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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Reise des deutschen Schiffes „Nomia“, Kapt, Fr. Rowehl. © 955 
kläglichen Verlauf, nichts als Mallung und Stille und beständige Gegenströmung, 
wobei wir bis zum 25. November in Sicht der Ostspitze von Ombay gelangten. 
Hier wurde der Strom noch stärker und lief östlich von Point Parambala mit 
einer Geschwindigkeit von 3 Knoten, so daß wir stets wieder zurückgetrieben 
wurden. Der Wind wehte häufig aus nordöstlicher Richtung, und es gelang uns 
daher erst am 5. Dezember während eines Gewitters, die Ostspitze von Ombay 
zu umsegeln. Zwei Tage lang hatten wir dann beständige westliche Briese ‘bei 
dunkler Gewitterluft und kamen wir damit bis zur Nordwestspitze von Buru. 
Auf dieser Strecke verspürten wir gar keine Strömung. Am 10. Dezember abends 
befanden wir uns in Sicht von Gasses-Eiland. Wir wollten in die Gillolo-Passage 
hineinsteuern, doch da während der Nacht Windstille herrschte, fanden. wir uns 
am nächsten Morgen 18 Sm nach OSO versetzt. In der Pitts-Passage lief eine 
beständige östliche Strömung von 15 Knoten, und da es in den nächsten Tagen 
fast immer still war und die Mallung meistens aus westlicher Richtung kam, so 
gelang es uns erst am 16. Dezember, wieder in die Nähe von Gasses-Eiland zu 
kommen. Nach dieser Zeit hatten wir aber auch noch :anhaltende Stille oder 
leichte nördliche Winde bei Gegenströmung, so dafs wir Gasses-Eiland erst am 
21. Dezember aus Sicht verloren. Der Wind blieb stets nördlich, nur zuweilen 
unterbrochen von Schauern aus westlicher Richtung. Am 24. Dezember wurde 
in 128,8° O-Lg der Aequator überschritten, und am 26. Dezember erreichten wir 
den Ausgang der Gillolo-Passage. Zwei Tage lang hatten wir dann leichte 
nordwestliche Winde, darauf wieder fortwährend flaue umlaufende‘ Winde und 
Stille. Wir hielten uns zwischen 2° und 3° N-Br und beobachteten hier zwischen 
133,4° O-Lg und 137,7° O-Lg in drei Tagen eine östliche Strömung ‚von 78 Sm. 
Oestlich von diesem Punkte war kein Strom mehr zu spüren. Am 1. Januar 
ging der Wind östlich, und am nächsten Tage wurde auf 2,4° N-Br und 138,3° O-Lg 
zum letzten Mal gewendet. Der Wind frischte dann allmählich auf und wurde 
zum Monsun, Am 6. Januar wurde 10° N-Br in 136,3° O-Lg geschnitten. Der 
No1dostmonsun wurde später fast stürmisch, so dafs das Schiff schwer in der 
hohen knappen See stampfte und am 8. Januar die Grofsbramstenge brach. Am 
10. Januar, an welchem Tage wir 20° N-Br in 128,8° O-Lg schnitten, wurde der 
Wind wieder schwächer. Nachdem wir am nächsten Tage 22,3° N-Br in 
127,5° O-Lg erreicht hatten, holte der Wind nach Ost und 0SO und wehte aus 
dieser Richtung bis zum 15, Januar, wo wir bei südöstlichem Winde .in die 
Van Diemen-Strafse einliefen. Hier folgte dann zuerst Mallung und Stille, worauf 
gegen Abend desselben Tages bei dichtem. Regen stürmischer Südwestwind 
einsetzte, mit welchem wir die Strafse durchsegelten. Um 8* abends passirteli 
wir das Feuer von Sata no Misakıi. - Am nächsten Tage ging der Wind aber 
durch Nord nach NO, und bis zum 23. Januar hatten wir stets nördliche Winde. 
Nach dieser Zeit veränderte sich der Wind nach OSO und am 24., 25, und 26, 
hatten wir sehr stürmischen Wind, von Ost nach NNW: herumgehend.. Am 
27. Januar folgte. auf Stille südwestlicher Wind, der am nächsten Tage als 
schwerer Weststurm wehte, dann allmählich nördlich holte und. abfläute. Anmr 
30. Januar setzte endlich frische Westnordwestbriese ein, mit welcher wir am nächsten 
Morgen Rock-Eiland passirten, wo sie wieder in Stille endete. Nachdem wir dann 
bis zum 2. Februar gegen nordöstlichen Wind bis Kap Sagami aufgekreuzt ‚waren, 
erhielten wir hier um 11* vormittags einen. Lootsen und ankerten abends 7!/3 Uhr 
bei Kannon Point. Am nächsten Morgen gingen wir unter Segel und erreichten 
am 3. Febrüar abends 5 Uhr nach 163 tägiger. Reise die Rhede von Yokohama, 
Den Kuro Siwo fanden wir sehr unregelmäfsig, bis: zum 21. Januar verspürten 
wir keine nennenswerthe Strömung, doch ‚seitdem hatten wir den einen Tag 
starke Stromversetzung und den andern Tag wieder gar keine.‘ : 
Die verschiedenen Reiseabschnitte. sind in‘ folgender Weise zurückgelegt 
worden: 
Von 50° N-Br bis. zum Aequator . . 
Vom Aequator bis ersten Meridian 
Von 0° bis 80° O0-Lg . ... 
Von 80° O-Lg bis Sumba Island . . ...”. 
Vor Sumba Island bis Ausgang der Gillolo-Passage 
Gillolo-Passage bis Yokohama . 
30: Tage: 
17 
19 
‘9 » 
7 
39 
‚61 Tage.
	        
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