Makassar-Strafse. Inseln und Riffe im südlichen Theile.
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Auf dem nördlichsten Theile, dem Karang (Korallenbank, auch Korallen-
riff) Dewakang, liegen die Inseln Dewakang besar und Dewakang ketjil.
Der mittelste Theil der Laars-Bank heißst Bone Pute (weifser Sand) und
der südlichste Theil Bone Laisi (langer Sand).
Auf 5° 51‘ S-Br und: 118° 16,5‘ O-Lg befindet sich noch eine kleine Bank
mit 25,2 m (14 vm) geringster Tiefe.
Weiter im Osten Hegt ein grofses Korallenriff, Karang Bankaüluang
benannt, das ungefähr 2 Sm breit ist. Es erstreckt sich von 5° 49‘ S-Br und
118° 29' O-Lg nach Süd bis auf 5° 52‘ S-Br und dann in ostsüdöstlicher Richtung
bis auf ungefähr 118° 34‘ O-Lg.
Alie diese Untiefen erheben sich steil aus dem Meeresboden, namentlich
ihre Ostkanten. Der Grund besteht vorwiegend aus Korallen mit feinem,
weilsem Sande.
Karang Dewakang liegt auf 5° 36,5' S-Br und hat auf ihrer Ostseite,
dicht bei der Grenze der 180 m-(100 vym-)Tiefe einen 2000 m breiten Rücken,
auf dem 9 bis 23,4 m (5 bis 13 vm) Wasser angetroffen wurden. Auf seiner
Westseite, südlich von dem Riff von Dewakang besar, befindet sich ebenfalls ein
Rücken, der aber nicht so breit wie der vorige ist und tiefer unter Wasser liegt.
Ein früher angegebenes Fahrwasser, in der Nähe der Nordseite von Dewakang
ketjil und nahe bei Dewakang besar, existirt nicht. Zwischen diesen beiden
Inseln liegen so viele Untiefen 0 bis 3,6 m (0 bis 12 vt) unter Wasser, dafs man
diesen Kanal nur nach der Aenderung der Farbe des Wassers befahren kann,
man ihn überdies gut kennen und eine genaue Spezialkarte haben mufs, Das
holländische. Vermessungsfahrzeug „Banda“ ist, wie der Glarang (Häuptling) er-
klärte, das einzige Schiff, welches seit 30 Jahren durch diesen Kanal dampfte.
Segelanweisung für Schiffe von höchstens 3,6 m (12 vt) Tiefgang.
Will man sich, von Ost kommend, Dewakang besar nähern, so halte man sich
2000 m oder mehr südlich von Dewakang ketjil und steuere N 85° W, bis man
die Ostspitze von Dewakang besar Nord peilt. Dann halte man auf diese Spitze
ab, bis die Südspitze dieser Insel N 22° W peilt. Hier ankert man; die "Liefe
beträgt hier ungefähr 10,8 m (6 vm). Dieser Ankerplatz ist ungefähr 4000 m
von der Südspitze von Dewakang besar entfernt. Die geringste Tiefe, 53,9 m
(13 vt), trifft man beim Passiren des im Süden von Dewakang ketjil liegenden
Rückens an. Will man weiter nach innen segeln, was jedoch wegen der vielen
Klippen nicht räthlich ist, so muß man sich nach der Aenderung der Farbe des
Wassers richten. Kommt man von West her, so halte ınan mit S 77° O-Kurs
auf die Nordspitze von Dewakang ketjil ab, bis man die Ostspitze von
Dewakang besar in Nord hat, und steuere dann, wie vorbin angegeben, weiter.
Man passirt hierbei in 3200 m Abstand das Riff. an der Südkante von Dewa-
kang besar, und die geringste Tiefe auf dieser Fahrt beträgt 9,9 m (5'/2 vm).
Die Bank Bone Pute erstreckt sich von ihrer Nordspitze, die auf
5° 88' S-Br und 118° 19‘ O-Lg liegt, nach SzW. Sie ist ellipsenförmig; ihre
große Axe 10 Sm und ihre kleine Axe 6 Sm lang. Bone Pute ist vom Karang
Dewakang durch ein 4 Sm breites Fahrwasser getrennt, in welchem an keiner
Stelle mit 180 m (100 vm) Leine Grund gefunden wurde.
„‚ängs der Nordwestseite von Bone Pute zieht sich von WSW nach ONO
ein 2000 m langer und 800 m breiter Rücken hin, auf dem 9 bis 6,3 m (5 bis
31/2 vm) Wasser sind. Die flachste Stelle, 6.3 m (3'/a vm), liegt auf ungefähr
5° 39‘ S-Br und 118° 18‘ O-Lg.
Die Bank Bone Laisi erstreckt sich von ihrer Nordspitze, die auf
5° 43,5' S-Br und 118° 12,5‘ O-Lg liegt, anfangs südlich und dann südöstlich bis
auf 6° 4' S-Br und 118° 15' O-Lg. Sie ist im Mittel 6 Sm breit. Längs ihrer
Nordostseite läuft ein weniger als 18 m (10 vm) unter Wasser liegender Rücken,
auf dessen flachster Stelle 10,8 m (6 vm) gelothet wurden. Diese Stelle liegt auf
5° 46' S-Br und 118° 13‘ O-Lg.
Der Kanal zwischen Bone Pute und Bone Laisi hat von NzW nach SzO
3600 m Breite und mehr als 180 m (100 vm) Tiefe. Durch diesen Kanal läuft
ein Strom, der heftige Kabbelungen und eine kurze See verursacht, welche
Aehnlichkeit mit Brandung hat. Man ist deshalb geneigt, hier Gefahren zu ver-
muthen, wenn man den Kanal das erste Mal passirt.