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Full text: 26, 1898

Ann. d. Hydr. etc, XXVI. Jahrg. (1898), Heft VIII. 
"29 
Ar 
Aus den Reiseberichten: Seiner Majestät Schiffe. 
Von Matupi nach Hongkong. 
S. M. S, „Möwe“ Kommandant Korv.-Kapt, Merten. Oktober—November 1897, 
(Hierzu Tafel 8). 
1. Matupi— Friedrich Wilhelms-Hafen. 
Am 21. Oktober vormittags verliefs S. M. S. „Möwe“ den Hafen von Matupi, 
um mit der Route Nord von Neu-Pommern nach Friedrich Wilhelms-Hafen zu 
gehen. Unterwegs sollte der Hannam-Hafen an der Ostküste der Willaumez- 
Halbinsel angelaufen werden, woselbst im. vorigen Jahre ein Observationspfeiler 
erbaut und bestimmt worden war. Am 22. vormittags befand sich S. M. S. „Möwe“ 
mit Tagesanbruch 10 Sm ostnordöstlich der Nordostecke der Willaumez-Halbinsel 
und dampfte dann in etwa 10 Sm Abstand an der Küste nach Hannam-Hafen 
zu. Um 6* 30” kam das Schiff bei ungünstiger Beleuchtung trotz verschärften 
Ausgucks auf einem Korallenriff fest, das in folgenden Peilungen lag: 
=—5°4 Süd Fitz-Insel 0SO, 
A = 150° 16,5‘ Ost Willaumez-Bereg WSWS/W. 
Dasselbe ist in der Karte nicht verzeichnet und wurde auch im vorigen 
Jahre nicht gesichtet, als S. M. S. „Möwe“ zur Aufnahme der Küste innerhalb 
des Riffes an der letzteren entlang dampfte. 
Um 2* 30” kam das Schiff mit steigendem Wasser wieder frei, und es 
wurde die Reise nach Friedrich Wilhelms-Hafen fortgesetzt. Am 24. vormittags 
lief S, M. S. „Möwe“ daselbst ein. 
Wind, Wetter, Strömung. Das Wetter war.bis zur Dampier-Strafse 
fast klar mit leichten Südost-, am 22, Nordwestwinden. Mit dem Passiren der 
genannten Strafse verschlechterte sich das Wetter, es traten schwere Regengüsse 
ein, welche bis Friedrich-Wilhelms-Hafen anhielten. 
Stromversetzungen wurden nicht beobachtet, trotzdem nach den bisherigen 
Erfahrungen sowohl durch die Dampier- als auch durch die Vitiaz-Strafse starker 
Nordweststrom hätte setzen müssen. 
2, Friedrich Wilhelms-Hafen—Berlin-Hafen, 
Der Kurs wurde, wie früher, östlich der Vulcan-Insel und westlich‘ der 
Schouten-Inseln genommen. Am 28, vormittags lief S. M. S. „Möwe“ in Berlin- 
Hafen ein und ankerte dicht unter Tamara. 
Wind, Wetter, Stromverhältnisse. Gleich nach dem Verlassen von 
Friedrich-Wilhelms-Hafen am 26. Oktober stellte sich starker Regen ein, welcher 
mit kurzen Unterbrechungen bis zum nächsten Mittag anhielt. Bis zur Vulcan- 
Insel wehte schwacher Nordwestwind, später frischte derselbe bedeutend auf bis 
Windstärke 7 und hielt sich in dieser Stärke bis zum 27. abends, worauf er bis 
auf Stärke 3 abflaute. Wie auch auf früheren Reisen ‘beobachtet, besserte sich 
das Wetter, nachdem die Schouten-Inseln passirt waren. Es scheint hier wie bei 
Kap König Wilhelm im Süden, eine Wetterscheide für den Norden zu sein. 
Von den Schouien-Inseln bis Berlin-Hafen war klares Wetter mit leichten 
Nordwestwinden und ziemlich hoher Dünung: aus derselben Richtung. Strom- 
versetzungen wurden nicht beobachtet. 
3. Berlin-Hafen—Yap. 
Am Mittag des 28. war das Auffüllen der Kohlen beendet, worauf Anker 
gelichtet und Kurs auf Yap genommen wurde, welches am Morgen des 2, No- 
vember in Sicht kam. 
Ann. a Hydr. ete.. 1898. Heft VL
	        
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