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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar 1898. 
komponenten, sondern in Bezug auf die Elemente zu bilden. Im vorstehenden 
Beispiele würde man also mittels der Formeln 
Y X x Z 
gd= x H= 75 wi= X 
6 
aus X., Y,, Z, die folgenden Zahlen ableiten, in denen die letzte Stelle natürlich 
ziemlich bedeutungslos ist und in den meisten Fällen nur zur Verhütung einer 
übermäfsigen Fehleranhäufung mitgenommen zu werden braucht: 
d, = — 14° 5,2 i, = 68° 14,1‘ H, = 17708 y 
Durch Vergleichung dieser Werthe mit den vorher angegebenen, beob- 
achteten folgt 
48 = 10,8 4i = —15,8' 44H = 967 
. In den Fällen, in denen man so zu verfahren genöthigt ist, werden von 
diesen Differenzen eine oder auch zwei fehlen oder nur mit geringerem Gewicht 
in Ansatz zu bringen sein. Da gerade darüber der Beobachter selbst am sichersten 
ırtheilen kann, so liegt darin ein Grund mehr, zu wünschen, dafs er im Allge- 
meinen die Bildung der Differenzen selbst ausführen möge. Ausdrücklich betont 
werden mufs aber an dieser Stelle, dafs vollständigen Beobachtungen, d, h. solchen, 
die alle drei Elemente in ungefähr gleichwerthiger Schärfe umfassen, eine 
wesentlich gröfsere Bedeutung und Brauchbarkeit für die theoretische Forschung 
zukommt, als Messungen einzelner Elemente, besonders dann, wenn es sich um 
vereinzelte Beobachtungspunkte handelt. Ks liegt dies daran, dafs nur voll- 
ständige Messungen die Ermittelung der Komponenten, auf die sich die theoretische 
Betrachtung nothwendig stützen mufs, gestatten. Man sollte daher immer, soweit 
nicht dringende praktische Rücksichten eine Beschränkung der instrumentellen 
Ausrüstung nothwendig machen, oder Mangel an Zeit und ungünstige Witterung 
im einzelnen Falle die eine oder die andere Messung verhindern, vollständige 
Beobachtungen ausführen. 
Handelt es sich nicht, wie bisher angenommen wurde, um vereinzelte 
Beobachtungen, sondern um eine gröfsere Anzahl, die in verhältnilsmäfsig nahe 
bei einander liegenden Punkten angestellt worden sind, also im günstigsten Falle 
ım eine magnetische Landesvermessung, so ist es zweckmäfsig, einen anderen 
Weg einzuschlagen. Man wird in solchen Fällen am besten so verfahren, dafs 
man die von 5° zu 5° fortschreitende Tabelle zunächst durch Interpolation von 
Grad zu Grad vervollständigt. Innerhalb der Maschen des so gebildeten engeren 
Netzes kann man dann stets durch einfache Einschaltung mit ersten Differenzen 
allein auf die Beobachtungspunkte übergehen, was niemals einen auf 10 y an- 
steigenden Fehler einführt. Damit diese Grenze sicher gewahrt bleibt, ist es 
allerdings nöthig, dafs die vorbereitende Interpolation bis auf etwa 2 oder 37 
scharf durchgeführt wird, und das erfordert die Berücksichtigung von vierten, ja 
oft selbst von fünften Differenzen. Diese an und für sich ziemlich umfangreiche 
Operation (deren Genauigkeit man eigentlich nicht genug ausnutzt, wenn man 
bei der weiteren Interpolation die zweiten Differenzen aufser Acht läfst) wird 
ganz wesentlich dadurch erleichtert, dafs immer nur dieselben einfachen Inter- 
valle, nämlich + Z und + E auftreten. 
Bezeichnet man die zu irgend einem Werthe von @ (oder A) gehörigen 
Beträge der Funktion X, Y oder Z und der auf derselben Zeile stehenden 
Differenzen mit 4, 4, ... 4,, wobei 4, 4; 4, die Mittel aus den Zahlen in 
den beiden einschliefsenden Zwischenräumen darstellen, so sind die Funktions- 
werthe für @ + 2°: 
2 7 2 7 168 
(4 + 55 7» — 7360 4.) + (* 41 — 735 79 715625 4) 
and für + 1°: 
1 1 1 4 99 
(4, +t 50% — 954) + (£ EN
	        
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