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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1898. 
Die Südwestseite von Bone Laisi ist nicht so steil wie die übrigen Seiten 
der Laars-Bank. 
Karang Bankaüluang ist eine steil ansteigende Bank auf 5° 49,5‘ S-Br und 
118° 29‘ O-Lg. Auf ihrer flachsten Stelle sind 9 m (5 vm) Wasser. 
Die Insel Marasindeh. Sie liegt ungefähr 24 Sm N 47° W von Dewakang 
besar und hat annähernd die Gestalt eines gleichseitigen Dreiecks, dessen Spitze 
im Norden liegt und dessen Seite ungefähr 2000 m lang ist. Sie steigt steil an. 
Ankergrund wird nur auf dem bei der Südwestspitze vorspringenden Riff und 
nahe bei der Nordspitze angetroffen. Der erstere liegt ungefähr 1000 m westlich 
von der Südwestspitze. Er ist besser als der andere und hat 6,3 m (3'/s vm) 
Tiefe. Der andere liegt ungefähr 1000 m in NNW der Nordspitze und hat 11,7 m 
(6'/2 vm) Tiefe. Beide Ankerplätze sind ungefähr 500 m von dem trockenfallenden 
Korallenriff entfernt, das die ganze Insel umgiebt. 
Die Insel ist in grofser Entfernung an einer Gruppe hoher Tjemarabäume 
leicht zu erkennen. Längs der ganzen Westküste liegen die Hütten eines 
Kampung. 
Reichlich 5 Sm in SSW der Insel erstreckt sich von NWzN nach SOzS 
das Korallenriff Marasindeh, das ungefähr die Gestalt eines rechtwinkligen 
Dreiecks hat, 1500 m lang und 350 m breit ist. Die Nord- und Südspitze bleiben 
bei Hochwasser theilweise sichtbar; bei Niedrigwasser fällt das ganze Riff trocken. 
Es fällt steil ab, ist nicht anzulothen und hat keinen Ankerplatz. Seine Mitte 
liegt auf 5° 12‘ 54“ S-Br und 118° 6‘ 30" O-Lg. 
Die übrigen fünf Inseln liegen auf einer sehr grofsen Bank, die ungefähr 
die Gestalt eines Dreiecks hat und sich aus Tiefen von 180 m (100 vm) und 
darüber erhebt. Die Nordspitze dieser Bank liegt auf 4° 57‘ S-Br und 117° 
52' O-Lg, die Südostspitze auf 5° 48‘ S-Br und 117° 47‘ O-Lg, die Südwestspitze 
auf 5° 52,5‘ S-Br und 117° 18‘ O-Lg. Der nördliche Theil fällt nach allen Seiten 
steil ab, namentlich nach Ost hin. Die Süd- und Südwestseite fallen mit sehr 
unregelmäfsigen Tiefen flacher ab. 
Auf dieser grofsen Bank werden aufser den Inseln mit ihren Riffen ver- 
schiedene Untiefen angetroffen, die später erwähnt werden sollen. 
Butong Butongang oder Medemblik ist die kleinste und nördlichste der 
fünf Inseln. Sie liegt auf 5° 3‘ S-Br und 117° 55‘ O-Lg, ungefähr 14 Sm N72°W 
von der Insel Marasindeh und ist ellipsenförmig. Die große Axe liegt in der 
Richtung NOzN—SWzS und ist ungefähr 1000 m lang; die kleine Axe hat un- 
gefähr 750 m Länge. Die Insel ist im Allgemeinen niedrig und ganz mit Pisang 
bepflanzt, aber nur spärlich bevölkert. 
An der Nordwest-, West-, Südwest- und Südseite sind gute Ankerplätze 
mit 5,4 bis 9 m (3 bis 5 vm) Tiefe. Man kann sich auf diesen Seiten, wo sich 
das trockenfallende Riff nur bis zu 200 m vorstreckt, der Insel bis auf 500 m 
Abstand nähern, ohne Gefahr zu laufen. Die Südostseite fällt sehr steil ab, doch 
ist es auch hier möglich zu ankern. Die Nordost- und Nordseite sind nicht an-. 
zulothen. 
Banko Bankoang oder Middelburg, ungefähr 7 Sm SzW von Butong 
Butongang, ist eine fast runde Insel von ungefähr 1250 m Durchmesser, In ihrer 
Umgebung liegen gute Ankerplätze. An der Südwestseite streckt sich das 
trockenfallende Riff am weitesten, ungefähr 800 m, vor. 
Doang Doangang ketjil oder Klein-Amsterdam legt ungefähr 3!/4 Sm 
südlich von Banko Bankoang. Früher waren hier zwei kleine Inseln, aus denen 
allmählich die jetzige Insel entstanden ist. Die südliche hiefs damals Doang 
Doangang ketjil und die nördliche Hoorn. Die Insel hat jetzt die Gestalt 
einer Ellipse mit einer 7000 m langen grofsen und 700 m langen kleinen Axe. 
Sie ist von einem gefährlichen, fast gänzlich trockenfallenden Riff umgeben, das 
sich ziemlich weit vorstreckt, nämlich 2400 m an der Ostseite, 1400 m an der 
Südseite, 2800 bis 2400 m an der Westseite und 1600 m an der Nordseite der 
Insel. Ein großer Theil dieses Riffs ist bereits bewachsen und eine fortdauernde 
Vergröfserung der Insel durch Anspülungen zu erwarten. 
Die Ostseite des Riffs ist so steil, dafs sie fast mit der Grenze der 180 m- 
(100 vm-)Tiefe zusammenfällt. Zwischen den Peilungen Nordspitze der Insel 
West und Südspitze derselben WSW ist kein sicherer Ankerplatz anzutreffen. 
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