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Full text: 26, 1898

Annalen der Hydrographie und. Maritimen Meteorologie; Juli 1898. 
Die chemische Untersuchung des Staubes durch Herrn Dr. Engelbrecht 
im Staatslaboratorium ergab folgendes Resultat, welches trotz der nur geringen 
Menge des vorhandenen Staubes (0,5943 g) unter sorgfältiger Ausnutzung des 
vorhandenen Materials mit Beziehung auf sämmtliche Bestandtheile auf völlige 
Genauigkeit Anspruch machen kann: 
Feuchtigkeit bei 102°C. . . . . 
In Wasser lösliche Bestandttheile 
Kohlensäure CO, . . .. 
Kiezelsäure SiO,. . 
Phosphorsäure P, 0, 
Eisenoxyd Fe, 0,. 
Thonerde Al, O0, . 
Kalk CaO . .. 
„. Magnesia MgO . 
i0. Kaliumuxyd KO. 20.00.0000... 
11. Chemisch gebnndenes Wasser und organische Substanzen. 5,14 „ 
Zusammen . 100,000. 
. Hieraus läfst sich nach Abzug der Feuchtigkeit und des in Wasser lös- 
lichen Theils unter Berücksichtigung der von Herrn Dr. Petersen darin nach- 
yewiesenen Mineraltrümmer für den Passatstaub folgende mineralogische Zu- 
sammensetzung berechnen: 
{i. Calciumcarbonat (Kalkspat) = CaCO,. . .. 
?, Apatit — 3 [Ca, (P0,),] + CaCIFL . . 0... 
*, Magnesiaglinmer = Al, K, HSi, 0,; +3 My, SiO, 
1‘, Kalifeldspat (Orthoklas: = A1KSi„0, . 0.0... 
5. Thon (Thonsubstanz) = 37 8i0,A1,0,2H,0 , ... 
5. ‚Limonit = Fe (OH), x Ba 
7. Hämatit = Fe, O0, 315 Br On > 
8. Sand, Quarz, Diatomeen —= SiQ, . 
* 4 2 © + W945 
. Fiugstaub 57,18 % 
9, Organische Substanz (vom Segeltuch) , . 2.0.0.0... 352 
Zusammen 60,70 99. 
100 Theile des Flugstaubes würden somit enthalten: 
Kalkspat . . . 
Apatlı . . 0. 0.04 
Magnesiaglimmer . 
Kalifeldspat . . . . . 
Thon 20.00.0000. 4 44 
Limonit und Hämatit. . . 
Sand, Quarz. . 
13,320 
0,54 „ 
7.48 » 
1450 > 
26,75 
11,28 - 
2613 
100,00 9,0. 
Der in Wasser lösliche Theil des Passatstaubes besteht aus Seesalz und 
enthält: 
24,96 0/0 Natriumchlorid, 
1,26 „ Natriumsulfat, 
4,17 „ Calciumsulfat, 
1,99 „ Magnesiumchlorid, 
2,87 „ organische Substanzen, 
35,25 9,0 Salzmasse. 
Der Direktor. 
vyez. Dennstedt, 
Bericht über den zweiten Theil der Reise des deutschen 
Schiffes „Nomia‘“, Kapt. Fr. Rowehl. 
Am 31. Oktober 1897 überschritten wir mit der am 24. August 1897 von 
Cardiff aus in See gegangenen, mit 3073 Tonnen Kohlen beladenen „Nomia“ in 
41,5° S-Br den Meridian von 80° O-Lg und am 6, November 30° S-Br in 
107,3° O-Lg. Bis zum 10. November, als wir uns in 23,7° S-Br und 111,5° O-Lg 
befanden, kam der Wind noch aus nordwestlicher Richtung, hielt sich darauf zwischen 
SO und Süd und wurde, nachdem wir am 14. November 15° S-Br in 117,3° O-Lg 
geschnitten hatten, schon öfter von Stillen unterbrochen. Am 18. November 
ging der Wind wieder westlich, und am nächsten Tage passirten wir gegen 
Abend die Insel Sumba., Von hier an nahm die Reise jedoch einen ganz
	        
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