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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, August 1898.
In 23° 8S und 405° W, Tagebuch D. 2671. Dampfschiff „Rosario“,
Kapt. J. Göttsche. Am 20. November 1894. Lange Streifen schmutzig gelben
Schaumes auf der Meeresoberfläche treibend. Gleichzeitig waren 3 grofse Wale
in der Nähe des Schiffes. Es herrschte Windstille, die Wasserwärme war 26° C.
In 26°S und 445° W. Tagebuch S. 4359. Schiff „India“, Kapt.
H. Dreyer. Am 23. November 1894. Beobachteten viele lange, gelbe Meeres-
streifen. Wind NE 2, Wasserwärme 23° C.
In 265° S und 405° W, Tagebuch S, 4409. Schiff „Drehna“, Kapt,
J. Haesloop. Am 14. Dezember 1894. Das Meer erschien streifenweise, als
ob es von schmutzig gelbem Staube bedeckt wäre. Unter dem Vergröfserungs-
zlase erschienen die einzelnen kleinen Staubiheile Samenkörnern ähnlich. Es
wehte damals Südwestwind von der Stärke 4. Die Wasserwärme war 24° C.
In 27° S und 405° W. Tagebuch S. 3713. Schiff „Louise“, Kapt.
J. Ch. Christians, Am 27, Dezember 1890. Mehrere gelb aussehende Schaum-
streifen wurden beobachtet. Wind NNW 5, Wasserwärme 24,5° C.
In 275° S und 42° W. Tagebuch S. 4330. Schiff „Pitlochry“, Kapt.
R. Hilgendorf. Am 22, Dezember 1894. Es wurden Wasserflächen beobachtet,
die mit röthlichem Staube bedeckt waren. Es wehte dabei nur ein leiser süd-
licher Zug, doch hatte am vorhergehenden Tage ein stürmischer, von NW nach
SW umlaufender Wind geweht. Die Wasserwärme war 23° C.
In 29° S und 44° W. Tagebuch S. 4409, Schiff „Drehna“, Kapt.
J. Haesloop. Am 16. Dezember 1894. Streifen der Wasseroberfläche hatten
ein schmutziges Aussehen. Der Wind wehte aus NE, Stärke 4, die Wasser-
wärme betrug 23,5° C. , .
In 29° S und 44° W. Tagebuch S. 4147. Schiff „Koelliker“, Kapt,.
H. Haase. Am 18. Dezember 1893. Es wurden Streifen der Meeresoberfläche
angetroffen, die gelb aussahen. Kapt. Haase unterzog sich dann in höchst
löblicher Weise der Mühe, von dem wie feiner Grassamen erscheinenden, gelben
Stoff etwas auf Papier zu kleben und dies der Seewarte einzuschicken, Diese
Probe ist dann später, auf Veranlassung der Direktion der Seewarte, von dem
jetzt in Greifswald lebenden Herrn Professor. Dr. Fr. Schütt mikroskopisch
genau untersucht worden und als eine Wasserblüthe des Meeres — Trichodes-
mium — bestimmt worden. Am 18. Dezember herrschte ganz schwache, um-
laufende westliche Briese, das Meerwasser war 22° C. warm.
In 295° S und 445° W. Tagebuch S, 4139. Schiff „Pampa“, Kapt.
C. J. Steincke. Am 29. November 1893. Es wurden Wasserstreifen beobachtet,
die theils weiß, theils gelb aussahen. Bei näherer Untersuchung ergab es sich,
dafs die Färbung durch kleine Fasern verursacht wurde. Es herrschte damals
leichter Zug aus N, 1, die Wasserwärme war 21° C. |
In 295° S und 47° W. Tagebuch D. 3545. Dampfschiff „Pernambuco“,
Kapt. H. Böge. Am 4. Februar 18598. Beobachteten gelb erscheinende Wasser-
flächen. Wind NNE 3, Wasserwärme 26° C.
In 30° S und 40° W. Tagebuch S. 4342. Schiff „Emin Pascha“, Kapt.
G. Green, Am 9. Dezember 1893. Sahen viele gelbe Wasserstreifen. Fanden
darin eine gelbe pflanzliche Substanz und ganz kleine Krebse, Wind SE3,
Wasserwärme 21° €.
In 31° S und 44° W., Tagebuch S. 4219. Schiff „Poncho“, Kapt.
F., H. C. Wienefeld. Am 13. Dezember 1893, Lange, schmutzig gelbe Wasser-
streifen, deren Färbung von feinen Samenkörnern veranlafst zu sein schien,
wurden gesehen. Wind zur Zeit W 2, Wasserwärme 21° C. ;
In 32° S und 485° W. Tagebuch S. 4146. Schiff „Kriemhild“, Kapt,
L. A. Meyer. Am 15. Dezember 1893. Es wurden gelbockerfarbige Wasser-
streifen gesehen. Wind NE 3, Wasserwärme 21,5° C.
In 325° S und 45,5° W. Tagebuch 8. 3987. Schiff „Pampa“, Kapt.
C. Steincke, Am 13. Februar 1893. Dunkelgelbe Streifen waren im Wasser
sichtbar. Wind SW 6, Wasserwärme 21,5° €.
In 33° S und 50° W. Tagebuch S. 4146. Schiff „Kriemhild“, Kapt,
L. A. Meyer. Am 16. Dezember 1893. Gelhockerfarbige, sich in der Wind-
richtung „ Ergirenkende Meeresstreifen waren sichtbar. Wind NNE 4, Wasser-
wärme 21° ©