Mängel im Fahrwasser des St, Lorenz-Stromes zwischen Montreal und Quebec.
führern mittheilt, sondern dafs dieselbe schriftlich gegeben und im Amte selbst
zu den Akten vermerkt wird.
; 11. Die Durchführung des Verbotes, Asche und sonstigen Unrath im Kanal
über Bord zu werfen, mul strenger, als bisher geschehen, gehandhabt werden.
Es ist zweifellos anzunehmen, dafs die kanadische Regierung für Abstellung
dieser von der Hafenkommission zu Montreal unumwunden anerkannten Mängel
des Fahrwassers Sorge tragen wird; inzwischen ist bei der Befahrung desselben
mit tiefgehenden Schiffen Vorsicht geboten.
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Eine Expedition nach der Hudsons-Bai und -Stralse sowie dem
Cumberland-Sund.
Am 3. Juni 1897 wurde von Halifax eine Expedition nach der Hudsons-
Straße und -Bai vom „Department of Marine and Fisheries“ abgesandt. Ihre
Hauptaufgabe bestand darin, die Zeit festzustellen, während welcher die Schiffahrt
durch Eis unbehindert ist, und Beobachtungen über die Eisbewegung anzustellen,
besonders in der Hudsons - Strafßse, Durch frühere, von demselben Ministerium
ausgesandte Expeditionen hatte man Einiges über die Eisverhältnisse erfahren,
aber nicht genug, um die Zeitdauer der offenen Schiffahrt für Handelszwecke
mit hinreichender. Genauigkeit feststellen zu können. KEbenso war man der
Ansicht, dafs man gleichzeitig über die Fischerei in der Hudsons-Bai und -Strafßse
sowie in dem Cumberland-Sund manche Aufschlüsse erhalten würde.
Obwohl der Hauptzweck Feststellung des Werthes dieser Meeresgegenden
als Handelsstrafse war, glaubte man doch auch andere werthvolle Aufschlüsse
durch die Landung und den längeren Aufenthalt geologischer Abtheilungen an
den Ufern der Strafse und Bai erhalten zu können und hatte demgemäß Vor-
bereitungen getroffen,
Ein Vertreter der Provinz Manitoba begleitete die Expedition im Interesse
des Handels der Provinz.
Der Waldampfer „Diana“ von St. Johns, Neufundland, wurde für 1400 Mk:
den Monat gemiethet; die Auslagen für die Besatzung und die Ausrüstung wurden
vom Ministerium getragen.
Die „Diana“ verließ Halifax am 3. Juni 1897 unter Führung des Commanders
William Wakeham und traf am 22. Juni in der Hudsons-Strafse ein. Sie traf
überall in der Strafe beträchtliche Eismassen an, wodurch sie so lange aufgehalten
wurde, dafs sie erst am 12. Juli die Hudsons-Bai erreichte. Vom 12. Juli an
wurden mehrere Fahrten hin und her durch die Strafse gemacht, ohne dafs
nun das Eis weitere Schwierigkeiten verursacht hätte. Während des Sommers
wurde eine Fahrt nach dem Cumberland-Sund gemacht und dabei den Walfänger-
stationen, die im Baffins-Land und an den Ufern des Sundes eingerichtet sind,
ein Besuch abgestattet. Gegen den 17. Juli wurde eine Ladung Kohlen von
Nord-Sydney abgesandt und in Nachvak während der ersten Augustwoche an Bord
der „Diana“ geliefert. Im September kehrte der Dampfer durch die Strafse
zurück und fuhr quer über die Hudsons-Bai nach Fort Churchill. Auf dem Rück-
wege wurden die beiden Forschungsabtheilungen des „Geological Survey“, die schon
früher abgesetzt waren, wieder an Bord genommen, und der Dampfer kehrte mit
ihnen nach St. Johns in Neufundland zurück,
Nachdem die. Mitglieder des „Geological Survey“ in St. Johns gelandet
waren, ging die „Diana“ nach der Hudsons-Bai zurück, kreuzte in und außerhalb
der Strafse und blieb dort bis zum 24. Oktober. Da die Eisgefahr nun zunahm,
beschlofs der Kommandant, nach Halifax zurückzukehren. Die „Diana“ verliels
die Hudsons-Strafse endgültig am 30. Oktober 1897 und erreichte am 11. No-
vember nach einer stürmischen Reise Halifax. Sie wurde dann nach St. Johns
geschickt, wo sie laut Vertrag am 1. Dezember abgeliefert werden sollte.
i) Nach dem „30. Annual report of the Department of marine and fisheries“ ‚1897.
Ottawa 1898. Bericht Seite 22, gezeichnet von F. Goudreau, Deputy Minister of Marine and
Fisheries.