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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli 1898, 
Tagebuch D. 3211. Dampfschiff „Itaparica“, Kapt. H. Mählmann. Am 
28. Dezember 1896 fand an Bord dieses sich in 5° N-Br und 295° W-Lg 
befindenden Dampfers ein Niederschlag von Wüstenstaub statt. Die Luft war 
von 3° N-Br her sehr dunstig gewesen und blieb auch noch so, nachdem der 
Staubfall erfolgt war. Es wehte damals ein frischer Nordostpassat von Stärke 
bis 5. 
Tagebuch D. 3297. Dampfschiff „Pelotas“, Kapt. A. Schulz. Als sich 
dieser Dampfer am 23. Februar 1897 bei 25° N-Br in 18° W-Lg befand, erfolgte 
dort ein starker Niederschlag von Wüstenstaub. Die Stärke des dabei wehenden 
Ostnordostwindes betrug 6. 
Tagebuch D. 3290. Dampfschiff „Hohenstaufen“, Kapt. P. Albrecht 
beobachtete am 25. und 26. Februar 1897, zwischen 28,5° N-Br in 20° W-Lg 
und 19° N-Br in 23° W-Lg eine durch gelben Wüstenstaub stark dunstig 
gemachte Luft. Der zur Zeit wehende Nordostpassat hatte die Stärke 5, 
Tagebuch S, 4786. Segelschiff „Iris“, Kapt. J. Danklefs, war von 
35° N-Br in 17,5° W-Lg ab, wo ein höchster Luftdruck von 777 mm beobachtet 
worden war, von steifem Passat begünstigt worden, Dabei war bei sonst 
wolkenlosem Himmel die Luft sehr dunstig gewesen und vom 25. bis zum 
27. Februar 1897 erfolgte daun auf der zwischen 21,5° N-Br in 24° W-Lg und 
15° N-Br in 26° W-Lg liegenden Strecke ein Staubfall. Es wehte auch dann 
noch kräftiger Passat von Stärke 6. 
Tagebuch D. 3250. Dampfschiff „Corrientes“, Kapt. N. Meyer. An Bord 
dieses Dampfers beobachtete man am 25. Februar 1597, wenige Wachen nach 
der Abreise von den Kap Verden, in 18° N-Br und 24° W-Lg cinen Nieder- 
schlag von feinem, lehmigem Staub. Die Luft war dabei sehr dunstig, die Stärke 
des herrschenden Nordostwindes 4, 
Tagebuch S. 4889. Schiff „Flottbeck“, Kapt. M. Schoemaker. Am 
Morgen des 27, Februar 1897 bemerkte man in 18° N-Br und 34,5° W-Lg, daß 
die ganze Takelung braun aussah. Am 26. Februar war die Lult derart dunstig 
gewesen, dafs auf 1 Seemeile Entfernung kein Schiff zu seben war. Auch nach 
dem Staubfall blieb die Luft noch sehr dunstig. Der Wind wehte am 27, Februar 
stürmisch aus ENE in Stärke 7 bis 8. 
Tagebuch D. 3286. Dampfschiff „Mendoza“, Kapt. J. Behrmann, fand 
am 2. und 3. März 1897 zwischen 23,5° N-Br in 19,5° W-Lg und 21° N-Br in 
21,5° W-Lg sehr dunstige Luft, aus welcher ein Staubfall erfolgte, der das 
ganze Schiff mit einer starken Schicht bedeckte. Es geschah dies hei steifem 
in Stärke 6 wehenden Passat. 
Tagebuch D. 3260. Dampfschiff „Maceio“, Kapt. A. Simonsen, Als sich 
dieser Dampfer am 10. März 1897 in 19° N-Br und 23° W-Lg befand, wurde 
dort eine sehr dunstige, mit Wüstenstaub angefüllte Luft angetroffen. 
Tagebuch D. 3263. Dampfschiff „Santos“, Kapt. A. Bunck. Nachdem 
bei diesem Dampfer seit 4 Tagen, von 10° N-Br in 36° W-Lg her, sehr dunstiges 
Wetter geherrscht hatte, erfolgte am 14. März 1897 in 20° N-Br und 20,5° W-Lg 
ein Niederschlag von gelbem Wüstenstaub, der Masten, Raaen und die Brücke 
überzog. Der gleichzeitig wehende Nordostpassat hatte die Stärke 5. 
Tagebuch D. 3290. Dampfschiff „Hohenstaufen“, Kapt. P. Albrecht, 
beobachtete am 18, April 1897 in der Nähe von 22° N-Br in 20° W-Lg eine durch 
Wüstenstaub dunstig gemachte Luft. Der Nordostipassat wehte dort in Stärke 3. 
Tagebuch D. 3392, Dampfschiff „Pernambuco“, Kapt. H. Böge, durch- 
fuhr am 25, und 26. Juli 1897, zwischen 28° N-Br in 18,5° W-Lg und 25° N-Br 
in 20° W-Lg, einen Meerestheil, über dem die Luft stark dunstig war und viel 
Wüstenstaub enthielt. Der Passat wehte am 25. Juli aus NNE in Stärke 6. 
Tagebuch D. 3372. Dampfschiff „Mendoza“, Kapt. J. Behrmann. An 
Bord dieses Dampfers bemerkte am 11. August 1897 in 21,5° N-Br und 21° W-Lg 
einen sandigen, von Wüstenstaub herrührenden Niederschlag. Die Luft war dabei 
sehr dunstig, die Stärke des gleichzeitig wehenden Nordostpassats 4. 
Tagebuch D. 3435. Dampfschiff „Rio“, Kapt. W. Schweer. Während der 
3 Tage vom 29. bis 31. Oktober 1897, als dieser Dampfer die zwischen 18,5° N-Br 
in 22° W-Lg und 26° N-Br in 18° W-Lg liegende Strecke zurücklegte, erfolgte 
bei sehr dunstiger Luft ein Niederschlag von Wüstenstaub, Der damals herrschende 
Passat hatte die Stärke 4. 
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