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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1898.
Tabelle 3.
In Tabelle 2 ausgefallene Fünfgradfelder.
30—35° 8 |
50 — 55° W .
35 — 40° 8
55 — 60° W
40 — 45° 8
50 — 65° W
30—35°S ;
50 — 55° W |
Dezember '
CeN
17 3 1E
73 — 2,6
Sn
19 12 192
9 — 40
14 8 8
155 3 36
Juni
a ’ A
15 15 10
81 4 2128
Januar
x
. N
19 1210
39 3 40
x
123 a1 8
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11 11 9
La 3 40
Juli
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217 4 4.0
Februar | März
N
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25 17 16
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93 2 a4
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25 16 13
21 8 42
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‚102 — 41
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25 18 14
28 — 44
August
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30 14 14
51 92 2?
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25 20 13
55 am AN
April
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Oktober
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Mai
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139 1 4,0
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3 1 9
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\ —\
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1285 5 47
— November
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9% 2 26
I
35—40°S
55 — 60° W ;
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639 — 43
40 — 45° 8 \ } 5
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120 2 44
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20 10 10
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1162 1 2,8
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19 18 10115 12 10 A 122 21
194 4 49[173 2 401159 2 46
sc -_
18 16 22
7
11 14 14
59 1 34
2.1
SE
‚15 15 01219 19 121
Eine Diskussion der Windverhältnisse muß wohl ausgehen von der Be-
trachtung der Luftdruckvertheilung, da ja der Wind und Luftdruckdifferenzen
nothwendig zusammenhängen. Diese barometrischen Verhältnisse sind nun auf
dem in Frage stehenden Theile des Südatlantischen Ozeans ziemlich regelmäfsig:
ein Gebiet hohen Druckes lagert jahrein jahraus auf den mittleren Breiten des
Südatlantik mit einem Kern, der sich ungefähr über 30° S befindet und sich
mehr oder weniger bandförmig über den Ozean erstreckt; andererseits liegen in
der Nähe des Aequators, den Stillengürtel bildend, und in höheren Breiten, südlich
von 60° S, je ein Gebiet niederen Luftdruckes. In der warmen Jahreszeit
(Dezember bis Februar) zieht sich der Gürtel hohen Druckes auf einen enger
begrenzten Bezirk, ungefähr in der Mitte des Ozeans, zusammen, hingegen schliefst
sich die Zone niedrigen Druckes am Aequator an zwei auf dem afrikanischen
and dem amerikanischen Kontinent gelegene Depressionsgebiete an, deren ersteres
seine Wirkung ungefähr bis 20° W, letzteres bis ungefähr 30° W erstreckt. Vom
Winter zum Sommer (südhemisphärisch) verschiebt sich das Gebiet hohen Druckes
mehr südwärts um etwa 5°, sonst sind die Aenderungen der Luftdruckvertheilung
auf dem Südatlantischen Ozean im Ganzen gering, weil die südhemisphärischen
Kontinente im Gegensatz zu dem europäisch-asiatischen nicht ausgedehnt genug
sind, um grofse jahreszeitliche Aenderungen hervorzurufen, so dafs eigentliche
Monsune im westlichen Theile des Atlantik nicht vorkommen.
Entsprechend dem Buys-B allotschen Gesetz, wonach auf der Südhemisphäre
der Wind so weht, dafs ein mit dem Winde gehender Beobachter das Luftdruck-
maximum zu seiner Linken etwas hinter sich, das Minimum zu seiner Rechten
etwas vor sich hat, sehen wir deshalb auf den mittleren Breiten des Südatlantischen
Ozeans einen ungeheuren anticyklonischen Wirbel, der das Gebiet des baro-
metrischen Maximums zu seinem Centrum hat und dessen äquatoriale Seite von