Aus den Fragebogen der Deutschen Seewarte, betreffend Häfen.
welche von den Bootsleuten auf den Strand gezogen werden. Bei Südweststurm
landet man in der Pontinha,
Das deutsche Konsulat liegt in der Nähe des Steindammes in der
Unterstadt, .
Seemannsheim ist das „sailor’s rest“ in Funchal.
Nautische Bücher und Seekarten sind am Ort zu haben.
199
Frederikshavn (Jütland).
‚Die Dänischen Häfen“, 1896, S. 15,
Kaiserliches Konsulat Frederikshavn.
Lootsenwesen. Die Lootsen sind Königliche, und es besteht eine feste
Lootsentaxe. Das Lootsenamt liegt Loodsgade bei der Schiffsbrücke. Bei Hirs-
holm sind auch Lootsen für Frederikshavn zu haben.
Schleppdampfer. Es ist ein Schleppdampfer vorhanden, der gleichzeitig
als Eisbrecher dient, ohne feste Taxe.
Sanitätspolizei. . Schiffe, welche von Häfen, die als angesteckt erklärt
sind, kommen, werden ärztlich untersucht.
Bunkerkohlen Newcastle, West-Hartley, werden längseit der Kajen tags
und nachts in Körben an Bord getragen, etwa 20 t in der Stunde.
Wasser kostet 15 oere die Tonne.
Schiffahrtsunkosten. Für die Registertonne zahlen die Schiffe ein- und
ausgehend je 10 oere Hafengeld, beim Anlaufen als Nothhafen die Hälfte, beim
Anlaufen nur zum Zweck des Nehmens von Bunkerkohlen sind die Gebühren
unbedeutend; für Einnahme von Ballast 2 oere die Registertonne.
Das deutsche Konsulat liegt Danmarksgade.
Das Hafenamt und das Zollamt liegen auf der Schiffsbrücke.
Ein Agent des Germanischen Lloyd ist am Ort.
Das Seemannsheim liegt Loodsgade,
die Seemannsmission Asylgade,
das Seemannskrankenhaus Talbalsweg. .
Seefischerei wird mit 110 Fahrzeugen von 50 bis 100 t Gröfse betrieben.
Ein Bergungsdampfer der „Switzers Bergungs-Gesellschaft Kopenhagen“
ist am Ort stationirt. Er hat 214 t und 375 P.5., eine Centrifugalpumpe von
1200 t, zwei transportable Pumpen von 400 t bezw. 200 t stündlicher Wasser-
förderung und mehrere Taucher an Bord.
Jacmel (Haiti).
„West India Pilot“, II, 1887 — B, VI. 3 —, S. 284, 285, Rev. Suppl. 1894, S. 45.
Kurse und Peilungen rechtweisend.
Bearbeitet nach einem Bericht S. M. S. „Gneisenau“, Kapt.z S. Hofmeier, mit der nebenstehenden
Vertonung, der „Segelanweisung für Westindien“ der Hamburg — Amerika - Linie, dgm Fragebogen
der Seewarte betreffend den Hafen von Jacmel, beantwortet durch Kapt. A. v. Schroetter,
D. „Francia“. H. A. P. A.G., und den Aufzeichnungen des Schiffsoffiziers H. Rose,
Ansteuerung. Von Osten kommend, steuert man zunächst die Insel
Alta Vela, eine vorzügliche Landmarke, an, doch mufßs man genügend Rücksicht
auf den auf Land zu setzenden Strom nehmen. Mit nordwestlichem Kurse. von
Alta Vela steuernd, sieht man die Bucht von Jacmel offen vor sich.‘ Jacmel
markirt sich am besten durch einen Einschnitt im Bergrücken; rechts von diesem
bildet die hohe Bergkette eine scharf abfallende Kante, wie in nebenstehender
Ansicht dargestellt. Beim Näherkommen hebt sich Kap Jacmel deutlich ab,
besonders auch durch die links daneben liegenden Klippen, welche auch nachts
ihrer weißen Farbe wegen weithin zu sehen sind.
Von Westen her bilden die weißen Felsen (high cliffs) etwa 16 Sm west-
lich von Kap Jacmel und 6 Sm westlich von Kap Baienet die beste An-