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Full text: 26, 1898

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1898, 
X 
8° 8°88‘ 9° 
—4 366 —4173 
—4317 en —4 123 
53° 17 567 363 —4 538 2 
54° 17 004 —4 289 
58° 31,9 X. = 17174 Y, = — 4312 
Z 
8° 8°8,8‘ 9° 
44 121 44090 
—31 
44 561 44533 
xyz 
44 116 
441 
44557 
Z. — 44349 
Wie man sieht, unterscheiden sich diese Werthe von den früheren, denen 
sie natürlich vorzuziehen sind, nur wenig, bei X und Y um 2y, bei Z um 47. 
Die Differenzen von Beobachtung und Rechnung erhalten hiernach die ver- 
besserten Werthe 
AX=108 SAY =30 1 
An die vorstehenden Ausführungen, die sich auf die Darstellung der 
Beobachtungsergebnisse beziehen, sei es gestattet, schliefslich noch einen die 
Beobachtungen selbst betreffenden Wunsch anzureihen. Für grofse Theile der 
Erdoberfläche ist unsere Kenntnifs der thatsächlichen Kraftvertheilung so dürftig, 
dafs jede einzelne zuverlässige Beobachtung, selbst wenn sie nicht die äufserste 
Schärfe erreicht, von großem Werthe ist. Mit recht geringfügigen Mitteln und 
mit dem Aufwande von wenig Zeit und Mühe ließe sich daher in solchen 
Gebieten — es gehören dazu vor Allem die Flächen der Ozeane — eine äußerst 
werthvolle Bereicherung unseres Wissens erzielen. Eine günstige Gelegenheit, 
Beobachtungen solcher Art anzustellen, bieten besonders die Reisen der Schiffe 
der Kriegsmarine — eine Gelegenheit, die wohl noch mehr ausgenützt werden 
könnte, als es im Allgemeinen geschieht.!) 
Was uns indessen vor Allem fehlt, das ist die Kenntnißs der Säkular- 
variation, und zwar bat dies seinen Hauptgrund darin, dafs die an sich schon 
nicht zu reichlichen Beobachtungen meistens ohne Rücksicht auf die Bestimmung 
dieser wichtigen Größe angestellt werden. Will man die im Verlaufe längerer 
Zeit vor sich gehenden, sogenannten säkularen Veränderungen mit Sicherheit 
feststellen, so mufs man von Zeit zu Zeit an demselben Orte, ja (wegen der 
Möglichkeit lokaler Störungen), so weit es angeht, genau an demselben Punkte 
beobachten. Das wird gewifs oft nicht möglich sein; aber in viel zahlreicheren 
Fällen unterbleibt es sicherlich nur deshalb, weil man sich der Wichtigkeit dieser 
Forderung nicht bewufst ist. Gerade für die Erledigung dieser Aufgabe wären 
nun die Fahrten der Kriegsschiffe, die gewisse Stationen immer und immer 
wieder anlaufen, besonders gut zu verwerthen. Es könnte, um nur ein Beispiel 
anzuführen, doch wohl kaum wesentliche Schwierigkeiten bieten, wenn durch die 
auf der australischen Station befindlichen Schiffe in planmäfsiger Weise alle 3 
oder 4 Jahre die erdmagnetischen Elemente an einigen Punkten der Samoa-, der 
Fidschi-, der Marshalls-Inseln, auf Neu-Guinea und in Sydney bestimmt würden. 
Und welches werthvolle Material wäre damit schon nach einem Dezennium 
gewonnen! 
Diese Ausführungen sollen durchaus nicht dazu dienen, die Bedeutung der 
vereinzelt und gelegentlich auch jetzt schon gemachten Beobachtungen herab- 
zusetzen. Wohl aber sollen sie nachdrücklich darauf hinweisen, dafs bei plan- 
mäfsigem und von theoretischen Erwägungen geleitetem Vorgehen eine ver- 
hältnilsmäfsig geringe Mehrarbeit den Werth der zu erzielenden Resultate ganz 
außerordentlich steigern würde. 
1) Seit Kurzem sind erdmagnetische Messungen erfrenlicher weise in das regelmäfsige wissen- 
schaftliche Arbeitsprogramm der Österreichischen Kriegsmarine aufgenommen worden, Gröfsere plan- 
mäfsige Arbeiten dieser Art verdankt man aus dem letzten Jahrzehnt besonders französischen, eng- 
lischen und nordamerikanischen Schiffen.
	        
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