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Aunaleu der Hydrographie und Maritimen Meteorulogie, Juli 18938,
Leixdes.
„Sailiug Directions für the West Coasts of France, Spain and Portugal“ 1891 — B. VI, 5 —.
„Hydrographie Notice“ No. 2, 1894, .
„Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie“ 1898, Heft V,
D. „Coblenz“, Kapt. W. Bodenstedt, Norddeutscher Lloyd. Februar 1598.
» „Maceiö“, „ RR. Paetzelt, H. S. A. D.G. Januar 1898,
» „Corrientes“, ‘", Meyer, % Februar 1898.
„Ttaparica“, » ‘. Mählmann, » März 1898.
„Tucuman“, a . Hansen, » Yebruar 1898,
„Guahyba“, „©. Ohlerich, = März 1898.
Peilungen und Kurse mifsweisend.
Ansteuerung und Landmarken, Von Norden kommend, passire man
Kap Finisterre eben innerhalb der 100 Faden- (183 m-) Linie auf mindestens
5 Sm Abstand und stelle hier seinen Schiffsort genau fest. Dann setze man den
Kurs auf Leixöes. Man bleibt mit diesem Kurse etwa 10 Sm von den Cies-
Inseln ab, nach deren Feuer (dem besten an diesem Theile der Küste) man
seinen Schiffsort genau bestimmen kann. Des Weiteren passirt man Vianna,
elwa 30 Sm nördlich von Leixöes, in etwa 3 Sm Abstand. Für Vianna ist Ger
10 Sm nördlicher am Nordufer der Minho - Mündung gelegene Berg Tecla eine
gute Erkennungsmarke. Kr hat zwei Spitzen, auf deren einer eine Kapelle steht,
und ist bei klarem Wetter auf 20 Sm Entfernung auszumachen. Hier kann man
lie Signalstation zur telegraphischen Meldung nach Leixöes benutzen, was den
Vortheil hat, dafs man den Gesundheitsbesuch auch nach 10 Uhr abends noch
erhält. Von Vianna aus setzt man den Kurs etwas westlicher, so dafs man in
etwa 6 Sm Abstand längs der Küste läuft. Auf der ganzen Strecke hat man mit
westlich setzender Strömung zu rechnen und befindet sich auf Lothungsgrund,
was bei unsichtigem Wetter zu benutzen ist. Die Tiefen halten sich von
Finisterre bis südwestlich der Vigo-Bucht zwischen 80 und 70 Faden (146 bis
128 m), gehen nordwestlich der Minho-Mündung auf 40 Faden (73 m) über,
nehmen bis Vianna auf 24 Faden (44 m) ab, steigen dann wieder bis zu 36 Faden
(66 m) und fallen mit der Annäherung an Leixöes auf 20 Faden (37m) und
darunter.
Der Grund ist bis zur Bai von Arosa feiner schwarzer Sand, dann Mud
bis zur Minho-Mündung und von dort aus Sand, ;
Zehn Seemeilen nördlich von Leixöes liegt östlich von Villa do Conde
auf einem Hügel das Kloster Santa Clara, eine gröfsere Häusermasse mit
rothen Dächern, zu der hin parallel dem Strande eine Wasserleitung, aus Mauer-
werk mit hohen Bogen bestehend, führt. Das Kloster ist von See sehr gut aus-
zumachen, auch bei diesigem Wetter, bei klarem Wetter ist es 15 bis 16 Sn
weit sichtbar.
lKtwa 3 Sm nördlich von Leixöes steht dicht am Strande eine hohe
weifse Säule, einem Schornstein ähnlich. Es ist dies eine Gedenksäule an die
Landung des Dom Pedro I. 1832 bei der Rückkehr aus Brasilien; sie ist in den
Karten nicht aufgenommen.
Das Orestes Rock ist in der neuesten Ausgabe der Brit. Adm.- Karte
No. 87 — Tit. YI, 69 —, „West Coast of Spain and Portugal“, nicht mehr
eingetragen.
Beim Näherkommen sieht man dann die beiden weißen Thürme der
Kathedrale von Oporto und die hohen Hafenmauern von Leixöes mit den
rofsen fahrbaren Krähnen sowie dem Feuerthurm. Die große scharf begrenzte
Hafenmauer ist auch bei unsichtigem Wetter leicht auszumachen.
Der Kurs SO auf den grofsen Feuerthurm von Oporto führt auf 1 Sm au
die Hafeneinfahrt von Leixöes.
Man bringt den Feuerthurm auf der Südhafenmauer in etwa NO!4AN und
steuert dann langsam auf die Einfahrt zu.
Von Süden kommend, ist von den Burlinga-Inseln an die Küste bis
auf 1 Sın Abstand vollständig klar. Ein gutes Mark für Leixöes bildet ein etwa
8 Sm südlich der Duro-Mündung dicht am Strande liegender Felsen, auf welchem
ein sechseckiges Gebäude von grauweißer Farbe mit rothem Dach steht (Espinho).