Makassar-Strafse, Inseln und Riffe im südlichen Theile,
wechseln, drei Tage nach dem ersten Viertel, als die Monddeklination ungefähr
Null war, wahrgenommen.
Strömungen. Die Strömungen laufen hier so unregelmäfsig, dafs sich
ihre Richtung und Geschwindigkeit nicht in eine Regel zusammenfassen lassen.
Jedenfalls werden sie von der Richtung, Stärke und Dauer des Windes beträcht-
lich beeinflußt.
Während der Monate, in welchen die westlichen Winde vorherrschten, lief
immer östlicher Strom und während des Ostmonsuns westlicher, Die Strom-
geschwindigkeit überstieg selten !/s Sm in der Stunde. Nach schweren Böen, bei
den Huken der Inseln und in den Kanälen zwischen den Inseln wurden jedoch
Geschwindigkeiten von 2'/a Sm in der Stunde bemerkt.
Mifsweisung. Auf Dewakang besar wurden 2° 15‘ und auf Karang
Marasindeh 2° 26‘ Ost beobachtet.
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Notizen.
Ein Besuch von Eingeborenen der Insel Mariere an Bord. In
dem meteorologischen Journal des Kapts, C. Sander vom Schiffe „Schliemann“
findet sich die folgende Aufzeichnung: „Am Morgen des 3. November 1893
— auf der Reise von New York nach Yokohama — befanden wir uns in der
Nähe der Insel Mariere, nordöstlich von der Djilolo-Passage, Um 9 Uhr kamen
in sechs Kanoes Insulaner längsseits des Schiffes, um Tauschhandel mit uns zu
treiben. Als Tauschartikel führten sie Kokosnüsse, Matten, Muscheln, Schildpatt
und Fischleinen aus Kokosfasern mit sich, welche sie gegen irgendwelche be-
liebige Sachen umzutauschen versuchten; am willkommensten aber waren ihnen
Tabak und Kleidungsstücke und sodann Brot. Die Eingeborenen der Insel
Mariere haben eine kupferfarbene Haut und lockiges Haar, welches auf dem
Hinterkopf in einem Knoten zusammengebunden wird. KEinige derselben waren
über und über mit Sternen und Streifen tätowirt. Von den 22 Männern, die
uns besuchten, war die größte Mehrzahl dürftig gekleidet; einer von ihnen trug
sogar einen englischen Uniformrock.“ Kapt. Sander bemerkt nicht, daß er
irgendwelche feindliche Absichten der Eingeborenen gegen das Schiff wahr-
genommen habe, (Vergleiche u. A. diese Annalen, Jahrg. 1898, Seite 209.)
Eingänge von meteorologischen Tagebüchern bei der Deutschen
Seewarte im Monat Juni 1898.
Von Schiffen der Kaiserlichen Marine.
S, M. Schiffe und Fahrzeuge:
„Seeadler“, Kommandant Korv.-Kapt. Kindt. Geführt auf der ost-
afrikanischen Station,
2. Von Kauffahrteischiffen.
a. Segelschiffe:
; I. Hamburger Bark „Heinrich“, Kapt. C. L. Henne. Lizard—56,5° S-Br
in 67° W-Lg, 3/8 — 14/10 1896, 72 Tage. 565° S-Br in 67° W-Lg — 0° Breite
in 865° W-Lg, 14/10 — 19/11 1896, 36 Tage. 0° Breite in 865° W-Lg —
Champerico, 19/11 — 29/11 1896, 10 Tage. Dauer der ganzen Reise Lizard —
Champerico 178 Tage. San Juan del Sur—Aequator in 103° W-Lg, 26/11 1897
— 9/1 1898, 44 Tage. Aequator in 103° W-Lg — Kap Horn, 9/1 — 16/2 1897,
38 Tage. Kap Horn — Lizard, 16/2 — 29/4 1898, 72 Tage. Dauer der ganzen
Reise San Juan del Sur—Lizard 754 Tage.
2. Hamburger Vollschiff „Kepler“, Kapt. E. Jäger. Lizard — 59° S-Br
in 67° W-Lg, 26/6 — 4/9 1897, 7% Tage. 59° S-Br in 67° W-Lg — Talcahuano,
4/9—22/9 1897, 18 Tage. Dauer der ganzen Reise Lizard-—Talcahuano 88 Tage.
Ann. a. Hydr. ete., 1898, Heft VIII.
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