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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1898. 
Zwischen dem 25. und 35. Parallel, westlich von dem oben erwähnten 
Kern hohen Luftdruckes, wehen demnach, übereinstimmend mit dem Buys- 
Ballotschen Gesetze, vorwiegend Winde aus nördlichen und nordöstlichen 
Richtungen, im nördlicheren Theil dieses Gebietes stetiger als im südlicheren, 
und im ersteren namentlich im Sommer stark vorwaltend. Aber auch die süd- 
östlichen Richtungen treten stark in den Vordergrund in allen Jahreszeiten, mit 
Ausnahme des Südwinters, unter 25 — 30° S stärker als unter 30 — 35° S. In 
der kalten Jahreszeit — Herbst und Winter — treten dafür namentlich in dem 
südöstlichen ‘Theile dieses Gebietes westliche Winde, besonders mit polarer 
Komponente, so häufig auf, dafs sie geradezu zu den vorherrschenden werden. 
Um dies zu zeigen, betrachten wir das Fünfgradfeld 30— 35° S, 40 — 45° W 
besonders: 
Tabelle 9. 
Die Monatswerthe in Procenten. 
en 1 x = v—. zZ a |=! | 
3 3 E & a = — Ps 
N <|Ä 853 5'5|E| 5 515 ä£ 
x > ZT Z8 = br = 
5155 ia Mm 
z 4 
; su | | A 
a | 215er 
EZ 
Em nA 196 iM == 
N / 14 9 30 + 3 5p 42 1 2' 6 2 10 5 2 
NNE | 6! ou 20 71 2131] 12 13 7] 00 [13] 5, 
NE 6; 1ı|19 | 26 39 6| 3 39 | 5 61 23 | 7'119 
ENE 3. 0'3 18 1 3 3'292 8 1204 3' 3 2535 2 
{ 17 
5| 24 
6| 3 
2 10 
SSW 
SW 
WSW 
W 
WNW 
NW 7 
NNW 7.) 
3 
i3 22 
4 | 
322 Im 
ol 3 
al vo | 
81 1 
26 
2.237686 8 ,10- | 
12 18| 36 | 8 24 .1, 3 [12 6 
1418| 42 [2411.15] 50 | ss 3 
1422| 40 |20| 5, 5| 30 7 
‚9 5| 16 10] 4) 21 161 7 2; 
132, 51 21 | 6| 3 | 3] 12 12 5: 
E 0 a 'l'9'9 2% 3. 0:70 
11 28 
91 7 
1 11 
4 ©} 
3 {2 
4 8 
7 
4 
8 
4 
ayhbach. I 
Sea [125 | 64 | 60 | - | 92 | 14520 | _ [152 [205 [1250| _ [62 1a] 66 | —_ 
ungen | ' } ; 
Die Zahlen schwanken freilich sehr stark, auch ist die Besetzung des 
Feldes in einigen Monaten schwach, indessen die stärker vertretenen Winter- 
monate scheinen doch deutlich das starke Vorwalten der südwestlichen Winde 
zu bestätigen, 
Südlich von 35° S beginut nun das grofse, über den ganzen südlichen 
Theil des Südatlantischen Ozeans sich erstreckende Gebiet herrschender west- 
licher Luftströmungen. Wie sehr diese Richtungen vorwalten, zeigt sich aus 
folgender Zusammenstellung, in welcher die Summen der mittleren monatlichen 
Häufigkeitswerthe der drei Fünfgradfelder — die beiden Hauptrichtungen Nord 
und Süd je zur Hälfte beiden Gruppen zugerechnet — nach östlichen und west- 
lichen Komponenten und nach Jahreszeiten zusammengestellt sind: 
35 — 40° S, 45 — 60° W. 
Sommer Herbst Winter Frühling 
Mit östlicher Komponente 105 112 82* 137 
Mit westlicher Komponente 168 169 206 145% 
Am meisten überwiegen demnach die westlichen Richtungen im Winter, 
die östlichen sind am häufigsten im Frühling. Diese Jahreszeit vereinigt auf sich 
das Häufigkeitsmaximum der aus östlichen Richtungen wehenden mit dem Minimum 
der aus westlichen Strichen wehenden Winde, Die Schwankungen in den einzelnen 
Jahreszeiten bewegen sich in beiden Richtungen ungefähr in denselben Grenzen; 
das Maximum ist das 1!/a bis 1%: fache des Minimums. Die procentische Häufigkeit 
der einzelnen Richtungen nach Monaten ist folgende:
	        
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