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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1898. 
Die Hafeneinrichtungen in Auckland (Neu-Seeland). ” 
Aus einer vom Sekretär und Schatzmeister des „Auckland Harbour Board“ 
veröffentlichten Zusammenstellung der Hafeneinrichtungen in Auckland entnehmen 
wir das Folgende: 
Der Hafen von Auckland wird durch einen ausgedehnten land- 
umschlossenen Einschnitt am südlichen Ende des Hauraki-Golfes gebildet. 
Der Aufsenhafen beginnt etwa 6 Sm östlich von North Head (Waitamata), 
welches die nördliche Grenze des inneren Hafens bildet. 
Der innere Hafen ist etwa 15 Sm lang bei einer Breite, welche zwischen 
2 Sm am Eingang und 1 Sm schwankt. Das tiefe Fahrwasser hat eine durch- 
schnittliche Breite von % Sm. Der innere Hafen ist durch vorliegende Inseln 
und die Halbinsel Waitamata völlig gegen alle Winde geschützt und bietet 
Raum für die gröfsten Flotten der Welt auf geschützten Ankerplätzen. 
Die Wassertiefe beträgt 16,5 m (9 Fad.) bei Niedrigwasser-Springzeit, an 
einzelnen Stellen 9,1 m (5 Faden). 
Der Fluthwechsel beträgt 2,4 bis 3,7 m (8 bis 12°). 
Der Hafen ist gut befeuert und betonnt. 
Ladebrücken. Fünf große und bequeme Ladebrücken mit zahlreichen 
Armen sind nahe den Hauptstraßsen der Stadt von den Hafenbehörden erbaut. 
Diese Ladebrücken sind durch Gaslaternen ausgiebig erleuchtet, mit starken 
Krähnen und mit Ladungsschuppen ausgestattet, welche das gleichzeitige Lagern 
von über 18 000 t Ladung ermöglichen. Die Ladebrücken haben eine nutzbare 
Kailänge von 4570 m und sind durch Schienengeleise, welche bis zum Kopf der 
Railway Wharf laufen, mit den Bahnhöfen verbunden. Dicht neben diesen Lade- 
brücken liegen die Lagerhäuser für gefrorenes Fleisch, so dafs dieses von den 
Dampfern direkt aus dem Lager geladen werden kann. 
Trinkwasser. Quellwasser wird durch die städtische Wasserleitung his 
nach den Ladebrücken geleitet. Das Wasser ist gut, und 2700001 (60000 Gallonen) 
können in der Stunde geliefert werden. 
Trockendocks. Das Calliope-Dock auf Waitamata ist 160m (525') 
lang und 30,5 m (100‘) breit, die Wassertiefe über der Schwelle beträgt 10 m 
(33), Das Auckland- Dock an der Stadtseite hat eine Länge von 95m (312*), 
eine Breite von 19,8 ın (65') und eine Schwellentiefe von 4,1 m (13'/’). 
An Schiffs- und Maschinenbauwerkstätten sind verschiedene große 
in der Stadt vorhanden mit einem Stamm ausgebildeter Arbeiter, so dafs gröfsere 
Ausbesserungsarbeiten schnell ausgeführt werden können. 
Lootsenwesen. Lootsenzwang besteht nicht wegen der Sicherheit der 
Hafeneinfahrten; der „Harbour Board“ stellt aber zuverlässige Lootsen an Schiffe, 
welche Lootsenhülfe verlangen. 
Kompafsregulirung. Zum Schwingen der Schiffe behufs Kompensation 
der Kompasse und Deviationsbestimmung sind vom „Harbour Board“, etwa 6 Sm 
von den Ladebrücken in einer geschützten von örtlichen Störungen freien Bucht, 
Dalben hergestellt, 
Hafensignale. Auf dem Berg Victoria befindet sich eine Signal- 
station, welche Schiffe auf 30 Sm Entfernung durch Signal meldet. Die Station 
ist mit der Stadt telephonisch verbunden. 
Verkehr im Hafen, Hafenabgaben. Im Jahre 1896 verkehrten 
2449 Segelschiffe und 3489 Dampfer mit einem Gesammttonnengehalt von 783 430 t 
im Hafen. Der Verkehr im Hafen geht hauptsächlich nach den Südsee-Iuseln. 
Die Hafenabgaben sind sehr gering und die Dockgebühren mäfsig für 
Tan lelsschifle; Kriegsschiffe aller Nationen können die Docks ohne Bezahlung 
jenutzen. 
Ein Seemannsheim iet durch die Stiftung eines kürzlich verstorbenen 
Bürgers (Mr. Costley) seiner Zeit sicher gestellt und grofs und behaglich 
eingerichtet. 
„New Zealand Pilot“ — RB. XIL 8 —
	        
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