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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

394 Annalen der Hydrographie and Maritimen Meteorologie, August 1898. 
Amsterdam, Doang Doangang ketjil oder Klein-Amsterdam, Banko Bankoang oder 
Mittelburg, Butong Butongang oder Medemblik und Kalu Kalukuang oder Rotter- 
dam. Sie sind der Verwaltungsbehörde von Celebes und dem hierzu gehörigen 
Gebiete unterstellt und seit 30 Jahren bewohnt. Auf Dewakang besar ist 
der Wohnort des eingeborenen Aufsichtsbeamten (Glarang) sämmtlicher Inseln. 
Die meisten Einwohner sind aus Mandar stammende Buginesen und beschäftigen 
sich hauptsächlich mit Fischfang. Auf einzelnen Inseln haben sie kleine Sawah 
(Reisfelder) angelegt. 
Der Boden der Inseln besteht aus Korallen, auf denen sich eine dünne, 
fruchtbare Schicht abgelagert hat. Sie sind gänzlich oder theilweise mit Frucht- 
bäumen, vorwiegend Kokospalmen, bepflanzt und bei einer Augeshöhe von 4,5 m 
in 14 Sm sichtbar. 
Tonein oder Bankaüluang, die östlichste Insel, liegt auf ungefähr 5° 
29,5‘ S-Br und 118° 38,3‘ O-Lg und hat die Gestalt eines gleichschenkligen Drei- 
ecks, dessen Spitze nach Süd zu gekehrt ist. Ihre Nordseite hat 450 m Länge 
und ihre gröfste Längenausdehnung beträgt 1500 m. Sie ist von einem 100 bis 
200 m breiten Korallenriff umgeben, das mit ihr zusammenhängt und bei 
Niedrigwasser trockenfällt. Das Riff erhebt sich steil und ist nicht anzulothen. 
In 200 m Abstand von dessen Westrande wurden 138,6 m (77 vm) gelothet. Die 
Nord- und die Ostseite sind noch steiler. 
Bei der Südspitze, 175 m von ihr entfernt, fand man 68,4 m (38 vm) Tiefe, 
und dürften hier kleine Schiffe vorübergehend ankern können, 
Obgleich ein grofser Theil der Insel mit Kokospalmen bepflanzt ist, hat 
sie nur wenig ständige Bewohner, weil es an einem guten Ankerplatz für 
Prauwen fehlt. Von See aus kann man Tonein an einzelnen, besonders hohen 
Bäumen, die auf der Nordost- und Südspitze stehen, ganz gut erkennen, obgleich 
die Insel nicht so dicht bewachsen ist wie die folgenden. 
Dewakang besar liegt 13 Sm N 67° W und Dewakang ket)jil 11 Sm 
883° W von Banukaüluang. Diese beiden Inseln erheben sich auf dem nördlichen 
Theile der Laars-(oder Goseya-)Bank., 
Dewakang besar hat ungefähr die Gestalt eines gleichschenkligen Dreiecks, 
üessen Basis die Westseite und dessen Scheitel die Ostspitze der Insel bildet. 
Die Westseite ist 2600 m lang und die gröfste Breite der Insel beträgt 1250 m. 
Fast die ganze Insel ist von einem bei Niedrigwasser trockenfallenden 
Korallenriff umgeben, und man kann sich ihr nur auf ihrer Südostseite nähern. 
Unmittelbar an der West-, Nord- und Ostkante des Riffs wurden mehr als 180 m 
(100 vm) gelothet. Diese Tiefe ist zugleich die Grenze der Laars-Bank. Kin 
Ankergrund wird in der Nähe der genannten Seiten nicht angetroffen. Die 
Westseite des Riffs ist 1200 m, die Nordseite 1400 m und die Ostseite 700 m breit. 
In der Nähe der Südspitze der Insel erstreckt sich das trockenfallende 
Riff ungefähr 5200 m in südlicher Richtung und bei der Ostspitze ungefähr 
8000 m nach SO vor. Diese beiden vorspringenden Riffe umfassen an zwei 
Seiten ein trichterförmiges Gewässer, das im Norden von der Insel Dewakang 
besar begrenzt wird. In diesem Gewässer findet man Ankergrund, aber auch 
viele Untiefen, von denen einige nur 0,6 m (2 vt) unter Wasser liegen, und ein- 
zelne bei Niedrigwasser trockenfallende Klippen. 
In der Mitte der Südostseite von Dewakang besar befindet sich ein aus 
Stein erbauter Damm, an dem die hierher kommenden Prauwen anlegen. 
Dewakang ketjil oder Laars-Insel liegt ungefähr 4000 m S 33° W von der 
Südspitze des Riffes, das sich von der Ostspitze der Insel Dewakang besar vor- 
streckt. Dewakang ketjil hat die Form einer Ellipse, deren grofse Axe von Nord 
nach Süd gelegen und ungefähr 1250 m lang ist. Die kleine Axe hat ungefähr 
750 m Länge. Die Insel ist mit Kokospalmen dicht bewachsen. Das sie um- 
gebende trockenfallende Korallenriff springt nach Ost 1600 m und nach‘ Süd 
1000 m vor, zieht sich also bis ungefähr zur Grenze der Laars-Bank hin, so dafs 
nur an der Nordost-, Nord-, West- und Südwestseite der Bank geankert 
werden kann. 
Die Laars-Bank erstreckt sich von ungefähr 5° 23' S-Br und 118° 26‘ O-Lg 
jach SWzS bis auf 5° 52' S-Br, dann südlich bis auf 5° 57‘ S-Br und weiterhin 
S0zS bis auf 6° 4‘ S-Br und 118° 15‘ O-Lg. Sie ist im Mittel 6 Sm breit und 
besteht aus drei durch mehr als 180 m (100 vm) tiefe Kanäle getrennten Theilen.
	        
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