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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1898
Die Westwinde, sowohl mit äquatorialer als ınit polarer Komponente, sind
demnach die vorherrschenden; erstere Komponente überwiegt im Sommer und
Herbst (unter 60 — 65° W Mai 23% NW von 128 Beobachtungen), letztere im
Winter und Frühling (unter 50 — 55° W 25°% SW von 247 Beobachtungen).
Sehr regelmäfsig wehen im Laufe des Jahres die Westsüdwestwinde, nur im
Herbst sind sie etwas schwächer vertreten. Die Westwinde, im Herbst und
Winter sehr häufig, werden im Frühling seltener, um im Sommer anzusteigen.
Am seltensten sind in diesen Gegenden die Ost- und Ostsüdostwinde, namentlich
im Herbst und Winter. Kalmen sind am häufigsten im Winter (Juli in 50—55° W
mit 6% von 247 Beobachtungen) und im Frühling, am seltensten im Herbst. Die
Stärke ist im Allgemeinen im Herbst und namentlich im Winter am gröfsten,
fast 5; sie stellt sich im Minimum auf 4 und erreicht im Ööstlichsten Theile
dieses Gebietes im Winter die Stärke 5,7 B.
Von den Windverhältnissen in 45 — 50° S, 55— 65° W giebt folgende
Tabelle eine Uebersicht in Procenten:
Tabelle 12.
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Man ersieht hieraus, dafs dies ein Gebiet veränderlicher Winde ist, in
welchem aber die Richtungen aus West mit schwachen äquatorialen und polaren
Komponenten stark in den Vordergrund treten. Im Ganzen wehen diese Winde
im Herbst und Winter aber häufiger als sonst. Oestliche und südöstliche
Richtungen kommen in keinem Monat über 4° mehr vor, am häufigsten sind
sie noch im Frühling und Sommer; nördliche Winde, im Sommer von mittlerer
Häufigkeit (5 bis 6%), sind im Herbst sehr schwach vertreten. Kalmen über-
steigen kaum 2°, nur im Herbst etwas häufiger (Mai unter 55 — 60° W 6°%o
von 118 Fällen). In der Nähe der Küste scheinen sie ebenfalls mehr vorzu-
kommen als in weiterer Entfernung davon. Die mittlere Windstärke beträgt 4,7,
das Minimum 4,3 im Sommer und Frühling, das Maximum 5,3 im Winter, doch
herrscht auch im Herbst im östlichen Theile stärkerer Wind,
Tabelle 13.
50-— 55° S, 60 — 70° W.
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