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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September 1898, 
Ausrüstung, Frischer und Dauerproviant ist jederzeit zu verhältnifsmäfsig 
billigen Preisen zu haben. Seit einem Jahr schon besteht ein Verbot der Ein- 
fuhr und Durchfuhr von Rindvieh, Schafen, Ziegen und Schweinen und wird vor- 
aussichtlich noch einige Jahre in Kraft bleiben. Durch Nichtbefolgung desselben 
setzt man sich großen Unannehmlichkeiten aus. 
Mit sonstiger Schiffsausrüstung, als Tauwerk, Segel, Spieren u. 8, W., ist 
es schlecht bestellt. 
Ein Seekartendepot hat der Hafenmeister. 
Wasser ist sowohl durch Röhrenleitung an den Ladebrücken als aus 
Wasserbooten zu haben. Es kostet 2 fi. die "Tonne und ist, da Flulswasser, un- 
gekocht zum Trinken nicht zu empfehlen. 
Bunkerkohlen (E. A. S. 330). Bei den Agenten der Königl. Niederl. 
Packetfahrt-Gesellschaft sind bis zu 300 t Kohlen zu haben, feste Preise giebt 
es nicht. Für Kriegsschiffe einer befreundeten Macht giebt das Regierungs- 
kohlenlager Kohlen zum Selbstkostenpreis ab. Die Einrichtungen zum Kohlen- 
nehmen an den Kohlenbrücken sind sehr zweckentsprechende und gute, während 
das Kohlen aus Leichtern weniger gut von Statten geht. 
Schiffahrtsunkosten sind gering, da Makassar Freihafen ist. 
Das deutsche Konsulat liegt unmittelbar am Wasser in der Nähe der 
Ladebrücken: der Norddeutsche Llovd hat einen Aventen am Ort. 
Tandjong-Priok (Java). 
„Eastern Archipelago“, p. HI, 1593 — B. N. 17 — 
D. „Stettin“, Kapt E. Zachariae, Nordd, Lloyd, in regelmäfsiger Fahrt, 
„Ann. dd. Hydr. u. Mur. Met.* 1895. NS. 329%. 1897. 8. 268. 
Lootsenwesen (S. 94 a. a. 0.) Die Lootsen kommen nur auf Signal 
heraus und dann auch nur, wenn das Schiff sich bis auf 1 Sm der Hafeneinfahrt 
genähert hat. Wird kein Lootsensignal vom Schiffe gemacht, so kommt der 
Zwangslootse erst an Bord, wenn es die Hafeneinfahrt passirt. Beim Ausgehen 
verläfst der Lootse das Schiff meist gleich nach dem Ablegen; er ist aber ver- 
pflichtet, es bis außerhalb der Brechwasser zu bringen. Das Lootsengeld be- 
trägt: 2,50 fl. für Schiffe von 100 bis 500 cbm Inhalt (netto), 5 fl. mehr für jede 
weiteren 1000 cbm, nachts das Doppelte. 
Schleppdampfer (S. 95 a. a. O.). Eigentliche Schleppdampfer giebt es 
nicht, nur einige größere Dampfbarkassen, mit denen der Preis für das Schleppen 
nach Uebereinkommen festgesetzt wird. Für Segelschiffe ist zum Einlaufen die 
Annahme von Schlepphülfe unerläfslich. Die Schlepper kommen aber auch nicht 
weiter als 1 Sm heraus. Kapt. C. Friedrichsen vom Schiff „Senator Versmann“ 
mufste, in 3 Sm Abstand vom Hafen liegend, zwei Tage vergeblich auf Schlepp- 
hülfe warten. 
Ankerplatz (S. 97 a. a. O.). Schiffe, welche unangemeldet ankommen, 
thun besser, etwa 1 Sm nördlich von der Hafeneinfahrt anf der neuen Rhede 
von Batavia zu ankern, in der Nähe der schwarz und weiß gestreiften Boje, 
und den Lootsen abzuwarten, Der Ankerplatz ist gut. Während des Südost- 
monsuns kann man hier auch laden und löschen, dagegen ist dies während des 
Südwestmonsuns wegen der hohen See und Dünung unmöglich. Das Liegen auf 
Rhede bietet den Vortheil der frischen Briese, die namentlich im inneren Theile 
des Hafens fehlt. 
Strömung. Steigt das Wasser im Hafen, so setzt die Strömung nach 
Osten beinahe quer vor der Einfahrt vorüber, fällt das Wasser im Hafen, so 
läuft die Strömung vor der Einfahrt nach Westen. Im Nordwestmonsun ist auch 
hier die östlich setzende Strömung die stärkste und anhaltendste. 
Die Hafeneinrichtungen (S. 94 a. a. O0.) sind aufserordentlich bequem. 
Man liegt mit dem Schiff an einem Steinkai, auf dessen ganzer Länge grofse 
Lagerhäuser stehen. Den Kai entlang laufen doppelte KEisenbahngleise, auf 
denen die Ladung in Eisenbahnwagen an- und abgefahren wird und auf denen 
auch die fahrbaren Krähne sich bewegen, mit denen die Ladung vom Schiff in 
die Schuppen und umgekehrt direkt geschafft wird. Leichter werden auch noch 
zum Löschen und Laden benutzt. Die Kaigelder werden nach der benutzten
	        
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