328 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1898.
43‘ S-Br und 117° 9,5‘ O-Lg, ist von Nord nach Süd 3000 m lang und im Mittel
2000 m breit. Die geringste Tiefe auf derselben beträgt 12,6 m (7 vm). Die
mittelste liegt auf 5° 48‘ S-Br und 117° 6,5‘ O-Lg, ist von NzO nach SzW 5'/2 Sn
Jang und im Mittel 4!/2 Sm breit. Auf derselben erhebt sich ein Rücken, der
sich von Nord nach Süd hinzieht, 4000 m lang und 800 m breit ist. Seine flachste
Stelle liegt 8,1 m (4'/» vm) unter Wasser. Die südlichste Untiefe befindet sich
auf 5° 55‘ S-Br und 117° 19 O-Lg. Sie ist von NNO nach SSW 5000 m lang,
hat 3200 m Breite und 10,8 m (6 vm) geringste Tiefe.
Zwischen diesen Untiefen und der grofsen Bank wurde überall mehr als
180m (100 vm) Tiefe gefunden.
Winde, Aus den vom Februar bis April und während des Monats No-
vember 1897 angestellten Beobachtungen ergiebt sich das Nachstehende: In der
ersten Hälfte des Februar war der Wind sowohl am Tage als auch des Nachts
beinahe andauernd NW mit zwischen 1 und 5 (Beauforts Skala) schwankender
Stärke. Während der Böen wuchs die Stärke mehrmals bis zu 7.
Im Allgemeinen war der Wind nachts schwächer als am Tage. In der
zweiten Hälfte des Februar war die Richtung des Windes WNW und ging Anfang
März allmählich in West und SW über. Hierauf folgte eine kurze Periode
von Windstillen. Im letzten Theile des März schwankte der Wind zwischen SSO
und NO mit Stärke 1 bis 3, mehrmals durch Windstillen unterbrochen. Nur ein
Mal wurde des Nachts eine flaue Kühlte aus westlicher Richtung bemerkt.
In der zweiten Hälfte des April war der Wind 0SO bis SO, meistens SO,
und wehte in der Stärke 2 bis 6.
Im Februar regnete es und zwar meistentheils des Nachts. Im März nahm
die Häufigkeit des Regens ab, und nach dem 1. Avril regnete es nicht mehr.
Gezeiten. Die Gezeitenbeobachtungen fanden während des Februar und
in der ersten Hälfte des Monats März am Tage und des Nachts auf Dewakang
besar statt; wärend der zweiten Hälfte des März und während eines Theils des
Monats April ebenfalls daselbst, aber nur am Tage, Dann auf Kalu Kulukuang
am Tage und des Nachts während des übrigen Theils des April. Im November
wurden auf letzterer Insel nur Beobachtungen am Tage gemacht.
Aus diesen Beobachtungen ergiebt sich Nachstehendes:
Die eintägigen Tiden stellten sich drei Tage vor Neu- und Vollmond
ein und herrschten bis zum dritten Tage nach diesen Mondphasen vor. Dann
fanden halbtägige Tiden statt, deren Anfang mit der Zeit der gröfsten Mond-
deklination zusammenfiel.
Im Februar und März war das Hochwasser der eintägigen Tiden gegen
6 Uhr abends und Niedrigwasser dieser Tiden zwischen 7 und 9 Uhr morgens,
im April hingegen ersteres im Mittel gegen 6 Uhr morgens und letzteres gegen
10 Uhr abends. Der Fluthwechsel betrug 1,3 bis 1,6 m. .
Ungefähr drei Tage nach Neu- und Vollmond oder zur Zeit der
kleinsten Monddeklination machte sich eine zweite Gezeit innerhalb eines Tages
bemerkbar, die später allmählich beträchtlicher wurde, während die alte Tide an
Höhe abnahm, so dafs mit dem Maximum der Monddeklination wieder nur ein
Gezeit innerhalb eines Tages bemerkbar war, also wieder eintägige Tiden
auftraten. .
Etwa in der Mitte zwischen der gröfsten und kleinsten Monddeklination,
zusammenfallend mit dem ersten und letzten Mondviertel, waren die Höhen der
beiden halbtägigen Tiden ungefähr gleich und ihr Fluthwechsel betrug 0,6 m. Im
Februar und März war dann Hochwasser gegen 6 Uhr abends und gegen 8 Uhr
morgens, Niedrigwasser gegen 1 Uhr nachmittags und gegen 4 Uhr morgens; im
April Hochwasser gegen 7 Uhr 30 Minuten morgens und gegen 5 Uhr nachmittags,
Niedrigwasser mittags und gegen 11 Uhr 30 Minuten abends.
Während des ganzen Monats November wurden nur eintägige Tiden be-
merkt. Das Hochwasser stellte sich zwischen 6 und 8 Uhr abends und das
Niedrigwasser gegen 8 Uhr morgens ein. Die größten Fluthwechsel, nämlich
18 und 15'/2 dm, wurden am 29. Oktober und 12. November zur Zeit des Maxi-
mum der Monddeklination, ungefähr drei Tage nach Neu- und Vollmond, bemerkt.
Der kleinste Fluthwechsel, 2!/z dm, wurde zwischen den beiden größten Fluth-