Ann. d. Hydr. etc., XXVI Jahrg. (1898), Heft XI.
1ä9
Aus den Reiseberichten Seiner Majestät Schiffe,
& 1
Jaquinot-Bucht. (Neu-Pommern). .
„Pacific Islands“, Vol. I— B. XII, 15 —, Seite 456.
S. M. S, „Möwe“, Kommandant Korv,-Kapt. Merten. Mai 1898...
Beim KEinlaufen in die Bucht wurden zwischen der Nordspitze des Kaps
„Cunningham“ und dem Observationspfeiler drei kleine niedrige Inseln gesichtet,
die dicht vor der Küste. liegen: dieselben sind in der Karte noch nicht eingetragen.
Möwe-Hafen (Neu-Pommern).
‚Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie“ 1897, Seite 417,
Ss. M. S. „Möwe“, Kommandant Korv.-Kapt. Merten, Mai 1898.
Am 9, Mai morgens wurde in den Möwe-Hafen eingelaufen; hierbei wurden
folgende‘ Beobachtungen gemacht:
Die‘ Position der Ross-Inseln ist auf der vorläufigen (D.'A. 90) Karte ‘der
Nord- und Südküste von Neu-Pommern — Tit. XII, No. 114b — zu östlich ein-
getragen. S. M. S, „Möwe“ steuerte die Südeinfahrt des Hafens mit Kurs N’ W
an, so dafs auf der Karte die Kurslinie über die Ross - Inseln führte, während
dieselben 3 bis 4 Sm an B.B.’ blieben. In der „Möwe“ -Arbeitskarte waren: die
Ross-Inseln bereits richtig eingetragen.
Von Möwe - Hafen aus wurden die Inseln durch Peilungen eingeschnitten,
und ergab sich ihre: Position danach ‚auf derselben Breite, ‚aber 3,5 Sm westlicher.
Südöstlich von der südlichsten dem Möwe-Hafen vorgelagerten Insel wurde ein
kreisrundes Riff ausgemacht, auf dessen‘ Mitte Steine sichtbar waren.
Dieses Riff ist etwa 600 m von der Südostecke der Insel entfernt; zwischen
Riff und Insel. scheint eine Durchfahrt von etwa 300m Breite zu sein.
S. M. S. „Möwe“ passirte das Riff an. B. B. und hielt sich längs der Küste
von Neu-Pommern. Im Hafen selbst wurden Abweichungen von der Karte nicht
gefunden; die dort: eingetragenen Riffe wurden gesichtet.
Nach Revision des: Pfeilers verließ S. M. S. „Möwe“ den Hafen durch
die nördlichste Einfahrt.
Langemak-Bucht (Kaiser Wilhelms-Land).
„Beschreibung der Nordostküste von Neu-Guinea“ (als Manuskript gedruckt), 1891, — B. XII, 30 —, S.46.
SM. S. „Möwe“, Kommandant. Korv:-Kapt.. Merten.
Zur Ansteuerung der Langemak - Bucht, von Ost kommend, hält man 'den
Sattelberg ‚an St. B. Auf letzterem erkennt man bald auf der südlicheren kleineren
Erhebung, .in einer Abholzung gelegen, das Missionshaus. Auch die in den
Nachrichten über Kaiser Wilhelms-Land gegebene Anweisung (keine Grasflecken
in den Höhenzügen südlich von Fiusch-Hafen) ist gut zu benutzen. Die Einfahrt
in die Bucht ist erst auf etwa 8 Sm Entfernung auszumachen. ‘Während die
Dampfboote einen Ankerplatz suchten, dampfte S. M. S. „Möwe“ nach Finsch-
Hafen und von dort nach Revision des Pfeilers zurück in. die Langemak - Bucht,
wo um 192 50" auf 45 m Wasser bei Südsüdostwind, Stärke 1, geankert wurde.
Icore-Mündung‘ (Kaiser Wilhelms-Land).
‚Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie“ 1897, Seite 417.
S. M. 8. „Möwe“. Kommandant Korv.-Kapt. Merten. dJuni 1898.
Am 14. und 15. wurde die Icore- Mündung. angesteuert und dazu eine im
vorigen Jahre aufgenommene Photographie benutzt. . Als Ansteuerungsmarke
diente ein spitzer Kegel auf dem zurückliegenden Höhenzuge., Ohne die Photo-
yraphie: ist diese Erhebung jedoch schwer wieder zu erkennen,
Ann. A. Hvar. etc... 1898, Heft XI.