Börgen: Ueber die Gezeitenerscheinungen in dem Englischen Kanal, 415
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50. Seilly-Inseln,Trescow
51. ® St. Agnes
52, Landsend, Longships
Rock. v0 + 04
53. Penzance . . .
54. Lizurd © 2.0.0. +
55. Falmouth . . .
56. Eddystone . . . .
27. Plymouth, Breakw. .
73. Salcombe . . .
’9, Start point. . . .-
60. Dartmouth . . . -
I. Lyme Regis , . .
62. Bridport. . . 2.
63. Portland Bill. . .
64. » Breakwater
65. Poole, Einfahrt ...
66. Christehurch . .
67. Needles point. .
68, West-Cowes . .
69. Southampton - .
70. Portsmouth, Dockyd
71. Ryde. . .
Hafen- | Fluthwechsel
zeit bei Springfluth
| Hafen- | Fluthwechsel
zeit bei Springfluth
m
Enezlische Küste.
792, Selsea Bill, . . +
73, Shoreham .
4. Brighton .
5, Newhaven . .
3. Beachey Head
*; Hastings .
‚ Dungeness .
1, Falkestone.
x Dover, °. -
„Deal. . .
\, Ramsgate ,
3. Margate. . .
;4. Nore 8
‚5. Sheerness l s
36. Gravesend | HE
37. London Bridge } &*
88. Gunfleet- Sand, NO-
Ende. ‚ . . +
89. Kentish Knock . .
90. The Naze . . “+.
31. Orfordness . . .
29, Lowestoft . . .
9, Great Yarmouth, Rh.
Ower-Feuerschiff .. .
A, Cromer +. 3 o «4
36. Spurn Point . . .
4 47
4 55
1
-1 35
11 15
11 51
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10 41
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117
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11 38
1 39
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6,1
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5 17
3 32
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3 92°
3,7
3,8
2,4
2,0
1,8
2,7
4,5
5,7
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A
2.1
Wenn man diese Zahlen aufmerksam durchsieht, so fallen einige Punkte
auf, die einer näheren Darlegung und wissenschaftlichen Erklärung bedürfen.
Zunächst fällt auf, daß im Englischen Kanal der Fluthwechsel bei Springfluth im
Allgemeinen an der französischen Küste gröfser ist als an der englischen und
dafs derselbe in der normannischen Bucht (No. 6 bis 18) zu ganz ungewöhnlicher
Höhe anwächst, eine Erscheinung, welche sich an der englischen Ostküste in dem
tief ins Land schneidenden Meerbusen The Wash, wo bei Lynn ein Springfluth-
wechsel von mehr als 7 m beobachtet wird, in geringerem Mafse wiederholt.
Lassen wir diese tiefen Einbuchtungen jedoch außer Betracht, fassen wir also
nur solche Punkte ins Auge, welche an den Aufsenküsten des hier in Frage
stehenden Gebietes liegen, so bemerken wir ein abwechselndes Größer- und
Kleinerwerden des Springfluthwechsels. Wir Kkonstatiren ziemlich hohe Fluth-
wechsel im Westen des Gebietes, welche zwischen Portland Bill und Poole einer-
und den Casqueis bis Kap La Hague andererseits bis zu einem Minimum ab-
nehmen, von hier aus nach Osten zu wieder wachsen, um bei Hastings einer- und
Treport andererseits ein Maximum zu erreichen. Beim weiteren Verfolgen sehen
wir, dafs der Fluthwechsel nach Osten bezw. Norden stetig abnimmt und bei
Great Yarmouth einer- und Texel andererseits neuerdings ein Minimum erreicht,
während weiter nördlich bezw. östlich erheblich gröfsere Fluthwechsel verzeichnet
werden, wofür Spurn Point bezw. Ameland und Helgoland als Beispiele dienen
können,
Betrachten wir den Verlauf der Hafenzeiten, so fällt zunächst auf, dafs
dieselben sowohl im Kanal wie längs der belgisch - niederländischen Küste von
Westen nach Osten wachsen, während sie längs der englischen Ostküste von
Norden nach Süden größer werden. Wir bemerken aber auch, wenn wir eine
Karte zu Hülfe nehmen, auf der die Entfernung der Orte untereinander ab-
gemessen werden kann, dafs die Geschwindigkeit, mit welcher die Hafenzeit sich
ändert, in verschiedenen Theilen des Gebietes recht verschieden ist. Wir wollen
hier nur als besonders auffallend hervorheben, dafs an der englischen Küste von
Selsea Bill bis Dover die ganze Küste ziemlich gleichzeitig Hochwasser hat,
während an der gegenüberliegenden französischen Küste eine regelmäfsige Zunahme
der Hafenzeiten beobachtet wird. Ferner, dafs an der holländischen Küste von
Hoek van Holland bis Texel das Fortschreiten der Hafenzeiten sehr auffallend