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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November 1898.
Strom zwischen der Icore-Mündung und Matupi.
S. M. S. „Möwe“, Kommandant Korv.-Kapt. Merten.
Der Strom setzte, wie folgt:
Datum
1898
R.BRr
O-Le
Strom
Stärke
Sm
Juni ı
7° 53' 147° 58
7° 58' | 147° 57
(9 58 149° 832,2
942 | 151° 20,5
547,7‘ | 152° 35,6'
Im St. George-Kanal
Kein Strom
NW
N 81° W
Ss 859° W
Westlich
Nord
1?
8
3
3
1.5
Am 18. Juni war regnerisches Wetter mit starken Niederschlägen und
schnell vorübergehendem Gewitter. Der Wind, der morgens SO war, ging über
Süd auf WNW und abends zurück auf SSO.
Ansteuerung der Ostküste Neu-Pommerns.
Ss. M, S „Möwe“, Kommandant Koryv,-Kapt. Merten, Juni 1898.
Am 18. nachmittags wurde, da ein observirtes Besteck nicht zu erhalten
war, Land angesteuert. Bei dem unsichtigen Wetter wurde die Orientirung da-
durch erschwert, dafs die Formationen des Landes, der Kaps und Spitzen von
Kap Quoy bis Orford N. ganz gleichmäfsig sind. Bei letzterem Kap erkennt
man auf einer Entfernungen den auf der Karte verzeichneten Krater, der sich
als scharfer, nach See zu gzeöffneter bewaldeter Halbkreis markirt.
Segelanweisung für die Langemak-Bucht. )
S. M. S. „Möwe“, Kommandaut Korv.-Kapt. MERTEN.
Kurse und Peilungen mifsweisend.
Man halte etwa die Mitte der Bucht und laufe mit WzS- Kurs auf das
Missionshaus zu. Letzteres ist nicht sichtbar, wenn man sich mehr am Nordufer
befindet, Steuert man das Haus mit dem genannten Kurse an, so erscheint die
rechte Kante des Hauses über der bewaldeten Huk ziemlich im Innern an der
Nordseite der Bucht östlich des Dorfes Simbang, Man hält den Kurs, bis man
die einzige vorspringende Ecke des Südufers, von der ein kleines Riff
herausgeht, an B.B. querab hat. Alsdann führt der Kurs SW auf den Anker-
platz. Mit diesem Kurse hat man recht voraus die Mündung eines kleinen Flusses,
recht achteraus die Nordhuk der Bucht.
Man ankere auf 36 bis 45m Wasser. In dieser Südwestecke der Bucht
ist der einzige Ankerplatz, Derselbe gewährt Schutz gegen alle Winde, aus-
genommen aus OzN bis NO.
Vor der Mündung des Bubui steht bei Dünung und östlichen Winden
starke Brandung. In der Mündung des Flusses ist ein Fels etwa 1m Über
Wasser sichtbar, Beim Einlaufen mit Booten passire man diesen Stein etwa
20m an B.B.
Aus den Fragebogen der Deutschen Seewarte, betreffend Häfen.
Adelaide.
„Australia Directory“, Vol. I, 1897 — B. XII, 6 —.
Kaiserlicher Konsul H. Muecke, Mai 1898.
D. „Stuttgart“, Kapt. D. Köhlenbeck: Norddeutscher Lloyd. April 1898,
Jedes von See her kommende Schiff muß auf 5 Sm Entfernung von der
Gezeitensignalstation heifsen: die Flagge an der Gaffel oder Flaggstock, den
Schiffenamen und den Ort. woher es kommt, nach dem internationalen Signalbuch.
'\\ Die Karte der Langemak-Bucht wird denmächst erscheinen.