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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1898. 
Man sieht daraus, daß etwa eine halbe Stunde vor bezw. nach Mittag 
oder Mitternacht das Azimut nicht mehr abzulesen ist. Dieser Nachtheil ist aber 
unbedeutend. 
Bei Höhen über 60° versagen die Tafelbücher, die sphärisch-trigonometrisch 
bezeichneten Azimute hören etwa !/2 Stunde vor Mittag auf, genau zu sein. Wenn 
dennoch die "Tafelbücher Azimunte bei geringer Sonnenhöhe geben, so sind diese 
Angaben durch andere Schlüsse gefunden. Ob das Instrument bei dem bekannten 
konservativen Sinn des Seemannes auch in Kreisen der praktischen Nautiker als 
Azimutinstrument Eingang finden wird, bleibt abzuwarten, Dem Schüler wird 
das Instrument als Kontrole seiner Rechnung grofsen Dienst erweisen. Dies zu 
erreichen, wäre mir die gröfste Genugthuung. 
Hamburg, den 7. März 1898. P. Matthieu, 
Beitrag zur Kenntnifs der Windverhältnisse auf der Segelroute 
von der Linie bis Kap Horn. 
Dr. H. Könıe. 
Bei Gelegenheit der Herausgabe einer neuen Auflage des Segelhandbuches 
des Atlantischen Ozeans seitens der Deutschen Seewarte sah sich die letztere 
veranlalst, eine beträchtliche Menge neuen Materials, das in den eingelieferten 
Schiffsjournalen der diesen 'lheil des Atlantik befahrenden deutschen Seeschiffe 
niedergelegt war, bearbeiten zu lassen. Die Auszüge aus den Journalen sind von 
einem inzwischen verstorbenen Beamten der Seewarte besorgt und von dem Ver- 
fasser dieses Aufsatzes — soweit sie die Windverhältnisse betreffen — übertragen 
und zusammengestellt worden und geben zusammen mit älterem Material die 
Grundlage zu zwei die Windverhältnisse des Atlantischen Ozeans darstellenden 
Karten des neuen Segelhandbuches je zweier südhemisphärischer Sommer- und 
Wintermonate (Januar, Februar und Juli, August) und des dieselben begleitenden 
Textes. Es erschien aber dem Verfasser wünschenswerth, nicht nur diese vier 
Monate, sondern das ganze Material den sich dafür interessirenden Kreisen zu- 
zänglich zu machen, und so ist diese Arbeit nach einem in den Grundzügen von 
Herrn Professor Dr. Köppen aufgestellten Plane entstanden. den ich nun mit 
einigen Worten erläutern möchte. 
Tabelle 1. 
Anzahl der Beobachtungen. 
&.Br 
; ! 
Dez. zannar. Febr, \März | Ansit] Mai | zuni | Juli "August! sent. | Okt. | 
Nov. | Jahr 
0— 5° 
5—10° 
10—15° 
15—20° 
20—25° 
25—80° 
30—35° 
35—40° 
10-—45° 
45—50° 
50—55° | 
5__ 80° 
103 
397 
427 | 
186 
624 
516 
578 
ö81 
520 
484 
374 
304 
263 
233 
202 
239 
231 
251 
389 
439 
454 
359 
371 
AR 
266 
247 
177 
263 
362 
466 
585 
541 
310 
557 
1449 
440 
709 | 606, 
293 | 418 
3223| 329, 
348 | 549 
484 ' 536 
327 | 435 
467 | 418 
333 | 489‘ 
237 | 584 
267 | 396, 
‚ 2839| 442 | 
19! 556 
319] 459: 498 
378| 432 630 
330 | 439! 498 
566| 591; 636 
s22| 600' 671 
6283| 512 1026 
659 | 663 1200 
754 | 733 1108 
697 | 655] 851 
659: 496° 575 
587 | 671| 32C 
Q13! 491 e21 
152 
71 
376 
328 
345 
417 
529 
722 
561 
881 
473 
17191 
260 340 ı 
196 242 
215 318 
193 345 
2835 474 
317 322 
138. 879 
492 | 382 
101 | 478 
295 | 349 
289 | 267 
BC‘. 424537 
430 
427 
346 
516 
609 
488 
381 
417 
318 
275 
312 
597 
4905 
4259 
3074 
5360 
5295 
5700 
6881 
6991 
6466 
5423 
5004 
7719 
Shamman 
ı 56984 | 4099 | 4993 4645 | 5753 | 7209 "6742 | 8644 | 7346 ! 3086 | 4348 | 5816 60005 
U & . # x 
Was zunächst das Material anlangt, so ist zu erwähnen, daß nur Journale 
deutscher auf der Ausreise begriffener Segelschiffe benutzt wurden, wie das der 
Fachmann sogleich erkennen dürfte an der in der Nähe des südamerikanischen 
Kontinents verlaufenden Route. Ebenfalls wird bekannt sein, dafs Aufzeichnungen 
über Windverhältnisse während der Fahrt alle vier Stunden gemacht. werden. 
Neben der Genauigkeit der Beobachtungen spielt aber noch die Anzahl derselben 
eine erhebliche Rolle, da mittlere Windverhältnisse ja nur aus einer grofsen 
Anzahl von Beobachtungen abgeleitet werden können. Um hierüher Auskunft zu
	        
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