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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 26 (1898)

Reisen der‘ Schiffe „Nereus“ und „Pestalozzi“ von Lizard nach Valparaiso. 205 
zeitig nur 55 Sm gut machte. Wodurch dieser grofßse Unterschied hier ver- 
arsacht wurde, ist aus den in den Tagebüchern angegebenen Daten nicht ersichtlich. 
Es ist das um so unerklärlicher, als diese beiden Mitsegler sich vorher doch für 
so. lange Zeit ganz gut gegeneinander gehalten hatten. Uebrigens sind Fälle, in 
denen von zwei in Sicht voneinander befindlichen Schiffen heute das eine dem 
anderen rasch vorbeisegelt und dafs beide nach einigen Tagen ganz unvermuthet 
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1. „Pestalozzi“ 
2. „Nereus“ 
9. „Bertha“ 
10. „HenryClement* 
11, D. „Asıncion“ 
12. D. „Rosario“ 
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wieder zusammentreffen, gar nicht so selten. Bei diesen beiden Mitseglern fehlte 
auch nicht viel daran, dafs sie später wieder in Sichtweite voneinander gelangt 
wären. Denn nachdem der Breitenunterschied zwischen den Schiffsorten vorher 
schon ein gröfserer gewesen war, befanden sich am 25, Juli „Pestalozzi“ in 
37,6° S-Br und 56,1° W-Lg und „Nereus“ in 365° S-Br und 55,53° W-Lg, also 
nahe vor der Mündung des La Plata, wieder nicht weit voneinander entfernt. 
Zu diesen beiden Schiffen hatte sich inzwischen ein dritter Mitsegler gesellt, 
während die ihren südostwärts gerichteten Kurs verfolgende „Bertha“ von nun an 
als Mitsegler nicht mehr in Betracht kommt. Der neue Mitsegler war das mit 
Ballast beladene Hamburger Vollschiff „Flotow“, Kapt. Ch. Jensen, welches am 
17. Juli von Santos aus eine Reise nach Iquique angetreten hatte und am 
25, Juli mittags in 33,2° S-Br und 49,4° W-Lg stand. Alle drei Schiffe befanden 
zich an diesem Tage in einem Hochdruckgebiet von anscheinend nur geringer 
Ausdehnung, in dem ein höchster Stand von 778,0 mm beobachtet wurde. Der 
darin am weitesten nach Südwesten, nahe beim Kap Corrientes stehende 
„Pestalozzi“ wurde durch die am 26. Juli wehenden Winde gegen die beiden 
Mitsegler aufserordentlich begünstigt. Er legte an diesem Tage bei kräftigem 
Nordwestwinde 232 Sm zurück, während „Nereus“ - bei schwachen Nordost- und 
Nordnordwestwinden nur 103 und „Flotow“ bei mäfsigen Südostwinden ebenfalls 
aur 106 Sm gut machen konnte. Durch diese so verschiedenen Winde wurde die 
Lage des Hochdruckgebietes deutlich bezeichnet. Infolge dieser Verhältnisse 
verschob sich während der nächsten Tage die Lage der Schiffsorte zu einander 
bedeutend. Als „Pestalozzi“ bei stürmischem Nordostwinde am 29. Juli in 64° W-Lg 
Jen Parallel von 50° Süd überschritt, befand sich „Nereus“ noch in 46.5° S-Br
	        
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