen 
zu haben. 
Die Wasserversorgung (S. 328 a. a. 0.) der Schiffe, die an den Landungs- 
brücken und Kajen im Hafen liegen, geschieht durch die städtische Wasserleitung 
zum Preise von 3 Mk. für 1000 Gallonen = 4t. Die auf der Rhede vor Anker 
liegenden Schiffe können Trinkwasser zu 5 Mk. die Tonne von der Schlepp- 
dampfer - Gesellschaft bekommen. Bei Lieferungen über 50 t tritt eine Preis- 
ermäfsigung von 1 Mk. für jede Tonne darüber ein. Das Hafenwasser ist salzig. 
Bunkerkohlen (S. 6 und 328 a, a. 0.), New South Wales-Kohlen werden 
stets von mehreren Firmen bis zu etwa 3000 t gehalten und in Prähmen längs- 
seits der Schiffe geliefert. 
Rettungsstation (S. 336 a. a. O.)., Ein Raketenapparat ist an der Küste 
querab von Adelaide vorhanden. Derselbe kann nach irgend einem Küstenpunkte 
zwischen Port Adelaide und dem Flusse Glenelg geschafft werden. 
Zur Deviationsbestimmung (S. 336 a. a. 0.) sind fünf Tonnen im Nord- 
arm des Flusses verankert, Mit der Kompalfsregulirung beschäftigen sich ver- 
schiedene von der Behörde beglaubigte Personen. Nach der Hafenordnung darf 
kein Schiff von Port Adelaide in See gehen, dessen Kompasse nicht innerhalb der 
letzten 12 Monate nachweislich regulirt worden sind. Kiserne Schiffe sollen nach 
denselben Bestimmungen mindestens alle sechs Monate die Deviation ihres Regel- 
kompasses bestimmen, wenn der Schiffsführer nicht die gute Beschaffenheit des- 
selben nachweisen kann. 
Docks und Ausbesserungswerkstätten (S. 329 a. a. O.). Docks sind 
nicht vorhanden; die größte der Aufschlepphellinge kann Schiffe im Gewicht von 
1500 Registertonnen aufnehmen. Die Kosten befragen für die Registertonne für 
Auf- und Abschleppen je 0,85 Mk., für jeden Tag 0,42 Mk. 
An Maschinenbau- Ausbesserungswerkstätten bestehen außer den 
der Regierung gehörigen, mehrere private; dieselben können alle vorkommenden 
Arbeiten ausführen. Einzelne dieser Firmen bauen auch Boote und kleine Schiffe. 
An Bergungseinrichtungen besitzt die Schleppdampfer - Gesellschaft 
Dampfer, Prähme, eine grofßse Pumpe und Taucher. 
Schiffsverkehr (S. 328 a. a. O.). Im Jahre 1897 liefen in den Hafen: 
Dampfer mit Ladung 770 mit 1418 164 Registertonnen. 
Dampfer in Ballast 31 19 425 » 
Segelschiffe mit Ladung 129 „ 105201 
Segelschiffe in Ballast 6 3.5983 n 
Davon waren deutsche: 
Dampfer mit Ladung 41 mit 141 035 Registertonnen. 
Segelschiffe mit Ladung 6 7572 » 
Die vorherrschende Flagge ist die englische. 
Aufser Kokes, Holz und Erzen, die meist auf Seglern verfrachtet werden, 
und jeweils auch Getreide geht alles Frachtgut mit Dampfern. 
Ein- und Ausfuhr (5. 329 a. a O.) betrug im Jahre 1897 4198716 & 
bezw. 4150890 £. 
Allgemeines. In Adelaide sind viele Deutsche ansässig, darunter auch 
Prediger und Aerzte; die Bevölkerung der Kolonie Süd-Australien wird auf 
360000 geschätzt, darunter etwa 15000 bis 20000 Deutsche, in Port Adelaide 
etwa 100. 
Port Adelaide ist Heimathshafen von 115 Dampfern mit einem Raumgehalt 
von 32 761 Registertonnen und von 113 Segelschiffen mit einem Raumgehalt von 
7147 Registertonnen. 
Fischerei wird nur von einigen kleinen Booten zur Deckung des lokalen 
Bedarfs betrieben. 
An schiffbaren Wasserstrafsen im Innern der Kolonie ist nur der Murray- 
Fluß vorhanden, der von Fahrzeugen bis zu 1'/2 n Tiefgang befahren werden 
kann. Die Verbindung dieses Flusses mit dem Hafen wird durch die Kisenbahn 
vermittelt. 
13€ 
Der Norddeutsche und der Germanische Lloyd haben Agenten am 
Ort, ein deutscher Schiffsmakler ist vorhanden, ebenso mehrere Seeassekuranz- 
Gesellschaften.
	        
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