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Full text: 26, 1898

Schmidt: Ueber die Darstellung der Ergebnisse erdmagnetischer Beobachtungen. 
liefert für 41 =—8°8,8' und # = 45°, 50°, 55°, 60° die folgenden Werthe von Z, 
denen ich sogleich das zugehörige Differenzenschema hinzufüge: 
39 803 
2877 ; 
42 680 —577 
2300 198. 
44 980 —379 
1921 
46 901 
95 
Danach ist 4, = 44 980, 4, = 2111, 4, = — 379, 4, = 198, 
Eigentlich sollte auch bei A, das Mittel aus zwei Werthen genommen 
werden, was die Hinzunahme einer weiteren Reihe von Z-Werthen, nämlich der- 
jenigen für @ = 65°, nöthig machen würde. Die Benutzung des ‚einzelnen 
Werthes 198 ist jedoch hinreichend genau. und ist so lange gerechtfertigt, als 
man vierte Differenzen außer Acht läßt. 
Die Berechnung des interpolirten Werthes für den durch das Intervall- 
verhältnis m bestimmten Zwischenpunkt liefert den Werth 
m? m (m — 1) 
A +Hmdı +5 dr tr Az — 45 
Da der höchste in den Tabellen von X, Y, Z vorkommende Betrag von 
4, ungefähr 3007) ist, so genügt es, den Faktor dieser Größe der folgenden 
kleinen Hülfstafel zu entnehmen: 
m 0,0 +01 +02 +0,38 +04 +05 
mm — 3) 000 4002 F003 F005 F006 70,06 
Im vorliegenden Falle ist m = — 0,294, und es wird somit 
Z =— 44980 — 620,6 — 16,3 + 9,9 = 44 353 
Die so für die Kraftkomponenten gefundenen Werthe, die ich als Ergeb- 
nisse der theoretischen Rechnung durch den Index r kennzeichnen will, sind also 
X. = 17176 Y, = — 4310 Z. = 44353 
Die beobachteten Werthe X,, Y,, Z, leite ich aus den für 1885,0 geltenden 
Werthen der Deklination d, der Inklination i und der Horizontalintensität Hab, 
die sich aus den Jahresmitteln der Messungen in Wilhelmshaven für 1884 und 
1885 ergeben. Nach diesen war zur Epoche 1885,0 
dd — — 13° 54.9 ip = 67° 58,80 Hy = 0,17 804 cm 7 Sg #5 71 = 178047 
Mit Hülfe der bekannten Formeln 
X = Hcosd Y = Hsin d Z = Hitgi 
findet man hieraus 
X, = 17282 Yır — 4282 Zu = 44004 
Vergleicht man diese Zahlen mit den soeben berechneten, so findet man 
die im Sinne von (Beob. — Rechn.) gebildeten Differenzen 
4X = 106 AY=28 42 = —349 
Diese drei Differenzen bilden, natürlich unter Angabe der Epoche, das für 
die Verbesserung der Grundlagen der Theorie gewünschte Resultat der Beob- 
achtung; sie sollten, wenn irgend möglich, stets neben den durch die Messung 
gefundenen Werthen der Elemente angegeben werden. Eine Korrektion wegen 
der Säkularänderung wird an diesen Zahlen besser nicht angebracht; diese zu 
berücksichtigen, gehört mit zu der allgemeinen Ausgleichungsrechnung, die später 
einmal auf Grund des ganzen in dieser Form gewonnenen Materials unternommen 
werden kann. 
In vielen Fällen werden nur Beobachtungen eines Elements, meistens 
der Deklination, angestellt, oder es sind die Messungen der verschiedenen 
Elemente an Genauigkeit nicht gleichwerthig. Alsdann ist es zweckmäfsiger, 
die Differenzen von Beobachtung und Rechnung nicht in Bezug auf die Kraft- 
Ann. d. Hydr. ete.. 1895. Heft I.
	        
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