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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Mängel im Fahrwasser des St, Lorenz-Stromes zwischen Montreal und Quebec. 
führern mittheilt, sondern dafs dieselbe schriftlich gegeben und im Amte selbst 
zu den Akten vermerkt wird. 
; 11. Die Durchführung des Verbotes, Asche und sonstigen Unrath im Kanal 
über Bord zu werfen, mul strenger, als bisher geschehen, gehandhabt werden. 
Es ist zweifellos anzunehmen, dafs die kanadische Regierung für Abstellung 
dieser von der Hafenkommission zu Montreal unumwunden anerkannten Mängel 
des Fahrwassers Sorge tragen wird; inzwischen ist bei der Befahrung desselben 
mit tiefgehenden Schiffen Vorsicht geboten. 
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Eine Expedition nach der Hudsons-Bai und -Stralse sowie dem 
Cumberland-Sund. 
Am 3. Juni 1897 wurde von Halifax eine Expedition nach der Hudsons- 
Straße und -Bai vom „Department of Marine and Fisheries“ abgesandt. Ihre 
Hauptaufgabe bestand darin, die Zeit festzustellen, während welcher die Schiffahrt 
durch Eis unbehindert ist, und Beobachtungen über die Eisbewegung anzustellen, 
besonders in der Hudsons - Strafßse, Durch frühere, von demselben Ministerium 
ausgesandte Expeditionen hatte man Einiges über die Eisverhältnisse erfahren, 
aber nicht genug, um die Zeitdauer der offenen Schiffahrt für Handelszwecke 
mit hinreichender. Genauigkeit feststellen zu können. KEbenso war man der 
Ansicht, dafs man gleichzeitig über die Fischerei in der Hudsons-Bai und -Strafßse 
sowie in dem Cumberland-Sund manche Aufschlüsse erhalten würde. 
Obwohl der Hauptzweck Feststellung des Werthes dieser Meeresgegenden 
als Handelsstrafse war, glaubte man doch auch andere werthvolle Aufschlüsse 
durch die Landung und den längeren Aufenthalt geologischer Abtheilungen an 
den Ufern der Strafse und Bai erhalten zu können und hatte demgemäß Vor- 
bereitungen getroffen, 
Ein Vertreter der Provinz Manitoba begleitete die Expedition im Interesse 
des Handels der Provinz. 
Der Waldampfer „Diana“ von St. Johns, Neufundland, wurde für 1400 Mk: 
den Monat gemiethet; die Auslagen für die Besatzung und die Ausrüstung wurden 
vom Ministerium getragen. 
Die „Diana“ verließ Halifax am 3. Juni 1897 unter Führung des Commanders 
William Wakeham und traf am 22. Juni in der Hudsons-Strafse ein. Sie traf 
überall in der Strafe beträchtliche Eismassen an, wodurch sie so lange aufgehalten 
wurde, dafs sie erst am 12. Juli die Hudsons-Bai erreichte. Vom 12. Juli an 
wurden mehrere Fahrten hin und her durch die Strafse gemacht, ohne dafs 
nun das Eis weitere Schwierigkeiten verursacht hätte. Während des Sommers 
wurde eine Fahrt nach dem Cumberland-Sund gemacht und dabei den Walfänger- 
stationen, die im Baffins-Land und an den Ufern des Sundes eingerichtet sind, 
ein Besuch abgestattet. Gegen den 17. Juli wurde eine Ladung Kohlen von 
Nord-Sydney abgesandt und in Nachvak während der ersten Augustwoche an Bord 
der „Diana“ geliefert. Im September kehrte der Dampfer durch die Strafse 
zurück und fuhr quer über die Hudsons-Bai nach Fort Churchill. Auf dem Rück- 
wege wurden die beiden Forschungsabtheilungen des „Geological Survey“, die schon 
früher abgesetzt waren, wieder an Bord genommen, und der Dampfer kehrte mit 
ihnen nach St. Johns in Neufundland zurück, 
Nachdem die. Mitglieder des „Geological Survey“ in St. Johns gelandet 
waren, ging die „Diana“ nach der Hudsons-Bai zurück, kreuzte in und außerhalb 
der Strafse und blieb dort bis zum 24. Oktober. Da die Eisgefahr nun zunahm, 
beschlofs der Kommandant, nach Halifax zurückzukehren. Die „Diana“ verliels 
die Hudsons-Strafse endgültig am 30. Oktober 1897 und erreichte am 11. No- 
vember nach einer stürmischen Reise Halifax. Sie wurde dann nach St. Johns 
geschickt, wo sie laut Vertrag am 1. Dezember abgeliefert werden sollte. 
i) Nach dem „30. Annual report of the Department of marine and fisheries“ ‚1897. 
Ottawa 1898. Bericht Seite 22, gezeichnet von F. Goudreau, Deputy Minister of Marine and 
Fisheries.
	        
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