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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Ans den Fragebogen der Deutschen Seewarte, betreffend Häfen, 
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deutsche Kolonie liegt nordöstlich von der Altstadt, etwa 1'2 km vom 
Landungsplatz. Eine Agentur der deutschen Palästina-Bank und eine Zahlstelle 
des Credit Lyonnais befinden sich am Ort. 
Aufser dem deutschen Krankenhaus ist noch ein englisches und 
ein französisches vorhanden, 
Das Klima ist subtropisch; trotz häufigen Vorkommens leichter Malaria 
kann es im Allgemeinen als für Europäer zuträglich bezeichnet werden. 
Die Eingeborenen sind an den Verkehr mit Europäern vollständig 
gewöhnt. 
Das deutsche Konsulat liegt in der deutschen Kolonie. 
Kaipara, Wairoa-Flufs (Nordinsel Neu-Seeland). 
„New Zealand Pilot“ 1891, Hydrogr. not. No. 2 1895. — B. XII, 8 —. 
Bark „Maria“, Kapt. H. Schnieders, Rheder Wilh, Höveler, Papenburg, Oktober 1897, 
Lootsenwesen (S. 250). Für den Wairoa-Flufs besteht Lootsenzwang. 
Die Lootsenstation liegt auf der Spitze Ponto innerhalb des Leuchtthurms, die 
Lootsen kommen in einem offenen Boot an Bord. 
Barre. Die Leitmarke durch den Galatea-Kanal bilden zwei 
NNO1!A40 bis SSW1AW etwa 600m voneinander stehende Baken, vom denen 
die obere auf dem höchsten Sandhügel stehende schwarz, die untere in. einem 
Gebüsch weifs ist; sie führt über Tiefen von mindestens 10 m (5'/2 Faden) bei 
Niedrigwasser. | 
Torry shoal. Zur Bezeichnung der Westkante dieser Untiefe liegt eine 
grofse rothe Tonne, zur Bezeichnung der Nordwestkante eine kleine rothe 
Tonne aus, beide etwa 4 Kblg. voneinander entfernt. 
Barresignale werden von dem Flaggenstock südöstlich vom Feuer- 
thurme gemacht und zwar bedeutet Flagge P, die Barre ist für Dampf- und 
Segelschiffe passirbar, Flagge S, sie ist nur im Schlepp von Dampfern passirbar, 
Flagge B, sie ist unpassirbar. 
Hoher Südwestseegang bringt hohe Brandung auf der Barre hervor, so 
dafs der Verkehr oft längere Zeit behindert, namentlich das Auslaufen für Segel- 
schiffe unmöglich ist. 
'Landmarken (S. 251). Der Feuerthurm und die obere Leitbake sind am 
besten auszumachen, doch sind die Baken, namentlich bei Südwestwind, wo es 
gewöhnlich diesig ist und die Luft voller Sandstaub, schwer zu sehen. Es 
wäre daher zur Auffindung der Einfahrt die Auslegung einer Ansegelungstonne 
erwünscht. 
Schleppdampfer sind vorhanden und haben eine feste. Taxe. Ihre An- 
nahme ist namentlich für Fremde empfehlenswerth, für Segelschiffe zum Auf- 
gehen nach Dargaville meist nothwendig. „Maria“ von 319 Registertons 
brutto zahlte eingehend mit 3,5 m Tiefgang, ausgehend mit 4,5 m Tiefgang je 
320 Dollar Schlepplohn bis bezw. von Dargaville. 
Gesundheitspolizei. Ein Gesundheitspaß wurde nicht verlangt. 
Zollamtliche Behandlung, Es wurde eine Proviantliste verlangt. 
Anweisung für den Galatea-Kanal (S. 251). . Ehe man sich der Barre 
nähert, bringe man die Leitbaken in NNO */4 O und steuere in diesem Kurs auf 
die Baken zu, bis die grofse rothe Tonne an St. B. passirt ist. Darauf 
dreht man allmählich auf North Head zu, wobei darauf zu achten ist, dafs man 
von der kleinen rothen Tonne genügend weit ab bleibt. Von hier steuere man 
nach dem Lande oder den von der Signalstation beim Leuchtthurm gegebenen 
Anweisungen. Das Loth ist fortwährend in Gang zu halten. ; 
Ankerplatz (S. 253). Der Ankerplatz nördlich der Spitze Ponto ist 
gut, das Ankern, bevor man den Feuerthurm passirt hat, ist mit Gefahr und 
meist mit Verlust des Ankers verbunden. . 
Ausrüstung. Frischer Proviant ist wohlfeil, sonstige Ausrüstung nur 
wenig zu haben. Für das Vonbordgeben von Steinballast wird 2 sh für die 
Tonne bezahlt, für Sandballast 1sh, letzterer wird auch unentgeltlich ab- 
genommen. Seekarten und nautische Bücher sind beim Lootsenkommandeur 
zu haben.
	        
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