Haltermann: Ueber. gelbe Wasserblüthe des Meeres.
Mallung herrschte, beobachtete man grofse Theile der Meeresoberfläche, die mit
feinen Staubtheilen bedeckt waren. .- Das Wetter ‚war regnerisch, die Wasser-
wärme gleich 25° C. .
In 20° S und 38° W. Tagebuch S. 4521. Schiff „Charles Dickens“,
Kapt. H. Schult, Am 24. Dezember 1894. Es wurden Streifen schmutzig
gelben Wassers gesehen. Wind E3, Wasserwärme 26° C.
In 20° S und 39° W. Tagebuch D. 3010. Dampfschiff „Paraguassü“,
Kapt. H, Böge. Am 28, März 1895. Beobachteten stellenweise gelblichen
Belag auf dem Wasser, Wind W 1, Wasserwärme 28° C,
In 20° S und 39° W. Tagebuch S. 3150. Schiff „Victoria“, Kapt.
A. Frantz, Am 24, November 1888. Es wurden ausgedehnte Flächen entfärbten,
rothbraunen Wassers gesehen. Die Färbung rührte von ganz feinen, etwa !/s mm
langen, stabförmigen Körperchen her, die zu Büscheln und Flocken vereinigt,
auf der Wasseroberfläche schwämmen. Konnfien vermittelst der Lupe nichts
Weiteres erkennen, Füllten eine Probe davon in eine Flasche, )
In 20° S und 39° W, Tagebuch D, 2464. Dampfschiff „Petropolis“,
Kapt, P. Ohlerich, Am 10, Februar 1894, Es wurden gelb gefärbte Meeres-
streifen gesehen. Wind ENE 4, Wasserwärme 26,5° C. ;
In 20° S und 39° W. Tagebuch D. 2618. Dampfschiff „Menes“, Kapt.
H. Behrmann. Am 6. November 1894. Lange, hellbraun gefärbte Streifen
auf der Meeresoberfläche, Wind E 3, Wasserwärme 24° C. cs
Ä In 20,5° S und 39° W. -Tagebuch D. 2464. Dampfschiff „Petropolis“,
Kapt. P. Ohlerich, Am 11. März 1894, Es wurden gelb gefärbte. Meeresstreifen
gesehen. Wind ENE 2, Wasserwärme 27° C,
In 21° S und 37° W. Tagebuch S, 3499. Schiff „Nixe“, Kapt. H. Fett-
juch. Am 30. Januar 1890. Es wurden mehrere Streifen gelb gefärbten Wassers
beobachtet, Wind ENE5, Wasserwärme 27° C. #
In 21° 8S und 37° W. Tagebuch S. 4561. Schiff „Arethusa“, Kapt.
J. Gahde. Am 29, Januar 1896. Auf der Meeresoberfläche trieb strichweise
gelber Staub. Es herrschte damals Windstille, doch hatte wenige Wachen vor-
her ein heftiger, ablandiger Nordwestwind geweht. Wasserwärme 26° C,
In 21° S und 37° W. Tagebuch S. 4858. Schiff „Caesarea“, Kapt.
A. Cords. Am 2. Februar 1896. Es wurden grofse Flächen Wassers, die mit
gelbem Staube bedeckt waren, angetroffen, Ks herrschte zur Zeit ein ganz
Jeichter unbeständiger Zug.
In 21°8S und 39° W. Tagebuch S. 3807. Schiff „Pacific“, Kapt.
C. Schoemaker. Am 10. Februar 1891. Beobachteten grau. gefärbte Stellen
und Streifen im Meer. Wind NNE 4, Wasserwärme 265° €.
In 21° S und :39° W. Tagebuch D. 2141. Dampfschiff „Patagonia“,
Kapt. J. G. v. Holten. Am 22. November 1892. Es wurden gelb gefärbte
Meeresstreifen angetroffen, Wind NNE 4, Wasserwärme 25° C.
In 215° S und 38° W. Tagebuch S. 4230. Schiff „Capella“, Kapt.
W. Hoffmann. Am 16. Januar 1894. In der Nähe des Schiffes wurden Streifen
und Flächen der Meeresoberfläche angetroffen, die‘ mit gelblicher Wasserblüthe
bedeckt waren. Der Wind war NNE 4 bis 5, die Wasserwärme 26,5° €. .
In 215° S und 39° W. Tagebuch S. 4760. Schiff „Ebenezer“, Kapt.
A. B. Schumacher, Am 25. Februar 189%. Es wurden gelbe Meeresstreifen
gesehen, Bei Windstille, Wasserwärme 26,5° 0.”
In 22° S und 38° W. Tagebuch S. 4220. Schiff „Arethusa“, Kapt.
J. Gahde. Am 17. Februar 1894. Es waren gelb aussehende Flächen der
Meeresoberfläche sichtbar, deren Färbung durch ‚auf der Oberfläche treibenden,
sägespäneartigen Staub verursacht wurde. Kapt. Gahde bemerkt dazu, dafs
dies Vorkommen in jenem Meerestheile ein sehr gewöhnliches sei. Es wehte
dort zur Zeit ein leiser unbeständiger Zug. Die Wasserwärme war 26,5° C,
Anmerkung: In der Beschreibung von Cooks dritter Entdeckungsreise findet
sich schon eine Angabe, dafs die englischen Matrosen den in diesem Meerestheile
vorkommenden gelben Stoff „sea:sawdust“, Seesägemehl, zu nennen pflegtien.
In 225° S und 39° W, Tagebuch S. 3356. ‚Schiff „Rohilla“, Kapt.
P, Breckwoldt. Am 17. Januar 1889.. Es wurden gelbgefärbte Wasserstreifen
gesehen. Wind E4, Wasserwärme 26,5° C.
Ann. 4. Hydar. ete., 1898. Heft YIIL
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