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Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Rotterdam, Schiedam, Vlaardingen.
Der Neue Wasserweg.
Bei Hochwasser hat die durchschnittliche Tiefe des Neuen Wasserweges
1896 und 1897 10,0 m gegen 9,9 m im Jahre 1895 und 46 m im Jahre 1878
betragen. Die Breite der bei Hochwasser mindestens 7,5 m tiefen Fahrstrafse
belief sich 1897 auf 200 bis 270 m.
Im Oktober 1897 sind nach Mittheilung des zuständigen Wasserbau-Ingenieurs
 bei den Peilungen nachstehende Ergebnisse erzielt worden:

577

AR

Unter
Hochwasser

Unter
Niedrigwasser

m

m

Unterhalb Schiedam .
Oberhalb Vlaardingen . .
Bei Maassluis . . . + + +4
Am „Hoorn“, unterhalb Maassluis
Am „Zuiden“ , . 0. 0. 04
Im Durchstich , . . . ..“

8,0
$,2
8,0
8,3
8,1
85

6,7
6,E
6,6
6,9
66
6,9

Einige Besserung in den Tiefenverhältnissen gegen früher ist eingetreten.
Schiedam.,*)
„Segelhandbuch für die Nordsee“ 1896, Theil I, „Die Hoofden“, Seite 104,
Der Damm zwischen den beiden Häfen ist an der Maas in einer Länge
von 300 m fertiggestellt, und den Strom hat man in dessen Nähe auf 6,80 m
unter gewöhnlichem Hochwasser vertieft, Aufserdem ist die Stadtverwaltung
damit beschäftigt, einen 30 his 40m breiten Streifen hinter diesem Damm bis
über Sturmfluthhöhe mit Aufschüttungen zu versehen, wodurch ein für Handelszwecke
 geeignetes Gelände gewonnen wird.
Vlaardingen,
Ein neuer Hafen mit einer Einfahrt von 3,50 m Tiefe unter gewöhnlichem
Niedrigwasser und 5 m Tiefe unter gewöhnlichem Hochwasser ist fast ganz fertiggestellt
 und wird im Laufe dieses Jahres mit dem alten Hafen verbunden werden,

Neue allgemeine Erscheinungen in der täglichen Variation der
erdmagnetischen Elemente.
Von A. NıPPOLDT jun., Observatorium Potsdam,
(Hierzu Tafel 7.)
Der Zweck vorliegender Mittheilung, die als vorläufige gedacht ist, ist es,
auf Gesetzmäfsigkeiten aufmerksam zu machen, die der Verfasser bei der harmonischen
 Analyse von Deklinationsbeobachtungen glaubt entdeckt zu haben und
welche aufs Neue eine grofse. Gemeinschaftlichkeit in den magnetischen Erscheinungen
 für die ganze Erde verrathen. Jedoch sobald die Gesetze für die
betrachteten Orte und die betreffende Zeit gefunden waren, erhob sich die Aufgabe,
 eine eingehendere Untersuchung planmäfsig durchzuführen, damit man aus
dem Stadium der Wahrscheinlichkeit in das der Gewifsheit übertreten kann. Dazu
reicht jedoch die Kraft eines Einzelnen nicht aus; würde vorliegende Arbeit das
erreichen, dafs sie der Untersuchung Freunde erwürbe, die mit Rath und That
beistünden, sie zu Ende zu führen, so würde der Verfasser dies mit dem gröfsten
Danke begrüßen.
Ehe die Resultate selbst angeführt werden, soll in Folgendem der Gedankengang
 auseinandergesetzt werden, auf dem sich die Untersuchung aufbaute,
Ist man vor die Aufgabe gestellt, einen geophysikalischen Vorgang in
seinem periodischen Theile zu untersuchen, und entspricht seine Natur den Anforderungen
 der harmonischen Analyse, auf die hier nicht näher eingegangen
werden soll, so darf man diese Methode zur Untersuchung heranziehen, d. h. man

‘ Vgl. diese Annalen, Jahrg. 1897, S, 87.
            
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